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Drei hart erkämpfte Weihnachtspunkte

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Zu Beginn roch es nach einem Torfestival am zweiten Weihnachtstag. Am Ende wurde es ein wichtiger 5:3 (5:2, 0:1, 0:0)-Arbeitssieg der Heilbronner Falken gegen DEL 2-Schlusslicht Bayreuth. Der von den 1976 Zuschauern in der Kolbenschmidt-Arena gefeierte Held des Abends war daher passenderweise Malocher Tim Miller. Der Falken-Stürmer konnte am Ende kaum noch aufrecht laufen, als er in der 57. Minute auf die Strafbank musste. Der 32-Jährige beißt sich bereits seit Wochen mit einer Verletzung durch und bekam auch gegen die Tigers wieder einiges ab. "Der Tim ist ein Kämpfer. Solange dem kein Bein fehlt, wird er spielen", lobte Falkencoach Alexander Mellitzer seinen Stürmer. 

Premieren-Tor

Die Falken legten einen Kaltstart hin und ließen sich schon nach 47 Sekunden von den Gästen düpieren. Kevin Kunz traf für die Tigers zur frühen Führung. Es war der Auftakt zu einem vogelwilden ersten Drittel. Bereits 81 Sekunden später gelang Youngster Tim Detig mit seinem ersten DEL-2-Tor der 1:1-Ausgleich (3. Minute). "Wir haben uns nach dem Rückstand gut gefangen und viel Druck erzeugt", sagte Alexander Mellitzer. 

Die Tigers waren dagegen fortan völlig von der Rolle. Davis Koch umkurvte geschickt den überforderten Timo Herden im Tigers-Tor zum 2:1 (6.). Selbst in eigener Überzahl bekamen die Gäste keine Kufe aufs Eis, Dylan Wruck ergatterte spielend leicht die Scheibe hinter dem Tor von einem Bayreuther Verteidiger und bediente Bryce Gervais zum 3:1 (8.). In der Folge vergaben Koch und Gervais noch zwei Penaltyshots (10./13.), ehe Brock Maschmeyer in Überzahl mit einem Schuss von der blauen Linie das 4:1 nachlegte (14.).

Auf das unglückliche 2:4 durch Sebastian Busch (16.) reagierten die Falken prompt. Gervais staubte einen Abpraller von der Bande zum 5:2 ab (20.).

Sechstes Tor verpasst

Ins zweite Drittel durften die Falken mit einer vierminütigen Überzahl gehen. Gegen Ivan Kolozvary hatten die Unparteiischen vor Ablauf der ersten 20 Minuten eine Strafe angezeigt, die der Stürmer offenbar nicht wahrhaben wollte und wegen Meckerns zwei plus zwei Minuten erhielt. Doch die 240 Sekunden ließen die Falken ungenutzt, um den Deckel auf die Partie zu packen. Schüsse, die in den ersten 20 Minuten unweigerlich im Tor landeten, gingen nun knapp vorbei. In der Folge war es besonders die letzte verbliebene etatmäßige Sturmreihe um Wruck, Gervais und Koch, die Druck erzeugte und Chancen kreierte. Doch der Tor-Flow war weg. 

Stattdessen witterten die Gäste wieder Morgenluft. Besonders nach dem 3:5 durch Simon Karlsson (34.). Dem Treffer war ein Puckverlust von Wruck vorausgegangen, und ein nachlässiges Rückzugsverhalten hatte sein Übrigens getan. Es drohte sogar noch mehr Ungemach. In der 36. Minute erhielten Ian Brady und Denis Majewski gleichzeitig Strafen. Dank einiger bärenstarker Paraden von Schlussmann Matthias Nemec hielten die Heilbronner Falken ihren Kasten in doppelter Unterzahl aber sauber.

Wer nun einen Sturmlauf der Gäste im Schlussdrittel erwartet hatte, sah sich getäuscht. Die Gastgeber bestimmten das Geschehen, hatten ihr Pulver aber bereits komplett in den ersten 20 Minuten verschossen. Dem Tabellenschlusslicht fehlten letztlich einfach die Mittel, die Partie noch zu drehen.

Tor: Nemec, Schickedanz; Abwehr: Götz - Brady, Maschmeyer - Pavlu, Maginot - Mapes, Möller - Wirth. Angriff: Majewski - Damon - Miller, Gervais - Wruck - Koch, Ribarik - Knaub - Detig. 
Tore: 0:1 (1.) Kunz, 1:1 (3.) Detig, 2:1 (6.) Koch, 3:1 (8.) Gervais, 4:1 (14.) Maschmeyer, 4:2 (16.) Busch, 5:2 (20.) Gervais, 5:3 (34.) Karlsson. 
Schiedsrichter: Tony Engelmann, Florian Fauerbach. 
Strafminuten: 16/12. 
Zuschauer: 1976. 

 

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