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Duell im Zeichen des Fußballs

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"Ich dachte, wir sprechen über Fußball“, sagt Uli Hoeneß im August 2011, als ihn ein Reporter auf die Frauen-Weltmeisterschaft anspricht. Frauenfußball ist noch nicht angekommen. Eben so wenig wie Frauen im Fußball allgemein. Auch, wenn sich immer mehr weibliche Fans in den deutschen Stadien tummeln. Sie haben einen schweren Stand. Vor allem, weil sie zu Großereignissen wie EM und  WM aus allen Ecke kommen und bunt bemalt vor die Großbildleinwände der Nation treten.

"Event-Fans" nennt das der Sport-Soziologe. Dem traditionsbewussten Fan sind sie ein Dorn im Auge. Weil das immer noch so ist, will Stimmt! vor der EM klären, wer rund ums Leder besser Bescheid weiß – Jungs oder Mädchen? Der Stimmt!-Wettbewerb wird in acht Spielrunden ausgetragen. Für die Mädchen treten Viktoria und Mona an, auf der Seite der Jungs kämpfen David und Dominik um den Sieg.
 

Tischkicker: Die Zuschauer in der Studentenkneipe Klubsofa erleben eine ausgeglichene Partie, die von starken Sturmreihen geprägt ist. Ehe die Jungs richtig in Tritt kommen, liegen sie 0:2 zurück. Mona trifft zweimal, doch Dominik hält dagegen und gleicht mit zwei Treffern aus. Er fragt seinen Partner zwischendurch: "Ist es besser, wenn ich alleine spiele?" In der Tat kassiert David, der zwischendurch zum Torwart-Titan avanciert, noch das eine oder andere blöde Tor. Bei 6:9 für die Mädchen, gibt es beim Spiel bis zehn auf Seiten der Jungs besorgte Gesichter. Wieder ist es Dominik, der sein Team ins Spiel bringt. Zwei Treffer machen die Partie noch einmal spannend, doch Mona bleibt eiskalt und netzt in bester Lukas-Podolski-Manier zum 10:8-Sieg ein. 1:0 für die Mädchen.

Vuvuzela blasen: Wer kann sich nicht an den grausamen Lärm bei der WM 2010 erinnern? Auch 2012 werden die Tröten wieder zum Einsatz kommen. Beim Wettkampf geht es um Lautstärke. Mona legt gleich mal vor: 100 Dezibel schafft sie. Knapp unter Presslufthammer. Viktoria legt noch einmal 100 Dezibel nach. Keine Verbesserung. Können die Jungs das toppen? David scheitert kläglich - 84 Dezibel sind nicht mehr als Straßenlärm. Dominik steht also unter Druck. Was zu hören ist? Nur ein Luftzug, Trötengeräusch Fehlanzeige. Wieder nur knapp über 80 Dezibel. Die Mädchen gehen mit 2:0 in Führung. Bahnt sich eine Überraschung an?

Trikottausch: Flaggen auf den Wangen, Trikots und Hosen der Nationalmannschaft sind auf der Fanmeile beinahe Pflicht. Deshalb wollen wir wissen: wer hat mehr Fan-Wäsche am Körper und wer macht darin die bessere Figur. David ahnt es schon vor dem Jury-Urteil – Mona und Viktoria waren für fünf Minuten ins Bad verschwunden. Heraus kamen zwei Deutschland-Nixen. Wie aus der Zauberkugel bei der Mini Playback Show. Flagge um die Hüften geschlungen und Fußball-Cap über der Mähne. Da ist die 3:0-Führung nur Formsache. Langsam wird es eng für die Jungs...

Nationalhymnen erraten: Die deutsche Hymne erkennt jeder, aber wie sieht es mit den Hymnen anderer Teilnehmer-Länder aus? Während sich die Jungs meist nur ratlos anschauen, stecken Mona und Viktoria die Köpfe zusammen und präsentieren fast immer die richtige Lösung. Besonders beeindruckend: Die portugiesische Hymne erkennen sie ohne Text, die italienische nach zwei Sekunden. Dann gibt es von Mona noch einen Spruch in Richtung Männer: "Schaut ihr denn keine Formel 1?" Das Spiel bringt das 4:0 für die Mädchen.

Panini-Bildchen: Ein Glücksspiel – zwei Päckchen aufreißen und hoffen, dass deutsche Spieler darin sind. Die Jungs holen sich ihren ersten Punkt. Der Beginn der Aufholjagd? Viktoria sagt zu Mona: "Hey wir gewinnen und dürfen ins Aquatoll (Anm. d. Red.: der Preis für das Siegerteam)." Die Jungs strahlen wenig Zuversicht aus. Spielstand: 4:1.

Regelkunde: Wer kennt sich im Regelbuch besser aus? Die Jungs, oder? Weit gefehlt. 4:2 entscheiden Mona und Viktoria das Spiel für sich. Sie wissen zum Beispiel wie schwer ein Fußball ist (410-450 Gramm) und dass der 16-Meter-Raum genau 16,5 Meter ins Feld hineinragt. Die Jungs bekommen dagegen nicht einmal die Größe des Tores hin. Ihr Tipp: 7,42 Meter hoch und 2,46 Meter breit. Richtig ist: 7,32 breit und 2,44 hoch. 1:5 aus ihrer Sicht. Die endgültige Niederlage – jetzt geht es nur noch darum, sich ehrenhaft aus dem Spiel zu verabschieden. Bitte kein Debakel...

Hymne singen: Zum Glück geht es nur um Textsicherheit und nicht um die richtigen Töne. Deshalb können beide Teams überzeugen. Den Text der deutschen Hymne haben sie drauf. Unentschieden – das 2:6.

Fußballquiz: Wer weiß mehr über die EM-Geschichte? David ahnt es schon. "Wir liegen sowieso daneben", sagt er noch vor der ersten Frage. Wenn er da schon wüsste, wie recht er hat. Nur zwei von vier Fragen kann das Jungen-Team richtig beantworten. Aber immerhin wissen Dominik und David, dass Jürgen Klinsmann und Thomas Häßler am häufigsten für Deutschland bei einer EM auf dem Platz standen. Die Girls trumpfen im Gefühl des Sieges auf. Vier von fünf haben sie richtig. Unter anderem wissen sie, dass Lukas Podolski bei der EM 2008 am häufigsten für Deutschland traf. Am Ende siegen die Mädchen mit 7:2.
 

 

 

 

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