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Müde Falken verlieren verdient in Landshut

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Es stand zu befürchten und es traf ein. Mit ihrem Minikader gelang den Heilbronner Falken am Sonntag kein zweiter Sieg am Doppel-Wochenende gegen den EV Landshut. Mit dem 26. Penalty sicherte am Freitag Debütant Lukas Ribarik den 4:3-Sieg im Penaltyschießen. Im Eisstadion am Gutenbergweg ging den Falken am Sonntag nach einem Comeback im Mitteldrittel jedoch die Luft aus. Der Tabellenvorletzte gewann verdient mit 6:3 (1:0, 2:3, 3:0). "Bis zur 36. Minute hatten wir nicht viel zu melden", sagte Trainer Alexander Mellitzer, der die Niederlage aber nicht auf die langen Eiszeiten seiner Leistungsträger münzen wollte. 

Einfache Fehler

Im ersten Drittel waren die Falken zwar auf dem Eis, spielten aber kein Eishockey. Die Landshuter durften schalten und walten wie sie wollten. Den Falken misslangen einfachste Pässe, ein Angriffsspiel war nicht vorhanden. Allein Goalie Matthias Nemec hielt die Gäste im Spiel – und die haarsträubende Chancenverwertung des Aufsteigers. In der 14. Minute hätte Davis Koch die Falken mit der ersten Chance sogar beinahe in Führung gebracht. Doch Jaroslav Hübl war genauso auf der Höhe wie sein Gegenüber Nemec. 

Genau 61 Sekunden vor Drittel-ende fiel doch noch die überfällige Führung für die Gastgeber. Jeff Hayes verwertete in Überzahl einen Nemec-Abpraller zum 1:0.

Zu Beginn des Mitteldrittels legten die Falken los wie die Feuerwehr. Doch die Powerphase entpuppte sich als Strohfeuer. Spätestens mit der Zwei-Minuten-Strafe gegen Jan Pavlu war der Offensivdrang wieder beendet.

Die Landshuter übernahmen wieder das Kommando. Matthias Brandl schoss Nemec von hinterm Tor an, die Scheibe prallte zum 2:0 ins Netz (28.). Einen Konter spielten Landshuts Topstürmer Robbie Czarnik und Mathieu Pompei perfekt zum 3:0 zu Ende (33.). "Wir haben heute gegen einen sehr starken Gegner Dominanz ausgestrahlt", lobte Landshuts Coach Axel Kammerer sein Team.

Doch aus dem Nichts kamen die Falken plötzlich zurück. Mit einem platzierten Schuss gelang Ian Brady nur 92 Sekunden nach dem dritten Gegentor das 1:3. Und es kam noch besser: Michael Knaub mit seinem zweiten Saisontor und nur 26 Sekunden später Alex Nikiforuk sorgten mit einem Doppelschlag für den 3:3-Ausgleich. "Es spricht für den Charakter des Teams, zurückgekommen zu sein", sagte Mellitzer.

Zu Beginn des Schlussdrittels waren die Falken auch am Drücker. Doch gerade in Überzahl fehlte die sonst übliche Torgefahr. So ging Landshut wieder in Führung. Ähnlich wie beim 1:0 ließ Nemec einen Schuss abprallen, Pompei stand richtig und traf zum 4:3 (45.).

Zu früh abgepfiffen

Fünf Minuten später verhinderten die Schiedsrichter das 5:3. Ein Schuss von Kevin Wehrs rutschte Nemec aus der Fanghand und die Scheibe kullerte ins Tor. Doch Dominic Erdle hatte bereits abgepfiffen und auf Bully entschieden, weil er dachte, Nemec habe die Scheibe gesichert. 

Das 5:3 war aber nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Mit einem fulminanten Alleingang war Max Hofbauer erfolgreich – und der Treffer zählte auch. In der vorletzten Minute traf Brandl per Empty-Net-Goal noch zum 6:3-Endstand. "Viele kleine Fehler haben uns heute das Genick gebrochen", sagte Mellitzer.

Tor: Nemec, Schickedanz. Abwehr: Brady - Götz, Maschmeyer - Pavlu, Maginot - Mapes. Wirth - Möller. Angriff: Nikiforuk - Damon - Miller, Gervais - Wruck - Koch, Ribarik - Knaub - Detig. 
Tore: 1:0 (19.) Hayes, 2:0 (28.) Brandl, 3:0 (33.) Pompei, 3:1 (34.) Brady, 3:2 (39.) Knaub, 3:3 (40.) Nikiforuk, 4:3 (45.) Pompei, 5:3 (53.) Hofbauer, 6:3 (59.) Brandl. 
Strafminuten: 10/10. 
Schiedsrichter: Dominic Erdle, Christian Oswald 
Zuschauer: 2432. 

 

 

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