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Ein Derby , viele besondere Momente

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 Weihnachtszeit ist auch die Zeit der Vorfreude. An diesem Nikolaus-Freitag werden Handball-Freunde ab 20.30 Uhr in der Neckarsulmer Ballei mit dem Oberliga- Derby der Sport-Union gegen Weinsberg beschenkt – ein zeitloser Klassiker, in dem so manches steckt. Eine freie Reise durch das jüngste Jahrzehnt des umkämpften Nachbarschaftsduells, um in Derby -Stimmung zu kommen: 

In letzter Minute

Eng ging es bei den vergangenen zehn Begegnungen der Lokalrivalen oftmals zu. Allein viermal gab es im Derby ein Unentschieden. Den bislang schönsten Schlussstrich zog Ende April 2018 der vor dieser Saison zurückgetretene NSU-Shooter Fabian Göppele. Und zwar nach der Schlusssirene. Einen letzten Freiwurf verwandelte der Hüne mit seiner gefürchteten linken Klebe und der Unterkante der Latte zum 25:25. "Das war eines der geilsten Spiele", sagte Neckarsulms Käptän Benjamin Schreider zum dritten Remis gegen Weinsberg in Serie. Noch in der Württembergliga war es im Januar 2016 NSU-Youngster Felix Kazmeier, der im letzten Augenblick zum Held des Spitzenspiels wurde. Der finale Wurf des damals 17-Jährigen sicherte der Sport-Union mit der Schlusssirene ein 29:29 vor der großen Kulisse von 885 Zuschauern in der Ballei. 

Auf dem Zahnfleisch

Ersatzgeschwächt ganz stark im Lokalduell – auch das gab es häufiger als nur einmal. Zuletzt im Oktober 2018. "Der Gegner war mit wenigen Leuten da, hat aber das Maximale aus den Möglichkeiten rausgeholt", gestand Neckarsulms Keeper Michael Bognar nach dem Weinsberger 31:27. Mit Blick auf die TSV-Verletzungsmisere hatte das im Vorfeld kaum jemand für möglich gehalten. Im Februar 2015 schaffte die Sport-Union zwar keine Überraschung, durfte sich nach einem 20:25 gegen Weinsberg aber zumindest als kleiner Gewinner fühlen. Mit gerade einmal neun Spielern, ein Teil davon angeschlagen, boten die Neckarsulmer einen packenden Fight. "Wir haben bis zur 60. Minuten alles gegeben und können mit erhobenem Haupt vom Feld gehen", betonte der damalige NSU-Abwehrchef Dominik Jahn stolz. 

Held, der hält: An das erste Duell dieses Jahrzehnts im November 2013 dürfte sich Neckarsulms Keeper Max Kerner gerne erinnern. Denn damals war er mit zahlreichen Glanzparaden der Matchwinner. "Was Max heute gehalten hat, war Wahnsinn", erkannte Weinsbergs Sven König nach dem 24:26 mit Blick auf den Held, der hält, neidlos an. Doppelt bitter für den TSV, der gerade aus der Oberliga abgestiegen war und in der Sport-Union gegen einen Aufsteiger unterlag. Im Rückspiel revanchierten sich die Weinsberger im April 2014 dafür mit einem 33:27 – auch weil TSV-Torhüter Nicolai Fasano gemeinsam mit der Abwehr zur schier unüberwindbaren Mauer wurde und sein Team in der Spur hielt. 

Mit Sorgen

Beim jüngsten Aufeinandertreffen von Neckarsulmern und Weinsbergern haderte TSV-Kämpfer Jan König im Januar 2019 weniger mit dem 24:26 seiner Weinsberger, sondern viel mehr mit der Zukunft. "Es wäre schön, wenn es dieses Derby nächste Saison auch noch gibt. Für einen von beiden wird es auf jeden Fall eng. Ich glaube nicht, dass am Ende beide drin bleiben", mutmaßte er mit Wehmut. König sollte sich letztlich zu seiner und zur Freude vieler anderer täuschen. Doch seine Sorge ist auch in dieser Runde wieder aktuell. Neckarsulm steckt nach 13 Spielen und nur 7:19 Punkten als Drittletzter voll im Abstiegskampf. Mit dem 32:29 bei Schlusslicht Fellbach sendete das Team von Clemens Borchardt aber zuletzt aber zumindest ein Lebenszeichen – pünktlich vor dem Derby . Die Weinsberger sind als Neunter mit 12:12 Zählern ebenfalls noch lange nicht aus dem Schneider und werden nach einem spielfreien Wochenende nicht nur erholt, sondern auch punktehungrig nach Neckarsulm kommen. 

 

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