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Besondere Atmosphäre im Freien

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Hinter den in warmes rotes Licht getauchten Torbögen am Einlass beginnt das besondere Universum. Die Seefest-Welt an der Böckinger Viehweide, der auch durchwachsene Wettervorhersagen nicht viel anhaben können.

Mehr als 2000 Besucher strömten am Mittwochabend bei 17, 18 Grad auf die Festmeile am Kultlokal Gartenlaube, um in gemütlicher Atmosphäre das besondere Flair zu erleben. Das Geheimnis? Seit Jahren sind die Heilbronner Manuela Gibler (43) und Uwe Heinrich (48) schon Festgäste. Das gemischte Publikum von Jung bis Alt, dass man Leute trifft, die man zuletzt "vor 25 Jahren in der Laube gesehen hat", sind für Heinrich die Pluspunkte. Die tolle Live-Musik, die besondere Atmosphäre im Freien sind für Gibler attraktiv. "Man fühlt sich total wohl."

 

Schummrig

Von 16 bis über 50 sind auch am Mittwochabend alle Altersklassen vertreten. Von Hektik ist höchstens an den Getränkeständen etwas zu spüren. Im Biergarten mit dezenten Lichtgirlanden in den Bäumen ist es schummrig – das stört hier aber keinen an den Tischen. Vor der Bühne drängen sich viele ältere Semester, als die quirlige Sängerin Tess Smith mit Hits wie "It's raining men" oder "Rollin' on the river" für gute Laune sorgt.

"Hauptsache, es ist trocken", freut sich Laube-Geschäftsführer Matthias Kern über das Wetter, als Feuerwerker bunte Glitzerbilder in den Nachthimmel zaubern. Die Anzünder sind Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Schwaigern. "Es ist gut so, dass Experten das machen", sagt Kern grinsend. Zu Seefest-Zeiten kommen viele Helfer auch von weiter her. 50 bis 60 sind es pro Abend, einer reist sogar aus Hannover an. Seefest-Zeit ist für Kern wie "Weihnachten, Silvester und Neujahr zusammen". FDP-Stadtrat Nico Weinmann hat eigens seinen USA-Urlaub so gelegt, dass er zum Festreigen wieder da ist. Es sei "wie ein Revival". Man treffe all die Freunde wieder, mit denen man früher Wochenenden in der Laube zugebracht hat.

Von einer Freundin zum Mitgehen überzeugen lassen hat sich der Widderner Jürgen Walter (44). Er war jahrelang nicht mehr hier, steht eigentlich auf Klassik. Die Band hier sei aber auch okay, gute Gespräche, der Mix ohne Altersgrenze gefallen ihm. Nur: Wo denn der See zum Seefest sei, wundert er sich. Dass dieser nach dem Zweiten Weltkrieg zugeschüttet wurde, weiß Walter jetzt.

Was die jüngeren Semester zum Fest zieht? Als Böckingerin ist das Seefest für Antje Marquardt (23) ein Pflichttermin. Aber auch die Bands findet sie super. Die Fleinerin Lisa Beckh (18) war mit 16 schon da und fand es da sogar "reizvoller". Weil es damals noch etwas Besonderes war, abends wegzugehen.

 

Gelassen

Um 23.30 Uhr ist auch die Gartenlaube nebenan richtig voll. Hier sind vor allem Jüngere. "Man kann besser tanzen", es sei bessere Musik als bei "den Alten", sagt Lisa Neubauer (18) trocken. Gutes Essen und den freien Eintritt findet Freundin Maren Merx (18) richtig gut. Beide sind in Ausbildung zur Erzieherin. Und bekommen in der langen Schulphase dafür kein Geld.

Am Haupteingang ist der Chef des Sicherheitsdienstes relativ gelassen. Gerade wurde zwar ein junger Mann vom Gelände verwiesen, der Ärger bereitet hatte. Ansonsten aber "ist es friedlich", sagt er.
 

 

 

 

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