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7500 Euro für Uganda

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Rund 50 Jugendliche aus Eppingen und den Teilorten trippelten am Samstagnachmittag ungeduldig von einem Bein aufs andere. Armin Graf, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde, gab um 16 Uhr endlich den ersehnten Startschuss.

Links und rechts mit Wasserkanistern bewaffnet, hechteten die Kinder, Jugendlichen und ein paar Erwachsene eine Stunde lang vom Marktplatz zur katholischen Kirche weiter zum Pfeifferturm und zurück zum Marktplatz. Jede absolvierte Runde brachte eine Schule im ugandischen Rutenga ihrer ersehnten Wasserleitung samt Wassertank und Pumpe ein Stück näher.


Baubeginn

Die Teilnehmer hatten sich innerhalb ihrer Familien und im Bekanntenkreis Sponsoren gesucht, die für jede gelaufene Runde spendeten. Heraus kam, wenn alle Sponsoren Wort halten, eine Summe von 7513 Euro. Damit stehe dem sofortigen Baubeginn in Rutenga nichts mehr im Wege, berichtete Graf am Abend im Gemeindehaus, wo das Benefizkonzert "Blues für Afrika" über die Bühne ging.

Ein Raunen ging durch die Zuschauer, als er die Summe nannte. Auch zwei Firmen hatten sich für das Projekt eingesetzt. Die Adelshofener Baufirma Gomer und die Immobilienfirma Axel Muth zückten einen Check über je 500 Euro. Schon nach der ersten Runde wurde manchem der Läufer klar, wie beschwerlich das Wassertragen, in Rutenga tägliche Pflicht der Kinder, in Wirklichkeit war. Zwei mal drei Liter schleppte zum Beispiel der neunjährige Luca Scaglione aus Eppingen. Tapfer biss er die Zähne zusammen.


Beschwerliches Wassertragen

Der elfjährigen Greta Rüter vom Hartmanni-Gymnasium ging es ähnlich. "Aber aufgeben kommt gar nicht in die Tüte." Schließlich hatte sie an ihrer Schule viel über das Leid der Kinder in Rutenga erfahren und weiß, dass es dort keine Selbstverständlichkeit ist, fließend Wasser zu haben.

Für alle motivierend wirkte sich die Teilnahme von Kirchengemeinderat Rolf Lachowitzer aus, der mit über 50 Jahren schmunzelnd seine Runden drehte. Vorbild war auch Schreinergeselle Tobias Diekmayer. Der 23-Jährige klemmte sich gleich sechs Kanister unter die Arme.


Reisepläne

Zwischen 6000 und 8000 Euro verschlinge der Bau der geplanten Wasserleitung an der Patenschule der Eppinger Kirchengemeinde. "Eine große Chance für das Land, aus der Aidsfalle und der immer wieder drohenden Verslumung herauszukommen ist die Stärkung des Bildungsgedankens", erklärte Pfarrer Graf. Im August will er sich über den aktuellen Stand rund um das Bauprojekt überzeugen und mit einer Gruppe der Kirchengemeinde nach Rutenga fliegen.

Die Kooperation kam über Grafs Freundschaft mit einem Abgesandten Ugandas zustande, Dr. Hamlet Mbabazi, der vor Jahren schon der evangelischen Kirchengemeinde Eppingen ein konkrete Plattform für ihre Unterstützungsmotivation bot. "Da weiß man einfach, wohin das Geld fließt", erklärte einer der Sponsoren.





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