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Frisbee im Selbstversuch

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Frisbee ist die Sommersportart schlechthin. Doch wer im Freibad oder am Strand zur Scheibe greift, denkt kaum daran, dass sich dahinter eine professionelle Sportart verbirgt. Die zudem gerade in der Region in vielen Vereinen ausgeübt wird. Auch die Junioren-Weltmeisterschaft, die im August in Heilbronn ausgetragen wird, bietet allen Grund, sich mit der Nischensportart vertraut zu machen.
Nationalmannschaft Um alles über den Sport zu erfahren, habe ich bei einer Trainingseinheit des DJK SB Muggeseggele teilgenommen.

Und war schon nach der ersten Vorstellungsrunde mit einigen Team-Mitglieder total überrascht. Wer hätte gedacht, dass der Heilbronner Verein gleich mehrere Nationalspieler vorzuweisen hat? Die meisten sind sogar erst seit kurzer Zeit Mitglieder. So zum Beispiel die 17-jährige Katharina Kurz aus Böckingen, die erst 2007 zum Verein kam und schon im folgenden Jahr das erste Mal für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Feld stand. Aufmerksam auf die Sportart wurde sie durch ihren Bruder, den sie einige Mal zum Training begleitete und dann "Lust bekam, selbst einmal mitzuspielen".

Wie Katharina kommen viele Sportler über Verwandte zum Frisbee. Darum ist es auch keine Seltenheit, dass beim Training mehrere Generationen zusammenspielen.

 

 

 

Faires Spiel


Zudem ist die dunkelhaarige Schülerin vom fairen Spiel der Mannschaften beigeistert. Beim Frisbee gibt es nämlich keinen Schiedsrichter. Unstimmigkeiten werden zwischen den Teams fair geregelt. Bei Turnieren gibt es dafür auch einen sogenannten Spirit-Preis, der die fairste Mannschaft auszeichnet und oft begehrter als der Gesamtsieg ist.

Nach so viel Begeisterung will ich endlich selbst einmal die Scheibe in die Hand nehmen. Kann ja nicht so schwer sein. Von wegen. Die Scheibe eiert und stürzt ab. Von zielgerichtetem Werfen keine Spur. Woran liegt das nur? "Deine Wurftechnik ist falsch", erklärt mir Charlotte Möndel. Die Untergruppenbacherin spielt wie Katharina erfolgreich in der Nationalmannschaft und ist ein absoluter Profi. Die 17-jährige Schülerin erklärt mir, dass es zwei verschiedene Wurftechniken gibt. Vorhand und Rückhand. Wie beim Tennis also. Wirklich? Naja, ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Nach einigen Anläufen halte ich die Scheibe richtig. Und der Unterschied macht sich sofort bemerkbar. Die Scheibe fliegt ziemlich gerade und kommt sogar bei Charlotte an. Wie reagieren eigentlich Freunde und Mitschüler auf die sportlichen Leistungen? Katharinas Freunde sind "total begeistert".

 

 

 

 

Angesteckt


So wie die Bekannten und Verwandten der Sportler werden hoffentlich viele vom Frisbee-Fieber infiziert. Denn die WM im eigenen Land ist eine gute Gelegenheit, die Sportart populärer zu machen und breitere Massen zu erreichen. Mir hat das Spiel mit der Scheibe auf jeden Fall großen Spaß gemacht.

 

 

 

 

 


 

 

 

 

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