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Hoffen auf Glück

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Hinter dem TSV Dühren liegen bewegte Zeiten. Nicht gerade die besten, wohlgemerkt. Immerhin strandete die Mannschaft von Rafael Hermida vor gut einem Jahr in der Kreisklasse B1. Mehr aus Versehen, zumal der Kader durchaus stark genug gewesen wäre, um noch einmal die Kurve zu kratzen und die Liga zu halten.

Viele Ausfälle

Doch dann schlug das Verletzungspech gnadenlos zu, das erhoffte Aufbäumen: Es blieb aus. Auch in der vergangenen Runde eine Klasse tiefer wurde es nicht besser. "Es war schlimm, es ist unglaublich, wie viele Spieler in den letzten beiden Runden ausgefallen sind“, sagt der Trainer rückblickend. 

Doch Hermida will nicht mehr zurückblicken. Er schaut nach vorne – und hat ein Ziel. "Wir wollen aufsteigen, ganz klar“, sagt er. Zu oft wurde er im Vorjahr gefragt, was Dühren in dieser Klasse mache. "Das bestärkt uns, natürlich.“ Zumal er weiß, dass sein Team fußballerisch zu den Besten in der Liga gehört. "Wir sind absolut in der Lage, die Klasse zu verlassen“, sagt er. Zumal sich der TSV an entscheidender Stelle zur neuen Saison verstärkt hat: vorne im Zentrum. Mit Yannick Zimmermann hat der TSV einen Spieler mit viel Potenzial von Konkurrent TSV Reichartshausen losgeeist. Das macht Hermida froh. "Er hat das, was uns gefehlt hat: die Schnelligkeit.“

Ass im Ärmel

Zudem trifft der 23-Jährige: In 21 Spielen für den Tabellenelften hat er 14 Tore erzielt. Das macht Hermida Mut, aus der Erfahrung der vergangenen beiden Jahre heraus weiß der Trainer-Fuchs aber, dass ein starkes Team allein nicht ausreicht. "Mein größter Wunsch ist, dass wir von den ganzen Verletzungen verschont bleiben und dieses Jahr mehr Glück haben.“ Zumal die Konkurrenz in Sachen Aufstieg groß ist. 

Interessant: Es gibt offensichtlich nicht den einen Favoriten. Sondern viele. Seit vielen Jahren im erlesenen Kreis: der SV Sinsheim. "Wir können damit gut leben“, sagt Pascalis Kargakis. Druck indes spüren der Trainer und seine Jungs deswegen lange nicht. "Wir müssen nicht, aber wir wollen unter die ersten drei, vier Teams.“ Wenn die Leistung passe, könne seine Mannschaft vorne dabei sein. Für seine Sinsheimer spreche, dass der Kern zusammengeblieben ist und die Neuen nur wenig bis keine Eingewöhnungszeit brauchen. Der Umbruch hat bereits in der Vorsaison stattgefunden. Entsprechend holprig verlief der Auftakt, je länger aber die Saison dauerte, desto stabiler wurde der SV Sinsheim – und landete am Ende auf dem sechsten Rang. "Wir haben eine eingeschworene Mannschaft“, lobt der Trainer. 

Im Aufbau

Die Verantwortlichen in Siegelsbach konzentrieren sich weiter auf ihren Team-Charakter – und arbeiten auf 2021 hin. Zum 100-jährigen Bestehen würden sie gerne wieder in der A-Klasse kicken – und machen sich für die neue Saison keinen Stress. "Natürlich würden wir einen Aufstieg auch jetzt mitnehmen, aber es ist nicht das Ziel“, sagt Teammanager Heino Dämmig. Vorrangig arbeitet der Club daran, Siegelsbacher Spieler, die aktuell für andere Vereine auflaufen, nach und nach zurückzulotsen. Und dann angreifen mit einem Gros an Einheimischen

Aber bei der Musik dabei sein, sei auch in diesem Jahr im auf 18 Teams angewachsenen Feld das Ziel. Auch der SV Eichelberg, der sich gut verstärkt hat, wird hoch gehandelt, mit Abstriche auch Hilsbach und Landshausen. Und eine Überraschung hat es noch immer gegeben. Sie alle hoffen wie Hermida auf etwas Glück.

 

 

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