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Erschwerter Weg zum Meisterschaftstitel

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Endlich wieder Sport, endlich wieder Meisterschaften, endlich wieder ein Kräftemessen mit der Konkurrenz. Nach rund einem Jahr Pause hat das Warten für die Rollkunstläufer des Rad- und Rollschuhvereins Eppingen (RRV) ein Ende: Mit dem Deutschland-Pokal, der noch bis 17. Juli in Freiburg stattfindet, und den Deutschen Meisterschaften zwischen dem 22. und 25. Juli in Bremerhaven stehen wieder die ersten Wettbewerbe auf dem Plan.

Beim Deutschland-Pokal vertreten Eleonora Tissen und Adrian Zoller die Farben des RRV in den Pflichtwettbewerben, bei den Deutschen Meisterschaften geht Lisa Dörr in der Pflicht an den Start, während Annabelle Wolf bei den Süddeutschen Meisterschaften, die noch nicht terminiert sind, die Rollschuhe schnüren wird. Doch wie haben sich die Eppinger Spitzenathleten unter Pandemiebedingungen auf die Wettkämpfe vorbereitet? Annabelle Wolf und Lisa Dörr haben Einblicke in die Trainingsarbeit der vergangenen Wochen gegeben.

Konzentriert ziehen die Mädchen ihre Kreise in der großen Rollsporthalle an der Waldstraße. Millimetergenau müssen sie die vorgezeichneten Linien nachfahren, jeder noch so kleine Wackler, jedes Abweichen von den vorgegebenen Figuren wird im Wettbewerb mit Punktabzügen bestraft. Locker und leicht soll es im Wettkampf aussehen, doch bis diese Leichtigkeit erreicht ist, ist es ein langer Weg.

Voneinander lernen

„Mit Ausnahme von wenigen Wochen durften wir Kaderläufer immer trainieren“, erzählt Lisa Dörr nach der Trainingseinheit, „allerdings lange Zeit nur alleine.“ Das sei weniger schön gewesen, gesteht die 15-jährige Gymnasiastin mit Blick auf die zwei Jahre jüngere Annabelle. „Im Training lernt Annabelle von mir und ich lerne wiederum von Eleonora“. Das gemeinsame Training sporne an, bestätigt Annabelle: „Wenn ich die beiden anderen sehe, denke ich immer, das möchte ich auch können.“

Während der Zeit des totalen Stillstandes stand Onlinetraining an. „Allerdings kann man da nur Trockenübungen machen, quasi Vorübungen für das Training auf den Rollschuhen“, sagt Lisa Dörr, „dazu kamen dann Workouts zuhause.“ Mit kleinen Herausforderungen versuchten die Trainer, während dieser Phase ihre Schützlinge bei Laune und Kondition zu halten, „doch es ist wichtig, dass man sich auch tatsächlich sieht und nicht nur über den Computer“, sagt Annabelle Wolf. Ein gutes Klima sei wichtig, damit das Training Spaß macht und man auch bereit ist, von dem anderen etwas anzunehmen. Und so werfen die beiden Teenager, während sie ihre Kreise ziehen, immer mal wieder einen Blick auf Eleonora und Adrian, die in einer anderen Ecke der Halle für ihren Wettkampf trainieren. „Wir freuen uns, dass endlich wieder Wettkämpfe stattfinden“, erzählt Lisa Dörr, „der Ehrgeiz ist schon groß.“

Geleitet wird das Training von Iris Wagner und Claudia Zoller, die beide mit Argusaugen über ihre Schützlinge wachen, korrigierend eingreifen und immer wieder Hilfestellung geben. „Das sind zwei ganz fleißige Mädchen“, freut sich Claudia Zoller mit Blick auf Annabelle und Lisa. „Sie haben richtig Spaß und es ist gar nicht schwierig, mit ihnen zu arbeiten, denn sie sind von sich aus richtig motiviert.“
Dass einige Monate intensives Training fehlen, geht auch anderen Vereinen so.

Wünsche

Die Meisterschaften sind für die Athletinnen ein erster Schritt in Richtung Normalität. „Ich würde mir wünschen, dass es noch normaler wird“, meint Annabelle Wolf, während sich Lisa Dörr „Regelmäßigkeit“ wünscht und „dass wir endlich wieder Formation und Vierer laufen dürfen“. 

Teilnehmerfeld

Die ersten Läufer des RRV Eppingen, die nach dem Lockdown wieder an den Start gehen, sind Eleonora Tissen und Adrian Zoller. Der Deutschland-Pokal in Freiburg ist das erste internationale Kräftemessen in diesem Jahr. „Normalerweise ist der Deutschland-Pokal sowas wie eine kleine Weltmeisterschaft“, sagt Eleonora Tissen. Dieses Jahr fällt das Teilnehmerfeld deutlich kleiner aus. Adrian Zoller: „Neben zwei weiteren Läufern aus Deutschland ist nur noch ein Läufer aus Kolumbien dabei. Normalerweise sind Läufer aus Australien, Paraguay und Argentinien am Start.“ 

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