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Die Falken arbeiten an ihrer Präsenz

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Präsenz zeigen. Es geht darum aufzufallen. Mehr aufzufallen, sogar. Da haben die Heilbronner Falken offenbar Nachholbedarf, die Verantwortlichen haben daher nach eigenen Angaben zuletzt gleich eine ganze Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Bekanntheit der Falken zu steigern. Dazu gehört seit Neuestem, dass ein Bus in Falken-Optik durch Stadt und Landkreis düst. Kann ja nicht schaden, zumal die Zuschauergunst bedingt mit den sportlichen Leistungen des DEL2-Teams einhergeht. Das ist derzeit Tabellenzweiter, hat in 17 Spielen immerhin schon 32 Punkte gesammelt. Ein guter Wert. 

Gemessen an den Zuschauerzahlen sind die Falken jedoch nur Dritter – von hinten. Die bisher erreichten 1887 Zuschauer im Schnitt liegen zwar über dem Gesamtwert der Hauptrunde in der Vorsaison (1715). Aber trotzdem mit Luft nach oben. Ja, Präsenz zeigen könnte helfen. Und auch vorausgesetzt, die Mannschaft fällt weiterhin auf wie bisher. "Wir wollen unseren Teil dazu beitragen", verspricht Trainer Alexander Mellitzer vor den Spielen diesen Freitag, 19.30 Uhr, in Freiburg und am Sonntag zu Hause, 18.30 Uhr, gegen Bad Tölz

Do or die

Das heißt: Sportlich attraktiv und erfolgreich sein. "Mehr können wir nicht tun", sagt Mellitzer mit Blick auf die noch etwas mageren Zuschauerzahlen. Mehr erwartet auch niemand. Vor der Pause hatte das nicht geklappt, die beiden Duelle gegen Landshut und Kaufbeuren gingen verloren. "Für beide waren das 'do-or-die-Spiele', die haben mehr Drecksarbeit gemacht", findet Mellitzer, der die letzten Punkte vor der Pause natürlich zu gerne mitgenommen hätte. "Der Blick geht aber nach vorne." Er richtet sich auf eine mental schwierige Phase. 

"Der November liegt Mitten drin, vor den wichtigen Spielen, das Energie-Level ist oft ein bisschen unten", findet Mellitzer. Um gut durch diese heikle Phase zu kommen, bedienen sich die Heilbronner kleiner Veränderungen. "Wir halten das Training kurz: kurz und knackig", betont der Trainer. Und die Mannschaft hat sich überlegt, die anstehenden sieben Spiele bis Anfang Dezember als eigenes Segment zu betrachten. Das Ziel: möglichst Positiv aus dieser Phase rauszukommen. Aber wie viele Punkte es sein sollen, das will niemand verraten. Noch nicht.

Neue Serie

Klar ist: Die neue Serie soll am Wochenende starten. Wenngleich Derek Damon die Gegner als "sehr unangenehm", bezeichnet. "Im Vergleich zum letzten Jahr, gibt es in der Liga kein Team, das man leicht bezwingen kann", findet der Kapitän der Falken. Das Wichtigste sei erstmal: Präsenz zeigen. "Da sein, einfache Sachen machen. Das letzte Spiel ist immerhin zwölf Tage her." Generell sei die Pause aber gut und wichtig gewesen. Die meisten Spieler waren in der freien Woche einige Tage weg, verreist. "Es war gut, noch einmal nicht an Hockey zu denken", findet Damon, der selber mit der Familie in Prag war. Zumal bis Saisonende kein Durchschnaufen mehr möglich ist. Eine lange Zeit. 

Seit Dienstag ist das Team wieder komplett, von den verletzten mal abgesehen. Und gut erholt, hat Damon ausgemacht. "Alle sind wahnsinnig fokussiert, der Hunger ist bei uns allen zurück – und größer." Dazu soll die Reihenumstellung beitragen, die der Trainer für dieses Wochenende vorgenommen hat. Dylan Wruck bildet jetzt mit Damon und Stefan Della Rovere eine Reihe, Tim Miller spielt mit Alex Nikiforuk sowie Bryce Gervais, sofern Letzterer fit ist. Miller soll in der neuen Reihe als Spielmacher mehr zur Geltung kommen. Samuel Soramies wird den Part des Centers in der dritten Reihe spielen. 

"Samuel ist ein sehr kräftiger und sehr präsenter Spieler", sagt Mellitzer, der seinem Team beim Restart nach kurzer Pause ein anderes, neues Gesicht geben wollte.
Damon findet das gut. "Es bringt frische Energie." Der Kapitän sieht es als weitere Motivation. "Jeder will versuchen, in der neuen Zusammensetzung gut zu sein." Vielleicht auch besser. Ob Bryce Gervais schon am Freitag dabei ist, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Marcus Götz dagegen wird noch fehlen.

 

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