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Fifa beim eWorld Cup

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Paris Saint-Germain, Ajax Amsterdam, Werder Bremen oder der VfL Wolfsburg – sie alle spielen am Wochenende bei einer Weltmeisterschaft mit. Zum sogenannten Fifa eWorld Cup in London schicken diese und weitere Fußball-Clubs mindestens einen Spieler, um dort um den WM-Titel im Videospiel Fifa 19 mitzuspielen. 

Einstieg in den E-Sport

Seit 2018 haben etliche deutsche Fußball-Clubs E-Sport-Abteilungen gegründet. Die meisten Teams der 1. und 2. Bundesliga haben mittlerweile professionelle Videospieler unter Vertrag – und dabei konzentrieren sich fast alle auf die Fußballsimulation Fifa.

"Fifa ist am nahe liegendsten für einen Fußballverein, der den Einstieg in den E-Sport schaffen will“, sagt Nicolas Farnir von Schalke 04. Der Traditionsverein ist der einzige deutsche Fußballclub, der auch in der weltweit wichtigsten E-Sport-Disziplin League of Legends (LoL) vertreten ist. Er betreut dieses Team. "Es ist einfacher, traditionellen Fans erst einmal eine Fußballsimulation näherzubringen als jedes andere Videospiel.“ 

Die Verbindung von Fußball zu Fifa macht sich auch bei den Fans bemerkbar: "Spiegel Online“ befragte mehrere Schalker Fans zum Thema E-Sport, einige kannten Tim "Tim Latka“ Schwartmann (21), den bekanntesten Fifa-Spieler der Königsblauen.

Zwei Spieler

Der Einstieg in Fifa ist vergleichsweise günstig. Ein Verein braucht beispielsweise für die Teilnahme an der Virtual Bundesliga lediglich zwei Spieler. Und da diese meist auch Zuhause wohnen bleiben können, ist es leichter, in die Welt des E-Sports zu kommen.

"Selbst dort, wo ein traditioneller Fußballverein drauf steht, steht auch nicht immer der Verein direkt dahinter“, sagt Konni Winkler, deutscher Kommentator des diesjährigen Fifa eWorld Cups. "In vielen Fällen sind externe Agenturen beauftragt, die die Spieler stellen und auch beraten und managen.“

Gleichzeitig gehört Fifa für die Spieler zu den teuersten E-Sport-Disziplinen. Anders als in anderen Titeln kann man sich Vorteile erkaufen, die direkten Einfluss auf das Spielgeschehen haben. In der Regel wird im sogenannten Ultimate-Team-Modus gespielt: Hier können Spieler ihr Traumteam aus aller Welt zusammenstellen. Sollen deutsche Nationalspieler neben Cristiano Ronaldo und Lionel Messi oder sogar Legenden wie Michael Ballack oder Pelé auflaufen, ist das in diesem Modus möglich – in der Theorie.

Hohe Ausgaben

Gibt man für Ultimate Team nicht zusätzlich Geld aus, hat man als Spieler keine Chance mitzuhalten. Fifa-Profis geben alleine im ersten Monat des Spiels oft mehr als 1500 Euro für die digitalen Spieler aus.

Cihan Yasarlar, Fifa-Profi für RB Leipzig, sagte in einem Interview mit "Sport Bild“, sogar mehr als 5000 Euro für sein Team in Fifa 19 ausgegeben zu haben: "Einen Zocker, der mit einem mittelmäßigen Team zur Weltspitze gehört, gibt es nicht und wird es auch nie geben.“ 

Deshalb gibt es auch Unmut von den Vereinen. "Das derzeitige Modell ist nicht zufriedenstellend – weder für die Spieler noch für uns als Verein“, sagt Tim Reichert, Chief Gaming Officer von Schalke 04. "Es wäre wünschenswert, dass alle Spieler unter denselben fairen Voraussetzungen starten.“ Eine Kursänderung ist nicht abzusehen, bestätigt Fifa-Entwickler Electronic Arts auf Anfrage. Denn: EAs Jahresumsatz besteht mittlerweile zu 28 Prozent aus dem Erlös digitaler Packs – Tendenz steigend.

 

 

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