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Stillstand gibt es bei Max Hanselmann und Serafin Schefold nicht. Das wäre ein Rückschritt für den Kunstrad-2er des RV Öhringen. In der vergangenen Saison sorgte das Duo mit dem Maute-Sprung für ein Novum bei den Zweiern. Nun wollen sie für die nächste Premiere sorgen. Die beiden wollen den Sattel-Lenker-Handstand in ihre Kür einbauen. "Das ist bisher noch niemand im Wettkampf gefahren“, sagt Trainer Jürgen Wieland. Die Übung sitzt, wahrscheinlich werden sie die beiden bereits beim Auftakt der Weltcup-Serie in Prag am Samstag zum ersten Mal zeigen.

Kein Risiko

"Ansonsten haben wir ein solides Programm“, sagt Wieland. "Wir werden noch nicht alle Höchstleistungen einbauen.“ Nach der Verteidigung ihres Weltmeistertitels Ende des vergangenen Jahres war die Pause kurz. "Wir arbeiten noch an dem Programm, das wir Ende des Jahres zeigen wollen“, sagt Wieland. "Auch wenn jetzt die Weltcups losgehen, beginnt für uns die Saison im August erst so richtig“, sagt Max Hanselmann

Dann startet die German-Masters-Serie, die Qualifikation für die Weltmeisterschaft. Es ist der Beginn der Saison-Höhepunkte. In Basel wollen Schefold/Hanselmann die erneute WM-Titelverteidigung schaffen. Zuvor müssen sie sich eben über die German Masters qualifizieren, deren Abschluss die deutsche Meisterschaft bildet.

Und dann gibt es da ja noch das Weltcup-Finale beim Großen Weinpreis in Erlenbach. Auch diesen Titel wollen der Neuensteiner und der Öhringer verteidigen – auch wenn sie im Weltcup noch nicht alle ihre Karten auf den Tisch legen. "Das wäre zu viel“, sagt Wieland. "Wir wollen noch kein Risiko eingehen. Die bungen, die sie einbauen wollen, funktionieren alle. Das Problem ist, alle in die fünf Minuten des Programms reinzubekommen.“

Starke Gegner

Dafür ist im Training noch etwas Tüftlerarbeit gefragt. "Das ist ein Riesenaufwand. Ich denke, wir können die Höchstschwierigkeiten ab dem German Masters zeigen“, sagt Wieland. Dann rechnet er auch wieder mit dem Duell der in der vergangenen Saison verletzten Serien-Weltmeister  Andre und Benedikt Bugner . "Sie haben wieder angefangen zu trainieren, sind aber noch nicht ganz fit“, sagt Max Hanselmann. "Wir sind gespannt, ob sie tatsächlich nochmal fahren. Es wäre schade, wenn sie nach der Verletzung so aufhören müssten.“

Hinzu kommen Patrick Tisch und Nina Stapf (Magstadt) als drittes deutsches Paar auf Top-Niveau. Sie haben eine ähnliche Punktzahl aufgestellt wie Schefold/Hanselmann in der vergangenen Saison. "Wir wünschen uns schon den Konkurrenzkampf“, sagt Wieland. "Wir brauchen starke Gegner, dann ist auch die Entwicklung schneller.“

Titel verteidigen

Derzeit brauchen Schefold/Hanselmann aber noch niemanden, der sie anschiebt. Sie versuchen auch so voranzukommen. Allerdings haben auch Stapf/Tisch ihre Übung ausgebaut. "So wie wir früher Druck auf die Bugners ausgeübt haben, drücken nun Patrick und Nina“, sagt Wieland. Als drittes aussichtsreiches Paar gehen beim Weltcup die Schweizer Lukas Burri und Fabienne Hammerschmidt (Uzwil) ins Rennen. Sie hatten nach der WM 2018 in Lüttich überlegt aufzuhören, hängen aber noch eine Saison dran, wollen die Heim-WM in Basel am Jahresende mitnehmen.

"Gemütlich können wir da nicht fahren“, sagt Wieland. "Denn wir wollen den Titel schon verteidigen. So sympathisch uns Patrick und Nina sind, wollen wir keinen Titel abgeben.“

Kein Leistungsabfall

Dass er seine Schützlinge nicht mehr ständig sieht, weil sie aus beruflichen Gründen und zum Studieren meist in der Pfalz trainieren, sei kein Problem. "Es funktioniert. Beide sind selbstständig und abgeklärt. Die ziehen ihr Ding durch, wie es besprochen ist. Es gibt dadurch keinen Leistungsabfall“, sagt Wieland. Zumal die Motivation weiter da ist. Stillstand gibt es bei Schefold/Hanselmann nicht.

 

 

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