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Titelverteidiger in Waldenburg

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Unter der Dusche im Sportlerheim der TSG Waldenburg wurde hinterher gewitzelt: "Da haben wir während des Rennens aber mehr Wasser abbekommen, als hier aus der Leitung kommt.“ In der Tat war der 30. Ziehl-Abegg-Triathlon von Wetterkapriolen geprägt. Einer ließ sich vom zwischenzeitlichen Wolkenbruch mit Starkregen jedoch nullkommanull beeindrucken: Moritz Bickel

Spannender Wettkampf

Der Eberstädter, der für die Neckarsulmer Sport-Union startet, verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr eindrucksvoll. Trotz der schwierigen Wetterverhältnisse blieb Bickel mit 59:13 Minuten für die 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen erstmals unter einer Stunde. "Der Regen war eigentlich ganz erfrischend kurz bevor es auf die Laufstrecke ging“, sagte der 24-Jährige hinterher. "Auch sonst lief der Wettkampf nahezu perfekt.“

Die Favoriten kamen schon als erste aus dem Neumühlsee. Auf der Radstrecke trennte sich dann die Spreu vom Weizen. Der starke Radfahrer Louis Wolf aus Untermünkheim (am Ende Dritter) holte das Spitzenquintett schnell ein und setzte sich an die Spitze. "Das hatte ich erwartet und habe mich drangehängt“, gab Bickel Einblick in seine Renntaktik. Dadurch ging er mit eine knappen Minute Vorsprung auf seinen ärgsten Widersacher Raphael Junghans vom Tri-Team Heuchelberg auf die Laufstrecke. "Den habe ich dann bis ins Ziel verteidigt“, sagte Bickel glücklich.

Falsch abgebogen

Alles andere als glücklich waren zwei andere Mitfavoriten. Unter den Top fünf nach dem Radfahren liegend bogen Hannes Erath (Tri-Team Heuchelberg) und Philipp Schroth (Ziehl-Abegg SE) bei Kilometer drei falsch ab. "Wir sind bestimmt noch einen Kilometer gelaufen und kamen dann an eine Straße. Da war klar, dass was nicht stimmt“, berichtete Erath hinterher. Unverrichteter Dinge kehrte das Duo wieder um. "Sowas ist mir noch nie passiert und gerade fällt es mir echt schwer, das mit Humor zu nehmen“, ärgerte sich der 17-Jährige über seinen 41. Platz im Endklassement.

Organisatorin Karin Bach konnte den Fauxpas nicht wirklich nachvollziehen: "Die Strecken sind von Triathleten markiert worden. Die malen immer lieber einen Pfeil mehr als einen zu wenig.“ Sieger Bickel litt mit den Konkurrenten. "Ich bin hier selbst vor drei Jahren mit dem Rad falsch abgebogen und habe mich damit um einen Podestplatz gebracht. Damit so etwas nicht wieder passiert, bin ich die Radstrecke vorher nochmal abgefahren.“ 

Positives Fazit

Bei den Frauen kam erwartungsgemäß Alexandra Göcken als erste ins Ziel. Die Neckarsulmerin verwies Celia Kuch hauchdünn auf Rang zwei. Bedauerlicherweise erschienen die beiden Siegerinnen nicht mehr zur Siegerehrung.

Nichtsdestotrotz zog Organisatorin Karin Bach ein rundweg positives Fazit: "Wir hatten keinen verletzungsbedingten Ausfall.“ 

220 Einzelstarter und 51 Staffeln erreichten wohlauf das Ziel. Der Schnellste von allen schwang sich nach der Siegerehrung gleich wieder aufs Rad. "Ich fahre jetzt gemütlich heim nach Eberstadt“, sagte Bickel. Entspannte 30 Kilometer.

 

 

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