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Drei Punkte dank Stewart

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Na klar, die Torwartleistung. Das Powerplay: auch, ganz sicher. Und eine deutliche Leistungssteigerung im letzten Drittel. Typen wie Stefan Della Rovere. Und die beiden Treffer von Josh Nicholls. Alles hat am Ende dazu beigetragen, dass die Heilbronner Falken gegen Weißwasser ein 1:4 zum 6:4-Sieg drehten. Der Ursprung des Erfolgs, da waren sich Beobachter am Sonntagabend aber sicher, lag allein: im Coaching. An Bill Stewart.

Ruhe imponiert

Die Entscheidungen, die der neue Falken-Trainer in der Partie getroffen hatte, und die Ruhe, die er ausstrahlte, als es auf dem Eis gar nicht lief: Das alles imponierte den Verantwortlichen. „Er hat von außen nicht noch zusätzlich Aggressivität reingebracht, damit die Spieler weiter an sich glauben“, sagt Manager Stefan Rapp. Doch in der Kabine fand der Kanadier offenbar die richtigen, jedoch auch deutlichen Worte.

Nach dem Spiel danach gefragt, was er seinem Team mit auf dem Weg gegeben hatte, grinste Stewart: „Manchmal muss man halt ein paar Knöpfe drücken“, sagte der 63-Jährige schelmisch. Stewart forderte mehr Selbstvertrauen und nahm vor allem die Topspieler in die Pflicht. „Ich war nicht glücklich damit, wie unsere besten Spieler bis dahin gespielt haben“, sagte Stewart, der in diesem Umstand auch den Grund für das katastrophale Powerplay sah. Die Botschaft kam an, es änderte sich: alles. „Er gibt uns sehr viel Struktur, hat uns daran erinnert, das Spiel einfach zu halten“, sagte Davis Koch, der mit dem Treffer zum 3:4 im letzten Abschnitt den Torreigen zu einem 4:0-Lauf eröffnete.

Torwartwechsel

Seine erste offensichtliche Maßnahme hatte Stewart bereits in der 22. Minute vorgenommen, als er den von ihm geschätzten Torhüter Arno Tiefensee nach dem 1:3 raus nahm. Eine harte Entscheidung? „Eine notwendige“, sagte Stewart, der sich um persönliche Befindlichkeiten in einer solchen Phase nicht kümmern kann. „Ich schaue nicht in den Rückspiegel, nur durch die Frontscheibe.“ Der Erfolg gibt ihm recht. „Er hat es im Endeffekt richtig gemacht. Er hat gesehen, dass er was tun musste“, sah auch Tiefensee ein, dessen Laune sich durch den Sieg besserte. Florian Mnich gab im Kasten einen guten Ersatzmann ab. „Er hat mitgeholfen, das Spiel zu gewinnen“, sagt Stewart, dessen Team dann Charakter gezeigt habe.

Daran waren die Gäste nicht unschuldig, wie Chris Straube beklagte. „Wir haben einen Weg gefunden zu verlieren, einen neuen Weg“, monierte der Trainer, dass die Füchse einmal mehr eine Führung verspielten. Für Stewart und seine Falken stellte sich die Sache anders da: dass sie einen Weg gefunden haben, das Spiel doch noch zu gewinnen. Das gibt Selbstvertrauen für das Derby diesen Dienstag bei den Steelers (20 Uhr/ SpradeTV), wobei Tiefensee sagt: „Es war nie ganz weg, aber jetzt sind auch Resultate da – das gibt uns die Gewissheit, dass wir gewinnen können.“ Natürlich auch beim Nachbarn. Aber dafür, das machte Bill Stewart klar, muss noch einmal eine andere Leistung her, vor allem ein besserer Auftakt. „Wenn wir gegen Bietigheim so starten wie heute, haben wir keine Chance, da zu gewinnen.“ Aber genau das wollen die Falken: gewinnen. Oder wie Tiefensee sagt: „Es geht darum, die Siegesserie am Leben zu halten. Egal, gegen wen.“ 

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