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Eppinger Sprungmeeting

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"Die Alina ist hart im Nehmen“, kündigt der Eppinger Leichtathletiktrainer Martin Löwer Alina Heinzmanns vierten Sprungversuch beim 23. Eppinger Sprungmeeting an.

Zielstrebigkeit

Trotz einer Innenbandzerrung und Stauchung am linken Bein springt die 17-Jährige nicht nur alle sechs Versuche beim Dreisprung-Wettbewerb, sondern toppt auch ihre persönliche Bestleistung von 12,05 Meter um neun Zentimeter. Es ist zwar schon knapp vier Wochen her, dass Heinzmann sich die Verletzung zugezogen hat, aber: "Ich habe weitertrainiert, dann geht das nicht so schnell weg“. 

An Ehrgeiz fehlt es der Athletin nicht. Erst seit zwei Jahren betreibt sie Leichtathletik. Ihre Ziele sind klar: "Ich trainiere nicht, um nicht hoch hinaus zu kommen. Ich will das Höchste erreichen, das möglich ist.“ Deshalb steht sie fünf mal die Woche auf dem Sportplatz oder in der Halle und trainiert. Eine Sportlerkarriere wäre ihr Traum. "Für mich würde Sport keinen Sinn machen, wenn man nicht das Ziel hätte, etwas zu erreichen“, stellt Heinzmann klar.

Hoffen auf Genesung

Ihr Trainer Peter Bergdolt ist begeistert: "Das ist eine Bombenleistung.“ Auch weil die Beiden im Vorfeld auf Grund der Verletzung nur den Sprint trainiert haben, nicht den Sprung an sich. Er hofft, Alina wird bei der deutschen Meisterschaft mit ums Treppchen springen. Allerdings wird sie dazu mindestens eine Weite von 12,20 bis 12,30 Meter brauchen.

Das Problem dabei ist ihre Verletzung: "Wenn Alina sich im Training weiter schonen muss, kann es sein, dass der gute Trainingszustand, von dem sie momentan noch zehrt, abnimmt“, sagt Bergdolt. Der Fuß muss wieder gut werden, das ist die Grundvoraussetzung. Mit ihrer Weite von 12,14 Metern erreicht Heinzmann den zweiten Platz beim Wettbewerb der Frauen U18 und U20. Fehintola Oladejo von der MTG Mannheim belegt mit einer Weite von 12,24 Metern den ersten Rang. "Mit diesem Ergebnis ist sie Zweite in der deutschen U18- Bestenliste“, sagt Martin Löwer. 

Bei den Männern steht der Österreicher Philipp Kronsteiner mit einer Weite von 15,97 Metern ganz oben auf dem Treppchen. Den zweiten Platz mit 15,35 Metern erreicht Felix Mairhofer. Mit dieser Leistung hat sich der Eppinger für die deutsche Meisterschaft am 3. und 4. August in Berlin qualifiziert.

Wieder am Start

Er ist vor allem stolz darauf, die deutsche Norm aus einem verkürzten Anlauf heraus geschafft zu haben. "Normalerweise hat man 45 Meter Anlauf, heute hatte ich nur 29 Meter“, sagt der 24-Jährige. Weniger Anlauf bedeutet weniger Geschwindigkeit und das wiederum bedeutet weniger Weite. Mairhofer will sich keinen Stress machen. "Die Saison ist noch jung, es bringt nichts, wenn ich mich jetzt verletze. Ich bin noch nicht soweit“, sagt der Eppinger.

Die deutsche U23-Meisterin Jessie Maduca brach mit ihrer Weite von 13,32 Metern den Stadionrekord in Eppingen und belegte den ersten Platz im Wettbewerb der Frauen und U23. Für die 23-Jährige, deren persönliche Bestleistung bei 13,95 Metern liegt, ist das natürlich nicht die Weite, die sie sich zum Saisonende wünscht. Allerdings hatte sich Maduca im Januar das linke Bein gebrochen. Ihr primäres Ziel war es, wieder Sicherheit zu bekommen. "Da war immer noch eine Mauer in meinem Kopf, den Fuß wieder voll zu belasten“, sagt Maduca. Die Mauer ist nun weg und die Sicherheit zurück. "Ich bin sehr happy und froh, hierher gekommen zu sein“, sagt Maduca. 

 

 

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