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Mathe als spannende Erfahrung

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Konzentriert bearbeitet Raphael Mattes das Loch in dem vor ihm liegenden Ytongstein. Es gehört zur einen Hälfte einem gotischen Fenster, in dessen Mitte am Ende ein Kleeblatt zu sehen sein wird. "Ich wollte es nah am Originalbaustoff halten", erklärt der 15-Jährige seine Materialwahl. In dieser Hinsicht konnte sich jeder der Teilnehmer am Projekt "RechenKunst – KunstKunst – BauKunst" der Volkshochschule Unterland in Bad Wimpfen frei entfalten.

Bereits vor zwei Jahren landete Außenstellenleiterin Sabine Klenk-Böttcher mit der ungewöhnlichen Kombination von Mathematik und Kunst einen Erfolg. Damals vermaßen die Jugendlichen den roten Turm mit verschiedenen Methoden und setzten diese Proportionen dann künstlerisch um.


Unterstützt

Damals wurde der Kurs von der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg unterstützt. "Da das so gut ankam, probierten wir es noch mal mit zwei Themen unter dem Überthema innovatives Ferienprogramm", erklärt Klenk-Böttcher. Mit Erfolg.

Dank der Gelder ist der Kurs kostenlos für die zwölf Jugendlichen zwischen zwölf und 16 Jahren. An zwei Tagen führte Mathelehrerin Anita Wollmann-Dittmer die Teilnehmer anhand des Klosters im Tal in die alten Vermessungsmethoden der früheren Baumeister ein. Zirkel und Geodreieck sind dabei ein absolutes Muss, um die Spitzbogenfenster konstruieren zu können. "Es war toll zu erleben, wie die Jugendlichen erkannten, dass sie so etwas Schönes selbst konstruieren können."


Exaktes Arbeiten

Kleeblätter, Fischblasen, Dreipass – das alles klingt zunächst einmal ziemlich kompliziert und vor allem nicht gerade ferientauglich. "Wenn man es einmal kapiert hat, dann geht es eigentlich ganz schnell", stellt Raphael fest. Eigentlich seien es doch immer nur Dreiecke und Kreise. Exaktes Arbeiten sei aber notwendig, ergänzt Marlene Böttcher (15).

Sie selber erstellt eine Art Scherenschnitt mit mehreren Fenstern aus schwarzem, festem Papier, die dann bunt hinterklebt und mittels einer Kerze beleuchtet werden. Sie ist froh über die Teilnahme. "Ich mag Geometrie und Kunst und wollte in den Ferien mal was sinnvolles machen", erzählt sie. Sonst fehle oft die Zeit für die künstlerische Arbeit.


Bunter Sand

Die Jugendlichen kreieren ihre eigenen Konstruktionen. Tonfenster entstehen ebenso wie gemalte Landschaften, ganze Fensterwände, die mit buntem Sand bestreut sind. Annki Laumann (15) schwingt bei Regina Schremsers (13) Bild den Pinsel. "Wir helfen uns alle gegenseitig", erklärt Regina. Beide sind begeistert von der Woche, sogar Mathe hat mal richtig Spaß gemacht.





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