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Ein Jahr Jugendhaus

Übersicht

"Wie siehts aus, machen wir ‘ne Runde?" Der 17-jährige Alexander Maier reicht seinem Kumpel einen der Schläger, die vor ihm auf der Tischtennisplatte liegen. Wenige Minuten später klackert der kleine weiße Ball über die grüne Fläche. Die Jungs spielen locker aus dem Handgelenk, nebenbei wird gequatscht. Ein paar Meter weiter steht eine Gruppe Jugendlicher um die Musikanlage am langen Bartresen. Hip-Hop dröhnt aus den Boxen. Die Atmosphäre ist locker. Egal ob zum Fernsehen, Musiktexte Schreiben oder Kickern, jeder findet in den sechs hellen, großzügigen Räumen des Jugendhauses in der Scheuerlesstraße sein Plätzchen. Neben dem großen Gemeinschaftsraum gibt es zum Beispiel einen Bandproberaum, eine Küche und eine Werkstatt.


Standort 

Seit einem Jahr residieren die jungen Leute im 430 Quadratmetern großen Neubau östlich der Kernstadt. "Eine echte Verbesserung gegenüber dem Standort an der Wilhelmstraße", sagt Andreas Fischer, Koordinator der Eppinger Jugendförderung. "Aus dunklen, kleinen Räumen sind wir in große, helle gezogen." Und mittlerweile ist auch fast alles komplett eingerichtet. Nur Kleinigkeiten wie neue Gläser oder eine Schalldämmung für den Proberaum fehlen noch.
Ein Umstand, den auch die jungen Frauen und Männer zwischen 14 und 21 Jahren zu schätzen wissen, die hier vorbeischauen.

15 bis 20 von ihnen sind meist gemeinsam vor Ort. Jetzt, im Herbst und Winter, sind es etwas weniger als normalerweise. "Es wird schnell dunkel", erklärt Fischer. "Dann kommen die Jugendlichen nicht so gerne alleine hier raus." Ein bisschen ab vom Schuss ist das Jugendhaus nämlich schon. "Aber mitten in der Stadt hätten wir nie so große Räumlichkeiten mit Außenanlage gefunden." Den Jungs und Mädels gefällt's. "Hier kann ich meine Freunde treffen, das ist echt super", sagt Alexander Meier, der mittlerweile von der Tischtennisplatte an den Kicker gewechselt ist.


Fotos und Kanu

Zwei neue Betreuer kümmern sich um die Jugendlichen. Sie lösen Thorsten Sperr und Eva-Maria Emig ab, die diese Posten nach dem Umzug übernommen hatten. Mira Wolkersdörfer hat vorher das Jugendhaus in Obersulm geleitet. "Ich freue mich besonders auf die kulturellen Angebote", sagt sie. Angedacht sind unter anderem ein Fotoprojekt oder ein Abend, an dem vier Frauen aus unterschiedlichen Kulturkreisen mit den Jugendlichen kochen.

Krankenpfleger und Erlebnispädagoge Felix Glaesser möchte die Jungs und Mädels gerne erst einmal richtig kennenlernen. "Damit ich weiß, welche unterschiedlichen Interessen sie haben." Er begeistert sich besonders für actiongeladene Aktivitäten: "Wir könnten zum Beispiel Kanufahren gehen oder das Teamwork mit dem Bau eines Floßes stärken. Auf jeden Fall werden wir richtig Spaß haben."
 

 

 

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