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NSU stellt neun EM-Teilnehmer

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Die Athleten und Athletinnen der Neckarsulmer Sport-Union baden in diesen Monaten in Edelmetall. Anfang August katapultierte sich die NSU bei den deutschen Meisterschaften auf der langen Bahn in Berlin auf Platz eins der Vereinswertung. Ebenfalls in der deutschen Hauptstadt wurden von Donnerstag bis Sonntag in der Schwimmhalle im Europasportpark am Prenzlauer Berg die nationalen Titel auf der Kurzbahn vergeben. Auch ohne die erkrankt fehlenden Fabian Schwingenschlögl und Marlene Hüther schwamm sich das NSU-Team im Medaillenspiegel unter die Topvereine. 

Mit drei Einzel- und zwei Staffeltiteln sowie sechs silbernen und sieben bronzenen (darunter eine Staffel) Medaillen in der Offenen Klasse sowie zwei Junioren-Titeln im Gepäck machte sich die NSU-DM-Reisegruppe am Sonntagabend auf den Heimweg. Mit dem Wettkampf in Berlin endete die Qualifikationsphase zur Kurzbahn-Europameisterschaft (3. bis 8. Dezember) in Glasgow. Gleich neun NSU-Vereinsmitglieder haben das Ticket für Schottland gelöst, darunter Peters Stevens (50 und 100 m Brust), der für sein Heimatland Slowenien startet.

"In der Summe war das als Mannschaft ein sehr starker Auftritt", lobt der Neckarsulmer Trainer Christian Hirschmann die Leistungen seiner Schützlinge. "Das gab es in der Historie noch nie, dass ein Verein so viele Teilnehmer für einen internationalen Titelkampf stellt." Doch "ein weinendes Auge" gab es für Hirschmann dennoch. "Bente Fischer hat über 200 Meter Brust die Normzeit um sieben hundertstel Sekunden verpasst."

Bruhn ragt heraus

Einmal mehr ragte Annika Bruhn heraus. Die Unterländer Sportlerin des Jahres 2018 wurde wie auf der 50 auch auf der 25-Meter-Bahn deutsche Doppelmeisterin über 100 und 200 Meter Freistil und schaffte auf beiden Strecken die Qualifikation für die Europameisterschaften. Zudem war die zweimalige Olympia-Teilnehmerin an zwei Staffelsiegen und einem dritten Staffelplatz beteiligt. 

Einen EM-Platz hat auch Daniel Pinneker sicher, der im zweiten Jahr in der Erwachsenen-Klasse als deutscher Vizemeister über 200 Meter Schmetterling die Norm knackte. "Daniel ist definitiv in der Offenen Klasse angekommen", lobt Trainer Christian Hirschmann den 21-Jährigen. "Er gehört jetzt zur deutschen Spitze, das hat er sich richtig hart erarbeitet."

Die Qualifikation hat Nadine Laemmler ebenso geschafft, als Vizemeisterin über 100 und 200 Meter Rücken. Ausdauer-Ass Celine Rieder (800 m Freistil) ist als Silbermedaillen-Gewinnerin der Offenen Klasse und Juniorenmeisterin ebenso nominiert wie Fynn Minuth (400 Lagen, 400 Freistil). Zu Bronze und dem Juniorentitel schwamm Rieder über 1500 Meter.

Sensationell

"Fynn ist als Zweiter über die 400 Meter Lagen sensationell geschwommen, hat seine Bestzeit um knapp zehn Sekunden verbessert und zählt damit zu den Top-Zwölf in Europa", hebt Hirschmann die Leistungs-Explosion von Minuth heraus. Auf der 400-Meter-Freistil-Strecke profitiert Minuth, der hier als DM-Fünfter die Norm schaffte, vom EM-Verzicht von Florian Wellbrock (1. Platz) und Poul Zellmann (2.). Dritter wurde in diesem Rennen NSU-Ass Henning Mühlleitner, der sich damit ebenfalls das Ticket für Schottland sicherte. 

"Nur" Sechste (200 Meter Lagen) wurde Franziska Weidner, aber auch sie ist in Glasgow dabei. "Im A-Finale war sie nervös, hat sich aber schon im Vorlauf für die EM qualifiziert, da war sie 1,4 Sekunden schneller", berichtet Hirschmann. Neunter NSU-Vertreter in Glasgow ist Fabian Schwingenschlögl, der schon im Vorfeld der DM die EM-Norm über 100 Meter Brust geschwommen hatte. "Als deutscher Rekordhalter über 50 Meter Brust wird er bei den Europameisterschaften aber auch auf dieser Strecke starten dürfen", sagt Hirschmann.

Max Ziemann schwamm auf der 50-Meter-Brust-Distanz zu seiner ersten nationalen Meisterschaft. "Diese Strecke ist nicht olympisch, daher gibt es keine Normzeiten", klärt Hirschmann auf, dass bei der EM hier der Vertreter über 100 Meter Brust startet.

 

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