Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Das Karate-Quartett

Übersicht

Ein Ittlinger Teenager-Quartett, das für den Karate-Club Eppingen an den Start geht, mischt derzeit die Karate-Szene auf. Quentin, Cedric, Collin und Lennox Schenk sammeln Erfolge wie andere Briefmarken. Gerade erst kamen Quentin und Cedric mit dem siebten und fünften Platz von den Deutschen U21-Meisterschaften zurück. 

Vier Brüder

Was für die Stadt Liverpool die Fab Four der Musikgeschichte, das sind für den Karate-Club Eppingen die Fab Four aus Ittlingen. So wie es John Lennon, Paul McCartney, Ringo Starr und George Harrison in der Popmusik ganz nach oben geschafft haben, so möchte das Ittlinger Quartett die Karate-Szene rocken. Der Unterschied zu den musikalischen Pilzköpfen: Die vier Schenks sind alle Brüder.

Dass es nach ganz oben ein weiter Weg ist, wissen Quentin und Cedric genau. 17 und 15 Jahre sind die Brüder alt und waren gemeinsam bei den Deutschen Meisterschaften. Damit haben sie sich den ersten großen Traum ihrer noch jungen Sportlerkarriere erfüllt. Ein erster Schritt, denn: "Mein Ziel ist es, einmal Deutscher Meister zu werden“, erzählt Quentin der Kraichgau Stimme. 

Erst vor vier Jahren begann er, damals gemeinsam mit Bruder Cedric, mit Karate. Die beiden älteren sind somit Spätzünder: "Meine beiden jüngeren Brüder waren schon länger dabei, danach hat Cedric mit Karate angefangen“, erinnert sich Quentin, der Älteste der vier. "Wir mussten dich zum Probetraining überreden“, weiß Cedric noch, der am gleichen Tag Geburtstag hat wie der vier Jahre jüngere Lennox. "Erst nach dem zweiten Probetraining hast du dich entschieden.“

Auf demselben Stand

Vorher spielte der Teenager Fußball. Den Vorsprung seiner drei Brüder holte Quentin schnell auf. "Ich hatte den Ehrgeiz, die gleichen Prüfungen wie meine Brüder zu haben.“ Zweimal im Jahr sind Gürtelprüfungen möglich, immer vor den Sommer- und Winterferien. Inzwischen haben die Brüder alle die gleiche Gürtelfarbe, sind auf dem gleichen Stand. Sie tragen braune Gürtel.

"Anfangs wollte ich nicht bei Turnieren an den Start gehen, sondern nur immer für den nächsthöheren Gürtel trainieren“, gibt Quentin zu. Doch irgendwann kam er auf den Geschmack und entschied sich, an Kata-Turnieren teilzunehmen. "Ich hatte damals keine Lust, mich in Kumite verprügeln zu lassen“, erinnert er sich. Die Sportart unterteilt sich in zwei Disziplinen: Kumite, das Quentin und Cedric ausüben, ist ein Freikampf, bei dem ein Gegner mit auf der Matte steht. Dagegen ist Kata ein Kampf gegen einen imaginären Gegner, eine Choreografie. In dieser Disziplin feierte auch Cedric seine ersten Erfolge. "Mittlerweile mache ich aber nur noch Kumite“ – und das erfolgreich, wie der fünfte Platz in Erfurt beweist. 

Training in der Garage

Mit dem Virus Karate infiziert wurde die Familie durch Collin und Lennox, die die Sportart vor sechs Jahren für sich entdeckt haben. "Wir wollten schnell vorankommen und strengten uns an“, erzählt Lennox. So absolvierten sie zügig ihre Gürtelprüfungen. Als sie den gelben Gürtel erreichten, ging es los mit Wettkämpfen.

Inzwischen konnten die beiden zahlreiche Trophäen ergattern. Bei den Deutschen Meisterschaften kam Collin unter die besten 16, Lennox wurde im vergangenen Jahr Landesmeister (Baden-Württemberg) im Kumite. Dass alle vier dem gleichen Sport nachgehen, gefällt ihnen. "Bei den Turnieren sind wir immer alle unterwegs und unterstützen uns gegenseitig“, erklärt Collin. Cedric ergänzt: „Da wir immer alle zusammen zu den Turnieren fahren, haben wir als Familie auch noch viel Zeit miteinander.“ 

Für Trainer Deniz Kizilkaya kommt der Erfolg nicht von ungefähr. Er weiß, dass die Brüder auch in den Ferien hart trainieren. "Die Familie hat ihre Garage ausgebaut, damit die Jungs auch außerhalb der Trainingszeiten trainieren können.“

 

 

Galerien

Regionale Events

Mallorca-Party

Am 17. August steigt die Mallorca-Party beim TTC Zaisenhausen.