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Immer Nummer eins sein

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Mit gerade einmal 20 Jahren geht Mirko Pantkowski als erster Goalie der Heilbronner Falken in die heute Abend (20 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die Eispiraten Crimmitschau beginnende DEL-2-Saison. 

Derbys gegen Frankfurt

Herr Pantkowski, zum Auftakt gegen Crimmitschau bestreiten Sie ihr zweites Pflichtspiel für die Falken. Können Sie sich an das erste erinnern?

Mirko Pantkowski: Oh ja. Das war das legendäre 2:12 in Frankfurt. Das war eine krasse Erfahrung. Ich war 16 und total aufgeregt. Dann ging es auch noch gegen Frankfurt, den Erzrivalen von Kassel und Mannheim, wo ich in der Jugend gespielt habe. 

Sie wurden in der 27. Minute beim Stand von 0:5 für den glücklosen Dustin Haloschan eingewechselt. Mit welchen Gedanken sind Sie aufs Eis gegangen?

Pantkowski: Die Hoffnung, das Spiel noch zu gewinnen, war nicht so groß (lacht). Wir hatten in dem Spiel echt keine Chance. Es ging nur darum, es möglichst schnell abzuhaken. Einige Spieler haben mir hinterher gesagt, dass es ihnen leid tut, dass mein Debüt so ausgefallen ist. 

Dieses Spiel ist aber nicht der Grund dafür, dass Sie einen Wechsel nach Frankfurt für sich ausschließen?

Pantkowski: Nein. In den 15 Jahren, die ich Eishockey spiele, habe ich immer gegen Frankfurt gespielt. Das waren immer heiße Derbys. Ich habe generell nichts gegen Frankfurt, aber ich würde nicht für sie spielen wollen. 

Pucksammlung

Fast genau auf den Tag zwei Jahre später feierten Sie ihr DEL-Debüt bei den Adlern Mannheim.

Pantkowski: Das lief deutlich besser. Da haben wir in der Overtime gegen Straubing gewonnen.

Hinterher haben Sie den Puck mitgenommen. Welche anderen haben Sie noch zu Hause?

Pantkowski: Von Shutouts bei der U18- und bei der U20-WM. Von meinem ersten Oberliga-Sieg und ersten Oberliga-Shutout bei den Hannover Indians. Von meinem ersten DEL-2-Sieg und meinem ersten DEL-2-Shutout

Das war ein 3:0-Sieg vergangene Saison mit den Kassel Huskies – ausgerechnet gegen Heilbronn. 

Pantkowski: Die Heilbronner haben in dem Spiel viel Druck gemacht, gutes Powerplay gespielt. An dem Tag lief es bei mir aber einfach – und zum Glück bis zum Schluss. 

Im Konkurrenzkampf durchgesetzt

Sie haben vergangene Saison bei den Huskies den Stamm-Keeper Markus Keller verdrängt. Hat Sie das überrascht?

Pantkowski: Nein. Es ist immer mein Ziel, die Nummer eins zu sein. Mit der Rolle als Backup fühle ich mich auch nicht wohl. Ich war eigentlich auch immer die Nummer eins. Außer in meinen ersten beiden Profijahren, in denen ich mir die Plätze erkämpfen musste. Das ist mir bei den Hannover Indians in meinem ersten Jahr in der Oberliga gelungen. Und in Kassel dann in meinem zweiten Jahr. 

Der frühere Falken-Trainer Rico Rossi war es, der Sie in Kassel zur Nummer eins befördert hat. Was haben Sie ihm zu verdanken?

Pantkowski: Er hat mir schon im ersten Jahr einige Bewährungschancen gegeben. Vor dem zweiten Jahr hat er gesagt, dass es unter den Torhütern einen offenen Konkurrenzkampf gibt. Obwohl ich schon in der Vorbereitung besser war, haben wir uns zu Saisonbeginn abgewechselt. Im weiteren Verlauf habe ich mich dann aber mehr und mehr durchgesetzt

Bester Torhüter

Nach dem Testspiel am vergangenen Freitag in Kassel hat Rossi gesagt, dass er Ihnen eine ähnliche Karriere zutraut wie Danny aus den Birken. Freut Sie ein solcher Vergleich?

Pantkowski: Das ist natürlich ein großes Lob. Ich will aber mein eigenes Ding machen und sogar noch weiterkommen als Danny. Mein Traum ist es, mal den Sprung über den großen Teich nach Nordamerika in die NHL zu schaffen. 

Sie sind vergangene Saison zum Rookie des Jahres in der DEL2 gewählt worden, außerdem zum besten Goalie der U20-WM. Welche Ehrung soll am Ende der Saison 2018/19 stehen?

Pantkowski: Das ist ja klar: Der beste Torhüter der DEL2. Bester Verteidiger oder Torschütze kann ich ja nicht werden (lacht). Meine tägliche Arbeit ist darauf ausgerichtet, mit den Falken möglichst viele Spiele zu gewinnen. Der Teamerfolg ist das Wichtigste. Diese persönlichen Auszeichnungen sind aber schon in meinem Hinterkopf

Und welche Pucks sollten die heimische Sammlung füllen?

Pantkowski: Erster Sieg mit den Falken, erster Shutout mit den Falken. 

Erster Playoff-Sieg mit den Falken?

Pantkowski: Oh ja, das wäre auch schön. Soweit wollen wir jetzt aber noch nicht denken. 



 

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