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Debütant schießt die Falken zum Sieg

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Teil eins des Doppel-Duells gegen den EV Landshut am Wochenende haben die Falken gewonnen: Das Team von Trainer Alexander Mellitzer setzte sich am Freitagabend in einer am Ende dramatischen Partie mit 4:3 (1:1, 1:1, 2:1) nach Penaltyschießen gegen die Niederbayern durch. Ausgerechnet Debütant Lukas Ribarik war der Matchwinner, der Mannheimer Jungadler versenkte den 26. Penalty zum umjubelten Sieg. 

Dünn sah es beim letzten Zusammenkommen kurz vor dem Spiel um Torhüter Matthias Nemec aus: Dass den Falken eine ganze Reihe fehlte, war zu sehen. Doch die Falken wollten es anders aussehen lassen, gingen wie immer vorne drauf, kamen aber nicht zum Zug. Lange nicht. Im Grunde passierte drei Minuten und 15 Sekunden lang nichts. Gar nichts. Hüben wie drüben. Dann gab es die erste Strafe für die Falken. Und Feuer frei für den Aufsteiger, der ein gutes Überzahlspiel an den Tag legte.

Feuerwerk

Allerdings kein sehr gutes, sonst wären die Niederbayern in Führung gegangen, Chancen waren auf jeden Fall zuhauf da. Die ehemaligen Kannibalen, wie sie früher mal hießen, legten sich die Falken schön zurecht und brannten über eine Minute lang ein feines Feuerwerk ab, ohne dass sich die Falken nennenswert hätten befreien oder gar wechseln können. Auch danach blieben die Gäste weiter am Drücker, trafen aber das Tor nicht. Im Gegensatz zu den Gastgebern, die in Sachen Effektivität eine Spur besser waren. 

Denn mit dem ersten Schuss gingen die Falken auch in Führung, ein überraschender Pass landete bei Davis Koch, der die Scheibe zum 1:0 in die Maschen nagelte – Begeisterung im Lager der Falken-Fans. Die hielt jedoch nur kurz an, zumal Koch kurz darauf die nächste Strafe kassierte. Und dieses Mal ließen sich die Landshuter nicht zwei Mal bitten: Mathieu Pompei verzögerte kurz und schob überlegt ins lange Eck ein. 1:1. Elfte Spielminute. In der zwölften hätten die Heilbronner dann wieder vorlegen können: Dylan Wruck pflügte durch die Mitte, ließ sich die Scheibe nicht abjagen und bediente kurz vor dem Gehäuse den mitgelaufenen Bryce Gervais. Von dessen geschickten Täuschungsversuch ließ sich Jaroslav Hübl im Tor der Landshuter indes nicht linken und klärte mit dem Schoner. Gegen Ende des ersten Abschnitts durfte sich auch Heilbronn mal in Überzahl versuchen. Die Falken machten das auch gut, vergaßen nur das Toreschießen.

Ärger drohte dann, als Tim Miller kurz vor Drittelende einen unsauberen Check unmittelbar an der Bande abbekam: Der Deutsch-Amerikaner blieb liegen, wurde nach der Sirene vom Eis gebracht. Das sah gar nicht gut aus und ließ das Schlimmste befürchten. Michi Knaub war auf 180, beherrschte sich aber gerade noch. Die Falken schafften es nicht, ihren Unmut nach der Pause in Mut umzuwandeln, irgendwie blieb diese Partie zäh. Und offen. Richtig an Fahrt nahm sie erst wieder auf, als die Falken Überzahl hatten – und aus allen Rohren feuerten. Aber wieder beste Möglichkeiten vergaben. Und zu allem Überfluss rächte sich das. 

Blöd

Einen Schuss aus zentraler Position wehrte Nemec mit der Kelle richtigerweise zur Seite ab, blöderweise standen da gleich zwei Landshuter. Marco Baßler bekam den Zuschlag, es stand 1:2 (34.). Glücklicherweise ließ die Antwort der Falken nicht so lange auf sich warten. Nur zwei Minuten später ließ Gervais das 2:2 folgen. Er hielt seinen Schläger einfach in den Schuss von Verteidiger Brock Maschmeyer und fälschte die Scheibe unhaltbar ab. 

Und nun begann die beste Phase der Falken, die sofort hätten nachlegen können. Doch Miller, der auf die Zähne biss und tapfer weiterspielte, verpasste einen Pass im Slot frei vor Hübl. Alex Nikiforuk brachte die Scheibe in der 37. Minute auch nicht im Kasten unter, genau wie der sauber frei gespielte Maschmeyer (38.).

Die Entscheidung wurde vertagt aufs letzte Drittel. Und da gingen wieder die Gäste in Führung, nach 58 Sekunden stand es 2:3. Aber noch genug Zeit. Und den Falken gelang der Ausgleich, Nikiforuk erzielte genial das 3:3. Die Falken nun mit mehr Power – und zahlreichen Chancen. Doch Goalie Hübl hielt überragend. So fiel die Entscheidung erst im Penaltyschießen.


Tor: Nemec, Schickedanz. Abwehr: Brady - Götz, Maschmeyer - Pavlu, Maginot - Mapes. Wirth. Angriff: Nikiforuk - Damon - Miller, Gervais - Wruck - Koch, Ribarik - Knaub - Detig. Tore: 1:0 (7.) Koch, 1:1 (11.) Pompei., 1:2 (34.) Baßler, 2:2 (36.) Gervais, 2:3 (41.) Ehl, 3:3 (38.) Nikiforuk, 4:3 (65.) Ribarik. Strafen: 4/8. Schiedsrichter: Marcus Brill, Michael Klein. Zuschauer: 1658. 
 

 

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