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Auf der Erfolgswelle

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Es war der perfekte Start in das Sportjahr und die beste Motivation für die weiteren Aufgaben der Saison 2019. Das Männerteam der Neckarsulmer Sport-Union wurde am Wochenende in Essen im Rahmen der 1. Bundesliga deutscher Vizemeister, während die Frauen in Mainz die 2. Liga dominierten und mit Zweitliga-Punkterekord den Aufstieg bejubelten.

Zeitweise in Führung

"Diese Resultate haben für uns einen hohen Stellenwert, zeigen sie doch, dass wir nicht nur in der Spitze, sondern auch in der Breite top aufgestellt sind“, hebt NSU-Trainer Christian Hirschmann hervor.
"Wir sind sehr zufrieden“, erzählt Hirschmann, dass der Thron von Titelverteidiger SV Würzburg 05 gehörig ins Wanken gebracht wurde. "Wir lagen zeitweise sogar in Führung. Es war über zwei Tage ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Noch im letzten Rennen hatten wir Titelchancen.“ Doch am Ende hatte der SVW 05, der zum dritten Mal in Folge deutscher Meister bei den Männern und Frauen wurde, die Nase noch knapp vorne.

Insgesamt stehen in der 1. Bundesliga 13 Einzelstrecken in sämtlicher Stilarten auf dem Programm, die jeweils drei Mal absolviert werden müssen. Die erreichten Zeiten werden in Punkte umgerechnet. Würzburg kam in der Gesamt-Addition auf 29.050 Zähler, Neckarsulm hatte lediglich deren 106 weniger, bei 28.944 Punkten aber 381 mehr als die drittplatzierte SG Frankfurt.

Ohne Mühlleitner

Bei diesem Teamwettkampf ist es üblich, dass sich die Vereine mit Athleten aus dem Ausland verstärken. Auch die Unterländer gingen notgedrungen diesen Weg, da unter anderem Leistungsträger Henning Mühlleitner verletzt fehlte. Neckarsulm setzte mit Raphael Stacchiotti (Luxemburg), Kregor Zirk (Lettland) und Sergei Frolov (Ukraine) drei Schwimmer ein, die mit der Sport-Union bei umfangreicheren Trainingsmaßnahmen kooperieren.

Ein wenig haderte Christian Hirschmann mit dem Fehlen des EM-Medaillengewinners (Staffel-Gold, Einzel-Bronze) Mühlleitner. "Mit Henning wären wir deutscher Meister geworden.“ Die Punkte, die der 21-Jährige auf den Freistilstrecken 400 und 1500 Meter sowie 400 Meter Lagen mehr erschwommen hätte als seine Vertreter, sie wären ausreichend gewesen, um Würzburg zu stürzen.

Motivierendes Ziel

Das Frauenteam bestritt in der 2. Bundesliga zwei Mal 13 Rennen und dominierte die Veranstaltung von Beginn an. "Es war schnell klar, dass wir aufsteigen werden“, erzählt Trainer Hannes Vitense. "Der Fokus lag dann darauf, den von Leipzig im Vorjahr aufgestellten Zweitliga-Rekord zu knacken.“ Diese Eigen-Motivation half. Am Samstagabend standen für die NSU-Grazien 18.577 Punkte auf der Anzeigetafel. Dis bisherige Bestmarke der SSG Leipzig aus 2018 (18.159) war damit klar überboten worden. Es fällt schwer, von 26 Rennen der 2. Liga auf die 36 Rennen der 1. Bundesliga hochzurechnen, doch Vitense ist sich sicher: "Wir wären auch dort mit vorne dabei gewesen.“

"Es ist die einzige Veranstaltung dieser Art pro Saison“, bedauert Christian Hirschmann. "Dieser Wettbewerb hat einen ganz besonderen Charakter und sollte ausgebaut werden. Die Stimmung und der Teamspirit sind einmalig. Wer nicht beim Ausschwimmen ist, der steht am Beckenrand und feuert den Mannschaftskameraden an, der gerade im Wasser ist.“

Bestleistung gebracht

Auch unterhalb der Ligen eins und zwei waren Neckarsulmer Teams aktiv. Die Frauen II verpassten in Bad Cannstatt den Aufstieg in die Württembergliga als Drittplatzierte (12.192 Punkte) hinter dem VfL Waiblingen (12.348) und Gastgeber SV Cannstatt (12.892).

"Das Teilnehmerfeld war in der Spitze besser besetzt als eine Liga höher, von daher sind wir dennoch zufrieden“, sagt Trainerin Mattika Hirschmann. "Bei uns haben alle ihre Bestleistung gebracht.“ Das Männerteam II schaffte im Ulmer Sportbad in der Württembergliga den Klassenerhalt, wurde mit 11.554 Punkten Sechster unter zehn Vereinen. Der Nachwuchs überzeugt bei seinen Wettkämpfen, die nur auf Landesebene ausgetragen werden. Die Jungs wurden Dritter, die Mädchen landeten im Mittelfeld.

Frauen und Männer

Männer I: Daniel Pinneker, Aleksi Schmid, Benedikt Sell, Fabian Schwingenschlögl, Max Ziemann, Raphael Stacchiotti, Kregor Zirk, Sergei Frolov.

Frauen I: Marlene Hüther, Annika Bruhn, Nadine Laemmler, Celine Rieder, Bente Fischer, Bettina Merkle, Soraya Ebrahimi, Leonie Richter.

Männer II: Nikolaos Adamidis, Pobin Kilian, Kai Kilian, Konstantin Sell, Julian Fischer, Luca Dengel, Sidney Krause. Trainer: Jan Jünemann, Stefan Sell.

Frauen II: Lilly Schnoor, Alexandra Ivanova, Lea Jauchstetter, Carina Pilling, Stacey Wassel, Mattika Hirschmann (Trainerin), Marielle Bouchti, Tabea Herzberg.

Der Nachwuchs

Jungen: Henry Taglialatela, Maurice Krüger, Leonard Stach, Robyn Kloos, Niklas Jargon, Timo Nolte, Nils Pilling.

Mädchen I: Fro Krause, Nicole Kreider, Julia Hirsch, Charlotte Herzberg, Pelin Yilmaz, Sia Speer, Ida Vocker, Ida Schwarz. Mädchen II: Laura Bauer, Laura Przibilla, Jenna Koch, Tessa Burger, Enya Braun, Fonti Raftopoulou, Leni Kirchhoff.

 

 

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