Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Raketenkunst im Kurpark

Übersicht

Das Feuerwerk gehört zum Romantischen Lichterfest wie die Kurgäste zu Bad Rappenau. Das musikalisch begleitete Raketenkunstwerk über dem Kurparksee bleibt die Hauptattraktion des Festes – und damit der Samstag der Hauptfesttag im Kurpark.
 
Als Florian Gokel um 22.30 Uhr auf den Knopf drückte, um 50 Kilogramm Explosivstoffmasse in Gang zu setzen, drängten sich die Zuschauer dicht an dicht auf der anderen Seeseite. Nach Feuershow und Gesang auf der Seebühne schossen die Lichter rund zehn Minuten lang in die Höhe und erhellten den Nachthimmel im Takt mit verschiedenen Stücken. Vier Mitarbeiter der Heidelberger Firma Beisel hatten den ganzen Nachmittag Feuerwerkskörper in Stellung gebracht. Projektleiter Florian Gokel hatte sich den Ablauf ausgedacht: "Das ist alles in meinem Kopf", sagte er, bevor es losging. "Eine Probe gab es nicht." Das sei die Kunst dabei.

 

Freitags noch wenig los

Erstmals hatten die Veranstalter schon am Freitag den Kurpark illuminiert und das Lichterfest damit um einen Tag erweitert. Die Lasershow sahen allerdings weit weniger Gäste als erhofft. Überschaubar sei der Besucherstrom gewesen, meinte Michael Kollmar. 3500 Gäste passierten den Einlass.
 
Der zusätzliche Tag müsse sich erst etablieren: "Dem muss man auch Zeit geben." Dafür tummelten sich am Samstag mehr als 10 000 Gäste zwischen Kurhaus und Salinensteg, schätzte der Verantwortliche. Der Heilbronner war für die Organisation des Lichterfestes zuständig, der Bad Rappenauer Touristikbetrieb (BTB) hatte ihn eigens dafür ins Team geholt.
 
Neue Ideen brachte der Eventmanager mit: Neben Lasershow und Seebühne gab es Bootsfahrten und neue Illuminationen auf der Lichtpromenade. Die bunten Leuchtpilze waren stimmungsvollen Kugeln gewichen. Objekte aus 15 000 bunten Lichtbechern bildeten wie gewohnt die Hintergrundkulisse im Gras.

 

Grandiose Stimmung

Nicht nur als Verantwortlicher, auch als Gast erlebte Michael Kollmar das Romantische Lichterfest zum ersten Mal. "Die Stimmung ist grandios", schwärmte er. Das konnten Stammgäste wie Marianne Gärtner und Inge Jelko nur bestätigen. Von Anfang an besuchen die beiden gemeinsam das Lichterfest. "Wir machen das jedes Jahr", sagte Marianne Gärtner. "Ich schaue mir gern Feuerwerk an", verriet die Massenbachhausenerin. "Vor allem mit Musik", ergänzte ihre Freundin aus Bad Rappenau. Bis es soweit war, genossen die Frauen die Atmosphäre im Kurpark, ein kühles Bier und eine Bratwurst. Das Angebot war reichlich: Vom Fischbrötchen bis zu thailändischen Nudeln, von Spare Ribs bis zum Flammkuchen.
 
Das Festgelände hatten die Veranstalter erstmals verkleinert, was dem Thüringer Markt mehr Gemütlichkeit verschaffte. An der Seeseite hatten die Beschicker für den Markt der schönen Dinge ihre Stände aufgebaut: Hüte, Schmuck und Deko-Ideen gab es da. Manch einer sorgte schon im August mit einem Schafsfell für kältere Tage vor.
                 

Galerien

Regionale Events