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Klettern am Turm und an der Boulderwand wieder möglich

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Um 14 Uhr gestern Nachmittag war es soweit: Nach 60 Tagen öffnete das Alpinzentrum des Deutschen Alpenvereins (DAV), Sektion Heilbronn, wieder seine Sportanlagen im Freien für Kletterfreunde. Die Innenbereiche sind weiter für den Publikumsverkehr gesperrt. Am Abend des 16. März war das Kletterzentrum an der Lichtenbergerstraße wegen der Corona-Pandemie geschlossen worden. 

„Seit gut einer Woche arbeiteten wir an einem Hygienekonzept, das nun vom städtischen Gesundheitsamt akzeptiert wurde“, freut sich Sektions-Geschäftsführer Thomas Pfäffle über das Okay. Überhaupt lobt er die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung: „Alles ist sehr gut gelaufen.“ Wann das Alpinzentrum wieder komplett öffnen kann, ist ungewiss. „Ich rechne nicht vor Pfingsten“, spekuliert Pfäffle ein wenig.

Ihren Sport ausüben können Kletterer jetzt nur am 16 Meter hohen Außenkletterturm und an der Boulderwand. „Maskenpflicht besteht nicht, aber die Mindestabstände müssen eingehalten werden“, nennt Thomas Pfäffle die wichtigste Spielregel. Um diese Vorgabe zu erfüllen, werden unter der Woche pro Tag drei, am Wochenende vier Zeitfenster von jeweils zwei Kletterstunden eingerichtet. Pro Zeitfenster sind derzeit 22 Seilkletterer und 15 Boulderer zugelassen. 

Warten auf die Boulderwand

Sehnsüchtig warteten gestern acht Kletterfreunde, bis sie um 14 Uhr an den Kletterturm oder die Boulderwand durften. Sie bildeten die erste Schicht. Die beiden Zeitfenster bis zum Abend nutzten noch 26 Kletterer und Boulderer, um in die Höhe zu steigen. „Wer klettern will, der muss sich online unter dav-heilbronn.de anmelden“, sagt Sektionsgeschäftsführer Pfäffle. 

Einnahmeausfall

Da Fremde das Alpinzentrum nicht betreten dürfen, wurde das Alpenstüble kurzerhand vom Vereinslokal zum Kassenraum umfunktioniert. Für zwei Stunden Klettern bezahlen Mitglieder zehn Euro, Nichtmitglieder 15 Euro. Geld, das der größte Sportverein in der Region gut gebrauchen kann. Der Einnahmeverlust ist beachtlich und dürfte zwischenzeitlich in einem unteren sechsstelligen Bereich liegen. Vor Corona gingen pro Tag 300 Kletterer ihrem Hobby nach. 

Noch ist die Heilbronner Hütte in 2320 Meter Höhe geschlossen. Gleiches gilt für das Selbstversorgerhaus, das normalerweise über den Winter offen hat. „Der Beginn der Hütten-Sommersaison ist für den 19. Juni geplant“, hofft Thomas Pfäffle auf ein gutes Ende der Corona-Zeit.

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