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Blitzer-Marathon ist ein Erfolg

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Werner Ballenberger ist auf der Lauer. Mit dem Lasermessgerät sitzt er in einem Bus an der Landesstraße 1105 zwischen Leingarten und Nordheim. Ballenberger wartet auf den ersten Autofahrer, der an dieser Stelle zu schnell unterwegs ist. Den würden seine Kollegen dann sofort rechts ran winken. Aber Werner Ballenberger wartet. Und wartet.
 
Zum Start des Blitz-Marathons fahren am Donnerstagmorgen quasi alle Autofahrer langsam. Kaum jemand ist schneller unterwegs als erlaubt. Zwischen Leingarten und Nordheim gilt 70. Und Verkehrspolizist Ballenberger misst Autos, die mit 65 Stundenkilometern unterwegs sind, mit 69, mit 70. Keiner ist zu schnell. Die Polizei hatte schon Wochen vorher auf die 24-Stunden-Aktion hingewiesen. Bürger konnten Stellen nennen, an denen geblitzt werden soll. Die Öffentlichkeitsarbeit wirkt anscheinend.
 
 

Eher zu langsam

"Das ist schon außergewöhnlich, dass die Leute an dieser Stelle so anständig fahren", sagt auch Verkehrspolizist Jürgen Trautmann. Das regnerische Wetter trägt möglicherweise seinen Teil dazu bei. Aber Trautmann vermutet, dass viele Leute vom Blitz-Marathon gehört haben und deshalb weniger Gas geben.
 
Das bestätigt die erste Zwischenbilanz. Nur 3,5 Prozent aller Fahrzeuge, die bis 15 Uhr gemessen werden, sind zu schnell unterwegs. "Das ist eine sehr geringe Quote. Für uns ist das ein Erfolg", sagt Yvonne Schmierer, Sprecherin der Heilbronner Polizei. Denn die Polizei sehe den Blitz-Marathon als Prävention. "Es geht um die Verkehrssicherheit", sagt der Heilbronner Polizeichef Roland Eisele. Jeder Autofahrer, der nicht rast, sei ein Erfolg.

 

Blitzer erwünscht

Bernd Böhmann vom Ordnungsamt der Stadt Heilbronn baut am Mittag einen Blitzer in der Weirachstraße im Stadtteil Böckingen auf. "Bei uns vor dem Haus fährt sonst niemand 30. Ich finde es gut, dass hier geblitzt wird", sagt Tamara Baum, die an der Straße wohnt. Auch hier fahren die Leute an diesem Tag relativ gemäßigt. Das liege sicher daran, dass jeder weiß, dass der Blitz-Marathon läuft, sagt Baum.
 
Wer doch erwischt wird, ärgert sich. Am Nachmittag winken Heinrich Matter und André Burkert bei Sülzbach einen Autofahrer an den Straßenrand. Laut Lasermessgerät war er 21 Stundenkilometer schneller als erlaubt. Der Mann ärgert sich vor allem über sich selbst. "Ich weiß ja, dass heute überall geblitzt wird." Trotzdem hat er nicht aufgepasst – und bekommt jetzt einen Punkt.
                      

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