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Jetzt geht's los - ohne Todd Ford

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Luigi Calce verspricht den Fans nicht den Einzug ins Halbfinale der Zweitliga-Playoffs. Aber der Mannschaftskapitän der Heilbronner Falken verspricht ihnen vor dem ersten Duell mit den Towerstars Ravensburg (heute um 20 Uhr, Kolbenschmidt-Arena), dass sie eine derart frustrierende Viertelfinalserie wie in der Vorsaison gegen Rosenheim (0:4) nicht erleben werden: "Dieses Jahr wird es anders laufen", sagt Calce. "Wir sind vorbereitet. Und wir haben eine sehr gute Mannschaft."

Das Falken-Team ist fraglos das beste seit zehn Jahren. Aber in den Playoffs kommt es nicht allein aufs Können an. Trainer Rico Rossi weiß das: "Es kommt auf die Tagesform an, auf den richtigen Rhythmus – und Glück gehört auch dazu."

Maximal sieben Spiele sind es binnen zwei Wochen. Wer vier Mal gewonnen hat, steht im Halbfinale. Wegweisend ist womöglich gleich die erste Partie heute Abend. Eine Heimpleite würde die Falken mächtig unter Druck setzen. "Aber wir rechnen nicht damit, dass wir verlieren", sagt Rossi zuversichtlich. Ravensburg hat allerdings mehr Qualität, als es der mühevoll erreichte siebte Tabellenplatz erkennen lässt. Elf der letzten 16 Spiele in der 2. Eishockey-Bundesliga haben die Towerstars gewonnen. Der Falken-Trainer verspricht den Zuschauern packende Partien: "Es sind zwei offensiv ausgerichtete Mannschaften. Das wird spannend."

Klar ist inzwischen, dass Torwart Todd Ford nicht als Nothelfer nach Heilbronn zurückkehren wird. Manager Ernst Rupp hat ein Machtwort gesprochen – wohl wissend, dass Rico Rossi den Mitte Januar aus persönlichen Gründen nach Kanada abgereisten Goalie nach der Verletzung von Ryan MacDonald sehr gerne wieder auf dem Eis gesehen hätte. "Irgendwann war Schluss mit lustig", polterte Rupp gestern Abend im Gespräch mit der Heilbronner Stimme.

"Ford hat uns immer wieder mitgeteilt: Ja, aber... – dann ist der Tag gekommen, als ich einen Flug für ihn gebucht habe. Das wäre am Sonntag gewesen. Wenn er ins Flugzeug gestiegen wäre, hätten wir ihn jetzt hier, dann könnte er im ersten Playoff-Spiel im Tor stehen. Etliche Sponsoren haben Signale gegeben, mir finanziell zu helfen. Aber ich habe den Fall abgeschlossen."


Hohe Forderungen

Rico Rossi muss damit leben. Er sagt: "Es hat mich viel Zeit und Nerven gekostet, aber ich trage das mit." Auch, weil Todd Ford offenbar sehr viel Geld für seine Rückkehr gefordert hatte. "Er wollte rückwirkend auch die Zeit bezahlt haben, in der er gar nicht da war", verrät Ernst Rupp. Das war ein Grund für die tagelange Hängepartie. Dass der Goalie sich um seine offenbar kranke Freundin sorgt, ist ein anderer.

Eine gute Nachricht gab es für Trainer Rossi allerdings auch: Ryan MacDonald, seine Nummer eins im Tor, wird möglicherweise viel früher als erwartet wieder fit sein. "Der Arzt hat mir gesagt, dass er ab Freitag wieder leicht ins Eistraining kann", berichtet Ernst Rupp. Rico Rossi warnt allerdings vor zu großem Optimismus: "Wir dürfen jetzt nicht zu euphorisch sein. Ryan wird mit hoher Wahrscheinlichkeit am Wochenende nicht spielen."

Der Heilungsprozess am Adduktoreneinriss des Goalies soll aber weit vorangeschritten sein. Falken-Physiotherapeut Ronald Wagner habe "einen sehr guten Job gemacht mit Massagen und Lasertherapie", freut sich der Trainer.
Dann ist genug gesprochen. Rossi muss dringend weg. Gleich beginnt das Dienstagabend-Training. "Ich hab ja auch noch einen Job zu machen." Die Playoffs sollen schließlich viel, viel später vorbei sein als vor einem Jahr.

 

 

 

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