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Die Jungadler-Falken

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Eine Pause. Nach ihrem Duell in Landshut am Sonntag waren die Heilbronner Falken gezeichnet. Platt. Der personelle Aderlass hatte Spuren hinterlassen. Eine Pause dringender denn je. Zumal wenig Aussicht auf Besserung bestand: Von den Verletzten würde so schnell keiner zurückkehren, zwei von drei Spielern bleiben bei der U 20, zwei weitere in Mannheim. Und der Spielplan kennt keine Gnade: In den Tagen vor, an und nach Weihnachten drückt die DEL2 traditionell aufs Tempo – bis zum 5. Januar stehen sieben Spiele auf dem Falken-Plan. Sieben in 17 Tagen

Eine konditionelle Herkules-Aufgabe. Im Speziellen für die dezimierten Falken, die im Doppel-Duell mit Aufsteiger Landshut am Wochenende ihre Reihen schon mit zwei Jungadlern von ihrem Kooperationspartner aus Mannheim auffüllen mussten, um wenigstens drei Sturmreihen aufs Eis zu bringen. Der Trend setzt sich am Wochenende in den Spielen am Freitag um 20 Uhr zu Hause gegen Freiburg und Sonntag um 16 Uhr in Bad Tölz fort. Wohl und Wehe einer Kooperation.

Vier Reihen

Während Samuel Soramies und Pierre Preto in Mannheim bei den Adlern bleiben, waren diese Woche neben Tim Dettig, Lukas Ribarik sowie Jan-Luca Schuhmacher mit Denis Majewski und Pretos jüngerem Bruder Philipp zwei weitere Jungadler in Heilbronn im Training. Das bringt Entspannung, zumal unverhofft auch Tobias Möller zurückkehrte. Der 19-Jährige hat es nicht in den WM-Kader der U20 geschafft, stand bereits in Landshut wieder für die Falken auf dem Eis. Enttäuscht, klar. "Es bringt aber nichts, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken", gab er sich wieder kämpferisch. 

Sein Fokus richtet sich jetzt eben wieder ganz auf Heilbronn, dass am Wochenende mit der Jungadler-Hilfe auf vier Sturmreihen setzen kann. Ein Riesen-Unterschied für Trainer Alexander Mellitzer. "Du kannst mit vier Reihen schon ganz anders trainieren, alles geht viel flüssiger, ohne große Pause." Und spielen erst.

Vor allem das Forechecking, eine der größten Waffen im Falkenspiel, hatte spürbar unter der Personalnot gelitten. "Wir hatten einfach zu viele Löcher drin", sagte Mellitzer. Daran habe er die Woche mit seinem Team gesondert gearbeitet. Zwar könnten die Jungadler die vielen Ausfälle naturgemäß nicht ersetzen. "Ein Qualitätsverlust ist da, keine Frage." Aber der Trainer vertraut den Burschen, gibt ihnen einen klaren Plan.

Dettig, Ribarik und Majewski, die gemeinsam in einer U19-Reihe stürmen, sollen in erster Linie mal Energie bringen. "Sie sollen in der Offensiv-Zone arbeiten, gut forechecken", sagt er. Das hilft auch insofern, dass sich die Eiszeiten der anderen reduzieren. "Manche haben in den zwei Spielen gegen Landshut so viel Zeit auf dem Eis verbracht wie sonst in drei Spielen", sagt Mellitzer. Ein wenig mehr Pause schadet da nicht, um die Effizienz wieder zu erhöhen. Die hatte gelitten, was sich vor allem im Auslassen bester Chancen geäußert hatte. "Wir hätten beide Spiele gewinnen können", sagt Mellitzer.

Chancentod

Der Trainer hatte sich dieser Tage Topscorer Dylan Wruck gesondert vorgenommen. "Er hat in beiden Spielen sechs dicke Chancen liegen lassen." Gerade in diesen Zeiten sind die Falken aber auf Wrucks Treffer angewiesen. Zumal die Gegner nicht leichter werden. Freiburg sitzt den Jungadler-Falken als Tabellenvierter im Nacken. "Sie haben ein gutes Powerplay, ein gutes Forechecking und sie spielen schnell." Eine ähnliche Spielweise, wie sie die Heilbronner stark gemacht hat. Offensiv habe auch Tölz viel Qualität. "Gerade zu Hause", warnt Mellitzer. 

 

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