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WM-Fußballparty

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Jetzt steht es fest: Es gibt wieder ein WM-Fandorf in Heilbronn. Vom 11. Juni bis zum 11. Juli können sich wieder tausende Fußballbegeisterte auf der Theresienwiese tummeln. Die Entscheidung fiel Ende der vergangenen Woche, obwohl es aller Voraussicht nach keinen Hauptsponsor geben wird. "Diese Hoffnung habe ich aufgegeben", sagte HMG-Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Himmelsbach am Samstag am Rande seiner monatlichen Bürgersprechstunde. Übertragen werden im Fandorf alle 56 in Südafrika stattfindenden Spiele.


Rückgang

Die Kosten für das dritte Fandorf nach der Fußballweltmeisterschaft 2006 und der Europameisterschaft 2008 liegen zwischen 180 000 und 200 000 Euro. Die 18 Sponsoren und die acht Caterer, die bis jetzt zugesagt haben, bringen nach Angaben von Bernhard Winkler, Geschäftsführer der Heilbronn Marketing GmbH (HMG), knapp 150 000 Euro.

Dass in diesem Jahr nicht mehr Geld von Förderern einging, liegt unter anderem daran, dass die Triacs GmbH beim WM-Dorf-Sponsoring einen Rückgang von bis zu 40 Prozent hinnehmen musste. Die Triacs GmbH, einer der führenden Dienstleister für Eventtechnik, ist wirtschaftlicher Träger der Fandorf-Veranstaltung auf der Theresienwiese.


Sicherheitsgebühr

Die Geldsuche erschwerten aber auch Richtlinien des Weltfußballverbandes Fifa. So dürfen beispielsweise keine Sponsoren ins Boot geholt werden, die in Konkurrenz zu Fifa-Geldgebern stehen. Aber auch die Stadt Heilbronn hatte aus Spargründen ihre ursprünglich gemachte Zusage über eine Ausfallbürgeschaft in Höhe von 20 000 Euro wieder zurückgezogen.

Die Deckungslücke von rund 50 000 Euro muss somit anderweitig gedeckt werden. Erstmals wird deshalb beim Heilbronner WM-Fandorf eine Sicherheitsgebühr von einem Euro erhoben. "Die Sicherheit ist zwischenzeitlich zu einem sehr hohen Kostenfaktor geworden", argumentiert Bernhard Winkler. Die Aufwendungen für Polizei, Feuerwehr, Ärzte, Rettungsdienste und Security machten etwa 40 Prozent des Gesamtetats aus. Weitere 20 Prozent müssen für Fifa- und Gema-Rechte abgeführt werden.

Verlangt wird der "Sicherheits-Euro" von Fandorf-Besuchern ab 14 Jahren. "50 Prozent des hierbei erwirtschafteten Reinerlöses gehen je zur Hälfte an die HSt-Aktion Menschen in Not und an die Bürgerstiftung Heilbronn", verspricht Winkler.


Ansturm

Wie bei den beiden stattgefundenen Fandörfern erwartet Winkler wieder eine Besucherzahl von "an die 150 000 Fans" auf der Heilbronner Theresienwiese. Geöffnet werden die Tore zwei Stunden vor Spielbeginn. Übertragen werden die jeweiligen Begegnungen auf einer 24 Quadrameter großen Leinwand: "Da sieht man auch noch aus 70 Meter Entfernung, wie der Ball in den Winkel des Tores rauscht", schwärmt er von der Qualität.
Während der Endrunde der 19. Fußball-Weltmeisterschaft wird in Heilbronn die Sperrzeit verkürzt. Somit können alle Heilbronner Gaststätten mit Außenbewirtschaftung und Biergärten abends länger offen halten.


Die ersten Spiele

Noch 59 Tage bis zum Beginn der Fußballweltmeisterschaft. Das erste Spiel der deutschen Mannschaft findet am 13. Juni, 20.30 Uhr, in Durban statt. Gegner ist die Elf aus Australien. Weiter geht es am 18. Juni, 13.30 Uhr, gegen Serbien. Das letzte Vorrundenspiel der Löw-Elf ist am 23. Juni, 20.30 Uhr, gegen Ghana. Bei den Spielen der Deutschen bei der WM (2006) und EM (2008) strömten an die 20 000 Fußballfans in das Fandorf auf der Theresienweise.



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