Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Der kleinste Falke trumpft auf

zurück zur Übersicht

Das war ein echtes DEL-2-Topspiel, das die 2111 Zuschauer am Sonntagabend in der Kolbenschmidt-Arena zu sehen bekamen. Dritter gegen Erster, Heilbronner Falken gegen Kassel Huskies, ein Duell auf Augenhöhe und ein 4:3 (1:1, 2:2, 1:0)-Sieg der Gastgeber. Matchwinner war der dreifache Torschütze Alexander Nikiforuk

"Das war sehr erfreulich heute. Letzte Woche haben wir hier noch mit langen Gesichtern gesessen", erinnerte Falkentrainer Alexander Mellitzer an die 4:5-Heimniederlage im Chaos-Spiel gegen Bad Tölz. "Wir hatten heute Höhen und Tiefen, aber wir haben den Fokus bewahrt. Darauf können wir aufbauen."

Die Anfangsphase gehörte den Gästen. Schon nach einer knappen Minute lief Richard Mueller allein in Richtung Matthias Nemec, traf zum Glück für die Falken die Scheibe aber nicht richtig. Insofern war die Führung der Huskies in der 5. Minute durchaus verdient, in der Entstehung allerdings glücklich. Eine von der Bande zurückspringende Scheibe verpassten Nemec und ein Verteidiger, Ex-Falke Justin Kirsch stand goldrichtig vorm Tor und musste nur noch einschieben.

Wie ein alter Hase

Die Heilbronner glichen jedoch schnell aus. Der neue Torschütze vom Dienst, Stefan Della Rovere, der schon beim 4:2-Sieg am Freitag in Bayreuth doppelt traf, traf in der siebten Minute die Scheibe zwar nicht richtig – sie war trotzdem drin. Mit diesem Treffer waren auch die Falken im Spiel angekommen. Die Partie wogte nun hin und her, mit Chancen hüben und drüben. 

Tore fielen aber erst wieder im zweiten Drittel. Dieses Mal legten die Gastgeber vor. Falken-Youngster Jan-Luca Schumacher, der am Freitag in Bayreuth sein DEL-2-Debüt feierte, gewann den Puck, zog in höchstem Tempo Richtung Tor, lockte Goalie Gerald Kuhn ein paar Meter raus und spielte dann routiniert wie ein alter Hase quer auf Alex Nikiforuk, der nur noch zum 2:1 einschieben musste (23.). Der erste DEL-2-Assist für den Falken-Schumi. "Er ist bissig und spielt mit Köpfchen", lobte Mellitzer den 18-Jährigen.

Doch die Huskies antworteten prompt. Nach einem Scheibenverlust in der neutralen Zone zogen die Ex-Falken Kirsch und Noureddine Bettahar Richtung Nemec, Ersterer hämmerte in altbekannter Manier den Puck zum Ausgleich ins Netz (25.).

Doppelschlag

Direkt nach dem Bully hätte Nikiforuk die Falken wieder in Führung bringen können, wiederum im direkten Gegenzug gelang das dann allerdings Austin Carroll, der den Puck humorlos unter die Latte donnerte. In 32 Sekunden hatte der Tabellenführer aus einem 1:2 ein 3:2 gemacht. Im Fünf gegen Fünf blieben die Huskies weiter das bessere, weil passsichere Team. Das war in dieser Saison ein Novum in der Kolbenschmidt-Arena. 

Die Falken waren allerdings in punkto Effektivität eine Nuance stärker. Die Belohnung war das 3:3 nach einer starken Kombination. Veredelt vom Rückhandpass von Marcus Götz auf den erneuten Torschützen Nikiforuk (30.).

In Überzahl waren die Falken drauf und dran, sich die Führung zurückzuholen. Doch dann enteilte ihnen der in Heilbronn groß gewordene Alexander Karachun und Nikiforuk musste den Stürmer in höchster Not auf Kosten einer Strafe stoppen. So blieb es bis zum Ende des Mitteldrittels beim 3:3.

Das Schlussdrittel gehörte höchst diszipliniert agierenden Falken. Im zweiten Powerplay gelang das 4:3. Nach einem Lattentreffer von Derek Damon netzte Sekunden später Nikiforuk mit seinem dritten Treffer des Abends zum 4:3 ein.

Tor: Nemec, Schickedanz; Abwehr: Maschmeyer - Pavlu, Brady - Götz, Mapes - Maginot, Möller; Angriff: Della Rovere - Damon - Nikiforuk, Wruck - Soramies - Gervais, Schumacher - Miller - Preto, Koch, Valenti. 
Tore: 0:1 (5.) Kirsch, 1:1 (7.) Della Rovere, 2:1 (23.) Nikiforuk, 2:2 (25.) Kirsch, 2:3 (25.) Carroll, 3:3 (30.) Nikiforuk, 4:3(44.) Nikiforuk 
Strafminuten: 8/12. 
Schiedsrichter: Benjamin Hoppe, Sascha Westrich 
Zuschauer: 2111. 

 

Galerien

Regionale Events