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Falken drehen 0:2-Rückstand zum Sieg

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In einem DEL-2-Spiel, in dem die Punkte den Falken wahrlich nicht entgegen schwammen, hat das Team demonstriert, warum es auch zum Jahresende ganz weit oben in der Tabelle zu finden ist. Bei den vor Saisonbeginn als Topfavoriten gehandelten Löwen Frankfurt gelang den weiterhin dezimierten Heilbronnern am Montag ein 4:3 (0:2, 1:0, 2:1)-Sieg in der Verlängerung. 

Kevin Maginot sicherte in der 63. Minute den zweiten Punkt, dabei hatten den Falken sogar nur zwölf Sekunden gefehlt, um sogar deren drei aus der Frankfurter Eissporthalle mitzunehmen. "Das war heute eine Charaktersieg", sagte Trainer Alexander Mellitzer.

Knüppeldick

Teil zwei der Heilbronner Hessen-Trilogie begann jedoch bitter. Eine Sechsfach-Chance der Löwen und einen Alleingang vom letztjährigen Falken-Topscorer Roope Ranta konnte Matthias Nemec in der fünften Minute noch entschärfen. Doch dann kam es knüppeldick, um nicht zu sagen knaubeldick. Iron Mike checkte den strauchelnden Darren Mieszkowski Kopf voran in die Bande. Das rief dessen großen Bruder Mike auf den Plan, der Michael Knaub per Crosscheck zu Boden brachte. Der war aber natürlich schnell wieder auf den Beinen, um sich zu rächen. Mit Müh und Not bekamen die Referees die Zwei-Meter-Hünen auseinander dividiert. Für Heilbronns Strafenkönig war die Partie vorzeitig beendet. "Michi wollte ihn sicher nicht verletzen, sondern nur den Check zu Ende fahren, wie er es gelernt hat", sagte Mellitzer 

Die Folge: ein erstes Gegentor im Vier gegen Vier, ein zweites in der anschließenden dreiminütigen Unterzahl. Vor dem 0:1 ließ sich Kevin Maginot leichtfertig von Adam Mitchell die Scheibe klauen, Stephen MacAulay überwand Nemec (7. Minute). Das Powerplay der Frankfurter war zwar null konstruktiv, doch mit einer Einzelaktion gelang Maximilian Faber doch das 2:0 (10.). Ohne den einmal mehr unerhört starken Nemec im Kasten hätte dieses erste Drittel ganz bitter werden können für die Falken. "Matthias hat uns im Spiel gehalten", sagte Mellitzer. Bei der besten Falken-Chance stand Kapitän Derek Damon der Pfosten im Weg (18.).

Die Drittelpause tat den Gästen gut, um sich neu zu sortieren. Kapitän Damon ergatterte in der 27. Minute die Scheibe im gegnerischen Drittel, schoß Richtung Tor und Tim Miller staubte zum 1:2 ab (27.).
Die Falken waren jetzt am Drücker. Doch trotz immensen Drucks und gekonnt herausgespielter Chancen gelang im Mitteldrittel kein zweites Tor. Doch die Falken hatten auch im Schlussdrittel klar Oberwasser. Per Abpraller aus der Luft glich Eero Savilhati zum 2:2 aus (46.). Das erste DEL-2-Tor für den Finnen in seinem zweiten Spiel. Und es kam noch besser für die immer souveräner werdenden Falken. Davis Koch staubte zur 3:2-Führung ab (54.). "Wir waren heute vor dem Tor sehr präsent, haben alle Treffer aus dem Slot erzielt", lobte Mellitzer.

Pfostentreffer

Den Löwen fiel wenig bis nichts ein. 90 Sekunden vor dem Ende nahmen sie den Goalie vom Eis. Bryce Gervais traf statt des leeren Tores nur den Pfosten. So bekamen die Frankfurter nochmal die Chance und MacAulay traf im Nachschuss zum mehr als glücklichen 3:3-Ausgleich. In der Verlängerung krönte dann der starke Maginot seine Leistung mit dem Siegtreffer. 

Tor: Nemec, Schickedanz; Abwehr: Brady - Götz, Maschmeyer - Pavlu, Maginot - Mapes, Wirth; Angriff: Savilahti - Damon - Miller, Gervais - Wruck - Koch, Detig - Knaub - Ribarik, Möller, Majewski. 
Tore: 1:0 (7.) MacAulay, 2:0 (10.) Faber, 2:1 (27.) Miller, 2:2 (46.) Savilahti, 2:3 (54.) Koch, 3:3 (60.) MacAulay, 3:4 (63.) Maginot 
Strafminuten: 20/45 
Schiedsrichter: Sven Fischer, Patrick Gogulla 
Zuschauer: 5535 

 

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