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Powerplay macht den Unterschied

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Dank des fünften Siegs in Folge behalten die Heilbronner Falken Anschluss zum achten Platz der DEL 2. Mit 5:3 (0:0, 2:2, 3:1) gewann das Team von Trainer Bill Stewart am Sonntag bei den Lausitzer Füchsen. Die hart umkämpfte Partie wurde durch die Special Teams entschieden. Die Gäste nutzten drei ihrer vier Überzahlgelegenheiten zu Treffern. „Das Powerplay ist schon länger richtig gut. Die besten Spieler auf dem Eis waren für mich aber die Goalies“, sagte Stewart. Die Falken waren bereits am Samstag nach Weißwasser gereist und hatten die Nacht in der Vier-Sterne-Herberge „Kristall“ verbracht. Eine Spur zu ausgeruht gingen die Gäste anschließend ins Spiel. Die ersten Minuten gehörten klar den Gastgebern, aber zumindest Florian Mnich – der erneut den Vorzug vor Matthias Nemec im Tor erhielt – war schon hellwach. Über weite Strecken des ersten Drittels neutralisierten sich die Teams. Beide Seiten waren darauf bedacht, Fehler zu vermeiden und taktisch diszipliniert zu spielen. Nach zehn Minuten musste Yannik Valenti blutend vom Eis, der Falken-Stürmer war wohl von einem Schläger über dem Auge getroffen worden. Vor den Toren passierte indes wenig, und so ging es folgerichtig torlos in die erste Pause.

Wie die DFB-Elf

Im zweiten Drittel nahm die Partie Fahrt auf. Ähnlich wie am Donnerstag die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Island zauberten die Heilbronner vor dem 1:0. Marcus Götz passte als Joshua Kimmich vors Tor, Matt Neal ließ als Serge Gnabry mit dem Rücken zum Tor prallen und Davis Koch verwandelte in Leon-Goretzka-Manier. Ein einstudierter Überzahlspielzug perfekt umgesetzt. Die Führung gab Sicherheit – sogar in Unterzahl. Bryce Gervais (31. Minute) und Koch (32.) ließen Eins-gegen-Eins-Situationen vor Füchse-Goalie Mac Carruth ungenutzt. Das rächte sich umgehend. Ebenfalls glänzend herausgespielt erzielte Thomas Reichel den glücklichen 1:1-Ausgleich (33.).

Schalter umgelegt

Als wäre ein Schalter umgelegt worden, verfielen die Falken plötzlich in Passivität, während die Füchse weiter drückten. Die logische Folge: das 2:1 für die Gastgeber nur 95 Sekunden nach dem Ausgleich. Luis Rentsch drückte die Scheibe letztlich über die Linie. Die Falken wackelten, hatten aber zumindest Valenti mit Pflaster über dem Auge wieder mit an Bord. Wie wichtig das war, zeigte sich in der 37. Minute. Von seinem genialen Kompagnon Dylan Wruck in Szene gesetzt, knallte der Youngster mit dem Dynamit im Arm die Scheibe zum 2:2 ins Netz. Wieder so ein spielverändernder Treffer. Jetzt drückten die Falken, trafen zwar nicht mehr, aber zogen mit der Pausensirene noch eine Strafe gegen die Füchse. Die Überzahl zu Beginn des Schlussdrittels führte zur erhofften 3:2-Führung. Fünf Sekunden vor Ablauf der Strafe war Justin Kirsch mit einem knallharten Direktschuss erfolgreich (42.).

Verdaddelt

Danach kontrollierten die Gäste zunächst das Spiel. Arkadiusz Dziambor allein hatte zwei perfekte Einschussgelegenheiten, doch es gibt gute Gründe, warum der 19-Jährige Verteidiger ist. Rund zehn Minuten vor dem Ende erhöhten die Füchse das Risiko. Mnich hielt in der 49. Minute phänomenal gegen Ex-Falke Rylan Schwartz. Doch drei Minuten später verdaddelten Kevin Maginot und Corey Mapes hinter dem Tor die Scheibe und Nicholas Ross bedankte sich mit dem 3:3 (52.). Also alles wieder offen. Dank eines glücklichen Pfiffs zugunsten von Valenti bekamen die Falken fünf Minuten vor Schluss noch einmal die Überzahlgelegenheit. Und zum dritten Mal nutzten sie das Powerplay. Maginot traf ins mehr oder weniger leere Tor, da Mac Carruth nach einer vorangegangenen Parade nicht schnell genug wieder auf seinen Posten fand. In der intensiven Schlussphase drückte Weißwasser auf den erneuten Ausgleich, nahm früh den Goalie vom Eis. Doch die Falken hielten erfolgreich dagegen, und Gervais setzte Sekunden vor Schluss noch den Schlusspunkt zum 5:3 (60.) 

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