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Alles oder Nichts

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Am Freitagabend lautete der Tenor in den Katakomben der Kolbenschmidt-Arena noch: Bloß kein drittes Spiel gegen Dresden. Mit den Worten: "Ich will keinen von euch am Dienstag sehen“, verabschiedete sich etwa Hallensprecher Steffen Schnizer nach dem 8:5-Sieg im ersten Pre-Playoffspiel. Durch die 3:4-Niederlage am Sonntag in Dresden kommt es aber jetzt am Dienstagabend (20 Uhr) zum ungewollten Alles-oder-Nichts-Spiel in Heilbronn

Sieg als Ziel

Der Sieger zieht in die am Freitag beginnende Viertelfinal-Playoffserie ein. Für den Verlierer ist die DEL-2-Saison 2018/19 beendet. "Das wäre sehr bitter“, sagte Falken-Manager Atilla Eren schon vor Beginn der Best-of-Three-Serie gegen die Eislöwen. "Daran darf man gar nicht denken. Wir spielen, um zu gewinnen, nicht um eine Niederlage zu vermeiden.

So ein Spiel muss man genießen, das sind die Playoffs“, sagt Trainer Alexander Mellitzer. Der Österreicher wird seine Reihen ein wenig umformieren, will mehr Struktur im Spiel fünf gegen fünf. "Wir müssen die Scheibe mehr tief spielen und dürfen sie nicht so leicht verlieren.“

Schlechte Karten

Um 1.30 Uhr am Montagmorgen war das Team aus Dresden zurückgekommen. Am Mittag ging es eine gute halbe Stunde aufs Eis. Am Dienstagmorgen trifft sich die Mannschaft, "um die Körper ein bisschen zu aktivieren“, wie Mellitzer sagt. "Ich hoffe, dass wir am Abend eine volle Halle haben werden. Wir setzen auf die Unterstützung unserer Fans.“ Die personelle Situation ist unverändert. 

Die Bilanz in Do-or-Die-Spielen spricht allerdings eher für die Eislöwen. Die Sachsen haben in der Saison 14/15 sogar schon mal ein drittes Pre-Playoffspiel auswärts gewonnen. Mit 4:1 siegten die Dresdner am 10. März 2015 beim SC Riessersee. Zweimaliger Torschütze: Steven Rupprich, der nach wie vor im Kader steht. Ein Jahr später kam es im Playoff-Viertelfinale gegen Bremerhaven zu einem siebten Spiel. An der Nordsee gewannen die Eislöwen glatt mit 6:1.

In der Saison 16/17 gab es allerdings auch mal ein Negativerlebnis. Im Playoff-Viertelfinale gegen Kaufbeuren ging das siebte Spiel in heimischer Halle mit 2:3 verloren.

 

Und die Falken? Haben ihre jüngsten Erfahrungen allesamt in den Playdowns gemacht. Die bitterste stammt aus der Saison 15/16. In Kaufbeuren gab es am 10. April 2016 eine 2:4-Niederlage, gleichbedeutend mit dem zweiten sportlichen Abstieg in die Oberliga, der letztlich am Grünen Tisch doch nicht vollzogen werden musste. Damals schon im Kader waren Richard Gelke und Markus Eberhardt, der zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschluss traf. Der heutige Co-Trainer Marco Schütz stand in der Verteidigung, Kapitän in der Partie war der heutige Teambetreuer Fabian Krull.

Zwei Jahre zuvor hatten die Heilbronner in Kaufbeuren aber auch mal ein Positiverlebnis. Als selbsternannter Meisterschaftskandidat in die Saison gestartet, fanden sich die Falken letztlich in der Abstiegsrunde wieder. Zum Glück hatte Michael Hackert kurzfristig seinen Rücktritt vom Rücktritt erklärt und rettete die Heilbronner mit zwei Toren und einem Assist im siebten Spiel. Mit 4:1 gewannen die Falken beim ESV. Kein Spieler von damals trägt heute noch das Trikot der Falken. 

Seitenwechsel

Ein Alles-oder-Nichts-Spiel in den Playoffs erlebten die Falken zuletzt in der Saison 2011/12. Mit 3:0-Siegen war das von Rico Rossi trainierte Team in die Serie gegen Ravensburg gestartet. Doch nach drei Niederlagen in Folge musste Spiel sieben entscheiden.

Die Falken verloren mit 1:4. Als 19-Jähriger schon mit dabei: Verteidiger Corey Mapes. Und: Stürmer Chris Billich. Tore des gebürtigen Freiburgers wollen die Falken-Fans am Dienstag aber sicher nicht sehen. Denn der 31-Jährige trägt mittlerweile das Trikot der Eislöwen.

 

 

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