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Nachwuchsprofi im Reitsport

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Die Region hat einen attraktiven Arbeitsmarkt. Ja, die Autobranche und die Handelskonzerne hat jeder auf dem Schirm. Aber den Reitsport? "Ich habe alles richtig gemacht“, sagt ein junger Zugezogener.

Zum Wohlfühlen

Springreiter Sönke Aldinger kommt rasch ins Schwärmen. "Ich kann hier im Sommer jedes Wochenende in der näheren Umgebung Turniere reiten. Die Lage ist super, Güglingen liegt sehr zentral.“ Von hier aus will ein 23-Jähriger aus Bad Saulgau die Welt erobern. Doch, beim Reitsport passen die eher kleine Welt im Zabergäu und die große Turnierwelt zusammen. Sönke Aldinger ist einer der besten Nachwuchsreiter Deutschlands, vertritt Baden-Württemberg beim Finale der U 25-Tour beim CHIO in Aachen. Und seit Februar ist er Chefbereiter auf dem Hof von Stephan Faller sowie Mitglied im Reitverein Güglingen. 

Sönke Aldinger sitzt in einem großen Pferdetransporter, der seinen Namen trägt. Es ist Sonntagmittag, im Hintergrund läuft gerade das Turnier in Ilsfeld. Der Jungprofi erzählt. Von seinem Jahr als Aufsteiger, von seinem Galopp zum Goldenen Reitabzeichen innerhalb weniger Monate – vergangene Saison gewann Sönke Aldinger 13 S-Springen, darunter den Großen Preis des Saarlandes, eine Drei-Sterne-Prüfung. 

Vorbereitung

Wer ihm zuhört, merkt sofort: da spricht einer wie er reitet, da hat einer einen Plan, da ist einer angekommen – um weiterzukommen. "Es war einfach Zeit, was Neues zu sehen“, sagt der Pferdewirt. Vom Hof der Familie ("Mein Opa züchtet seit 70 Jahren“) ging es einst zu Timo Beck, dem Rekordsieger des Hallenchampionats in der Stuttgarter Schleyerhalle, in die Nähe von Offenburg. Nach dreieinhalb Jahren jetzt also was Neues. "Ich will ein bisschen in den Pferdehandel einsteigen, größere Turniere reiten“, sagt der Besitzer zweier Pferde.

Kürzlich Maimarkt in Mannheim, ab Mittwoch Pferdefestival in München, zwei Wochen später Balve – der grobe Turnierplan steht bis Mitte Juli zum CHIO in Aachen. Dazwischen sattelt Sönke Aldinger immer wieder in der Region: kürzlich in Schwaigern, am Wochenende in Ilsfeld. Die kleinen Turniere als Vorbereitung für die großen.

Routine

Seine Erfahrung macht den angehenden Pferdewirtschaftsmeister so locker: "Es sind jedes Wochenende die gleichen Abläufe, egal ob es eine A- oder eine S-Prüfung ist.“ Seine Freundin, die Schweizerin Alexandra Hermkes, lächelt bei diesen Worten und sagt: "Ich bin nervös, wenn ich eine S-Prüfung reiten muss, Sönke nicht. Er ist wirklich gut, gibt viele Tipps und Vertrauen.“

Mit Tipps stehen dem Oberschwaben der ausgezeichnete Amateurspringreiter Stephan Faller und der frühere internationale Springreiter Walter Stein zur Seite, außerdem Charlotte Bettendorf und Jan Müller. Sönke Aldinger hat Ziele. Kleine. Große. Kurzfristige. Langfristige. Er würde sich gerne für das Hallenchampionat in der Schleyerhalle qualifizieren, ebenso für den European Youngster Cup U 25 in Salzburg. Und ein Championat? Olympia? "Doch, schon, natürlich“, sagt Sönke Aldinger. Und meint: Eins nach dem anderen. Da hat einer einen Plan. Und warum diesen nicht hier in der Region umsetzen? "Mein großes Ziel ist es, mal etwas Eigenes zu machen – mit einem guten Partner wie Stephan. In Güglingen ist es im Moment perfekt.“

 

 

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