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Eishockey SC Steelers Bietigheim vs. Heilbronner Falken

Knaub kostet die Falken Punkte

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Zwei Siege: Länger ist die Serie der Heilbronner Falken dann doch nicht geworden. Die Bietigheim Steelers haben dem ungeliebten Nachbarn den ersten Dämpfer unter dessen neuem Trainer Bill Stewart verpasst und das Derby mit 4:3 (1:1, 3:0, 0:2) gewonnen. Auslöser der Niederlage war eine Spieldauerstrafe, die Michael Knaub Mitte des Spiels für ein blödes Foul kassierte. Die Steelers legten sich Heilbronn in Überzahl zurecht und zogen ihr Ding durch. Der Einsatz und die Leistung im letzten Drittel stimmten immerhin versöhnlich und zeigten, dass die Falken so weit nicht weg waren.

Die mahnenden Worte ihres neuen Trainers hatten die Falken schon einmal erhört. Bill Stewart hatte seinem Team bereits am Sonntag nach dem 6:4-Sieg gegen Weißwasser ins Gebetbuch diktiert, die Anfangsphase doch bitte nicht gleich wieder zu verschlafen. „Sonst haben wir in Bietigheim keine Chance“, mahnte Stewart. Diese Botschaft war angekommen: Die Falken, die mit dem Comeback von Brock Maschmeyer mit einem vollen Line-up antraten, begannen diszipliniert. Devise: Bloß nicht früh in Rückstand geraten. Weil aber auch die Steelers angesichts des Aufwärtstrends des Nachbarn großen Respekt an den Tag legten, war zunächst wenig geboten. Zu wenig für ein Derby. Ein paar harmlose Schüsschen, dafür mehr Unterbrechungen: Das war es auch schon. Immerhin: Gute Ansätze zeigten beide Teams, Tempo und Risikobereitschaft aber waren gering. Noch.

Gut verteidigt

Ein wenig Farbe ins Spiel kam ausgerechnet, als Falken- Geburtstagskind Knaub, der 26 wurde, die Strafbank drückte. Unterzahl gegen die Steelers: eigentlich keine gute Idee. Das Powerplay gehört zu den besten der Liga, was im Aufbau auch sichtbar war. Doch die Falken verteidigten das gut, nur einmal half das Glück, als Torhüter Arno Tiefensee, der wieder den Vorzug vor Florian Mnich erhielt, einen Schuss von Riley Sheen mit dem hinteren Ende seines Stocks parierte. Die überstandene Unterzahl aber gab den Falken Selbstvertrauen, sie trauten sich danach mehr, brachten Dampf nach vorne rein und wurden prompt belohnt. Bryce Gervais und Dylan Wruck erzielten in Coproduktion das 1:0 (13.): Gervais scheiterte auf Pass des Sturmpartners aus kurzer Distanz – doch der Puck lag frei vor dem Tor. Wruck staubte ab, fertig war die Führung. Jetzt war Bewegung drin, wenige Sekunden später hätte Josh Nicholls das 2:0 auf seiner Kelle. Traf aber nicht.

Auf der anderen Seite hatte Heilbronn bei einem abgefälschten Schuss Glück. Trotzdem lag die Scheibe eine Minute danach im Kasten von Tiefensee: Rene Schoofs erzielte das 1:1. Die Unparteiischen mussten angesichts einer unübersichtlichen Situation vor Tiefensees Tor den Videobeweis bemühen. Doch der Treffer galt. Der letzte Höhepunkt des Abschnitts. Auch zu Beginn des zweiten Drittels tat sich wenig, ehe die Falken die Kontrolle übernahmen. Doch Knaub beendete die Drangphase. Nach einem rüden Foul an Robin Just kassierte er eine Spieldauerstrafe und erwies seinem Team einen Bärendienst. Die Bietigheimer hatten nun fünf Minuten Zeit, dem Spiel in Ruhe die richtige Richtung zu geben. Das 2:1 durch Brett Breitkreuz, das wieder per Videobeweis überprüft wurde, blieb zwar der einzige Treffer im Powerplay (32.), doch die Unterzahl hatte Kraft gekostet, nur Sekunden nach Ablauf der Strafe traf Alexander Preibisch zum 3:1 (35.). Kurz nachdem Gervais eine weitere Strafe abgesessen hatte, erzielte Evan Jasper das 4:1 (39.). Die Vorentscheidung.

An der Ehre gepackt

Zwar hatte Heilbronn am Sonntag gezeigt, dass es einen solchen Rückstand drehen kann, der Gegner aber war ein anderer. Doch die Falken wollten dieses Kunststück scheinbar wiederholen, legten nun eine verbesserte Laufbereitschaft an den Tag und belohnten sich dafür: Matt Neal stocherte die Scheibe im Fallen zum 2:4 über die Linie (43.). Die Falken gaben weiter Gas, das Team fühlte sich offenbar an der Ehre gepackt. Einfach so wollte es sich nicht geschlagen gaben, nicht dieses Mal. Nicht schon wieder mit einem 1:4. Es wurde nun zu einem Duell der Falken gegen Steelers-Torhüter Cody Brenner. Zwar traf Wruck 15 Sekunden vor Schluss noch zum 3:4 – zu spät. 

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