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Riesenjubel bei den Red Devils

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Ja! Es ist geschafft! Die Red Devils Heilbronn haben die Finalkämpfe um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft am 19. und 26. Januar erreicht. Nach dem 15:10-Erfolg in der Neckargartacher Römerhalle setzten sich die Athleten der Ringer-Abteilung des SV Heilbronn am Leinbach am Samstagabend auch im zweiten Halbfinale beim  ASV Mainz  durch. Der Jubel nach dem hoch verdienten 16:13-Erfolg war riesengroß. Gegner in den beiden Endkämpfen ist am Samstag in der Römerhalle und eine Woche später in Bayern Titelverteidiger Wacker Burghausen.

Das Ziel im Blick

"Ich bin mehr als zufrieden. Heute wurde alles abgerufen, was man braucht, um so eine Halbfinale auswärts zu gewinnen“, strahlte der Heilbronner Ringer-Boss Jens Petzold über das ganze Gesicht. "Die Jungs haben taktisch mit Bedacht gerungen und sind kein allzu hohes Risiko eingegangen.“ Nun lebt der Traum vom deutschen Titel. "Die Mannschaft hat überzeugt, war auf den Punkt so konzentriert, um das große Ziel Finale nicht aus den Augen zu verlieren“, ist Petzold stolz auf seine Jungs.

"Alles im grünen Bereich. In der Aufstellung der Mainzer gibt es keine Überraschung. Es ist so, wie wir kalkuliert hatten“, kam Co-Trainer Marcus Mackamul vom offiziellen Wiegen mit einer gesunden Portion Zuversicht zurück.

Wie erwartet

Die Zuversicht wurde auch durch einen zwischenzeitlichen 1:9-Rückstand nicht getrübt. Nachwuchsmann Konstantin Schmidt wurde auf die Schultern gelegt. Der Olympia-Fünfte Eduard Popp musste im Schwergewicht im ungeliebten Freistil antreten und verlor nach Punkten 1:4. Zwei Niederlagen, die eingeplant waren.

In einem Kampf auf Augenhöhe holte Levan Metrevelli Vartanov mit 4:3 den ersten Punkt für die Red Devils. Bogdan Eismont gab gegen den Ex-Heilbronner Etka Sever drei Mannschaftpunkte ab zum 1:9. Abdolmohammad Papi verkürzte zur Pause auf 4:9. "Wir sind voll im Plan“, sagte Mackamul.

Drei Punkte lieferte auch der WM-Dritte Taimuraz Friev zum Auftakt des zweiten Kampfabschnitts. George Bucur sorgte für den Ausgleich zum 9:9. Pascal Eisele legte Yasin Yeter nach 39 Sekunden auf die Schultern. Die Red Devils führten erstmals. Mit dem 13:9 war letztlich der Finaleinzug perfekt. Weltmeister Frank Stäbler baute den Vorsprung auf 16:9 aus. Im letzten Duell unterlag Oleg Motsalin 0:15 zum 16:13 aus Unterländer Sicht.

Doch da hatten die Heilbronner Zuschauer schon längst mit der Siegesfeier und lauten "Finale-Finale“-Gesängen begonnen. Die Red Devils jubelten auf der Matte, hüpften und tanzten wild durcheinander, ließen sich von ihren mehr als 100 mitgereisten Fans in der mit 1472 Zuschauern vollbesetzten Halle feiern. Emotionen pur nach einem nervenaufreibenden Abend.

50. Sieg in Serie

Stressiger als sein Duell gegen Ruhullah Gürler wurde für Stäbler der anschließende Rummel. Der dreimalige Weltmeister stand einmal mehr im Fokus der jungen Ringerfans, gab länger als eine halbe Stunde Autogramme und stand geduldig für Selfies zur Verfügung. "Das ist Stress, aber ein schöner“, sagte Stäbler, der in Mainz seinen nachweislich 50. Sieg in Serie in der Bundesliga wie auf internationaler Ebene feierte.

"Da ich selbst nicht sicher bin, ob es jetzt 48, 49 oder 50 sind, ist es nicht so wichtig“, sagte Stäbler. „Ich weiß nicht, ob es das schon mal gab. Und wenn, ist das schon ganz lange her. Von daher ist es eine tolle Sache.“ Seinen eigenen Erfolg stellte der 29-Jährige aber in den Hintergrund. "Ganz wichtig und elementar war aber das Heute. Man liegt plötzlich 1:9 hinten. Da liegen die Nerven ganz schön blank. Aber wir haben es geschafft. Das ist ein Stück Geschichte, die es so noch nicht gab. Ich denke, ganz Heilbronn steht jetzt Kopf. Die Römerhalle wird am Samstag aus allen Nähten platzen.“

In Feierlaune

Für die Verantwortlichen der Red Devils begannen derweil schon vor Ort die ersten Planungen für die Finalkämpfe. Dennoch blieb natürlich die Zeit, den ersten Finaleinzug der Vereinshistorie gebührend zu feiern. "Das gibt eine feucht-fröhliche Heimfahrt“, sagte Jen Petzold und grinste. "Zumindest für die, die es sich erlauben können. Aber auch die Athleten dürfen ein Gläschen mehr trinken.“

57 Kg GR: Cihat Liman - Konstantin Schmidt SS (4:0), 61 Kg FS: Illir Sefai - Levan Metrevelli Vartanov 3:4 (0:1), 66 Kg GR: Dawid Ersetic - Abdolmohammad Papi 3:14 (0:3), 71 Kg FS: Tim Müller - George Bucur 4:8 (0:2), 75 A Kg GR: Ruhullah Gürler - Frank Stäbler 1:12 (0:3), 75 B Kg FS: Timur Bizhoev - Oleg Motsalin TÜ 15:0 (4:0), 80 Kg GR: Yasin Yeter - Pascal Eisele SS (0:4), 86 Kg FS: Johannes Demel - Taimuraz Friev 0:11 (0:3), 98 Kg GR: Etka Sever - Bogdan Eismont 11:1 (3:0), 30 Kg FS: Wladimir Remel - Eduard Popp 4:1 (2:0).

 

 

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