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Grillfest für Spitzensportler

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Es hatte den Charme eines gemütlichen Grillfests: Ganz entspannt und im Freizeitlook waren die Sportlerinnen und Sportler aus den Abteilungen Schwimmen, Tischtennis und Leichtathletik der Neckarsulmer Sport-Union auf Einladung von Rolf Härdtner im Bootshaus zusammengekommen, um zu Brötchen und Grillwurst, Steaks und Salaten einen schönen Ehrungsabend zu genießen. Gehörigen sportlichen Biss hatten sie zuvor bewiesen und von den Deutschen Meisterschaften zahlreiche Titel und Podestplätze mit nach Hause gebracht. 

Außergewöhnliche Verdienste, mit deren Bekanntwerden Rolf Härdtner, der Vorstandsvorsitzende der Sport-Union (NSU) eine Hoffnung verbindet: "Dass demnächst ganz Deutschland weiß, wie man Neckarsulm ausspricht, und auch weiß, wo Neckarsulm liegt." Gemeint hatte er die immer mal wieder gehörte falsche Aussprache und Betonung von Neckarsulm.

Namen

Dabei waren insbesondere die Schwimmer mit Nadine Laemmler, Fabian Schwingenschlögl, Daniel Pienneker, Annika Bruhn, Franziska Weidner, Bente Fischer, Marlene Hüther, Lynn Minuth, Henning Mühlleitner, Celine Rieder, Aleksi Schmid, Andrew Shea und Max Ziemen überragend. Sie hatten achtmal Gold, zehnmal Silber und viermal Bronze in Einzel- oder Staffelwettkämpfen errungen. 
Etwa Annika Bruhn: Zwar räumte die 26-Jährige ein, dass sie für ihre fünf Goldmedaillen noch einen würdigen Platz finden muss. Spitzenzeiten in den Staffeln 4x100 Lagen Mixed, 4x100 Freistil Frauen und 4x200 Freistil Mixed sowie einzeln über 100 Meter Freistil und über 200 Meter Freistil sogar mit persönlicher Bestzeit waren indes kaum zu toppen. Zumal mit Jetlag, nachdem sie bei der WM im Juli in Südkorea erfolgreich mitgemacht und drei Tage später in Berlin angetreten war.

Den Erfolg hatte sich die Schwimmerin, deren Eltern in Ingersheim wohnen, zielstrebig erarbeitet. Um bei Hannes Vitense zu trainieren, war sie 2014 ins Saarland gegangen. 2017 war sie mit dem zwischenzeitlich zum Bundestrainer ernannten Coach und anderen Abteilungskollegen wie Henning Mühlleitner, Celine Rieder oder Marlene Hüther nach Neckarsulm zurückkehrt, um im Team mit Christian Hirschmann zu trainieren.

Das Wochenpensum hat es in sich, wie sie verriet: Zehnmal im Wasser, dreimal beim Krafttraining und "nebenher" das Fernstudium an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement: "Schwimmen ist ein großer Teil meines Lebens", versicherte sie und zog den bodenständigen Vergleich: "So wie andere ins Büro gehen, gehe ich in die Schwimmhalle."

Gestandene Sportler wie Leichtathlet Richard Bauder als Deutscher Senioren-Hallenmeister waren ebenso mit von der Partie wie die Tischtennis-Betreuer Klaus Krüger, Kathrin Hessenthaler und Wenna Tu. Jüngster, aber ebenso hochverdienter Gast war Minh-Thao Nguyen. Die Elfjährige hatte auf Position drei im ersten Mädchenteam gemeinsam mit Mia Hofmann, Minh Thu Nguyen und Anna Gumbrecht im pfälzischen Contwig die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft geholt. Von Opa und Cousine für Tischtennis begeistert, hatte sie ganz kurz in Böckingen gespielt und war danach, der großen Schwester folgend, nach Neckarsulm zum Training fünfmal in der Woche gewechselt. "Schnelle Beine und ein sehr gutes Ballgefühl", lobte Coach Christian Hofmann ihr konzentriertes Spiel.

Bezug gewonnen

Vorstand Rolf Härdtner sah die "unglaublichen Erfolge" zugleich als Ansporn im Olympiajahr. Darüber freute sich auch Oberbürgermeister Steffen Hertwig: "Das zeigt, welch tolle Arbeit bei der Neckarsulmer Sport-Union geleistet wird." Dazu trage die Stadt bestmögliche Rahmenbedingungen bei. Zugleich betonte er den Bezug der Sportler zur Deutschordensstadt, die in ihr "angekommen" seien: "Fabian Schwingenschlögl und Nadine Laemmler habe ich vorhin auf dem Recyclinghof gesehen."
"So wie andere ins Büro gehen, gehe ich in die Schwimmhalle."

 

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