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Die 4. Revolution - Energy Autonomy

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Der Dokumentarfilm "Die 4. Revolution - Energy Autonomy" des deutschen Filmemachers Carl-A. Fechner steht für eine mitreißende Vision: Eine Welt-Gemeinschaft, deren Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gespeist ist - für jeden erreichbar, bezahlbar und sauber.

Filmpräsentation mit der Produzentin

In den Heilbronner Arthaus-Kinos an der Allee ist jetzt der Film noch bis Sonntag jeden Abend zu sehen. Die ausführende Produzentin des Films Irja Martens stellte sich bei der Präsentation des Films am 27. April in Heilbronn den Fragen des Publikums. Mit dabei waren Schüler des Theodor-Heuss- und des Mönchsee-Gymnasiums.

In der Diskussion ging es um die wichtigsten Fragen zur "4. Revolution". Aber lest selbst:

Irja Martens, Sie sind erst 26 Jahre
und bereits Executive Producerin dieses großen Kinofiolms. Wie kamen sie zu diesem Projekt?


Ich studierte Theater- und Medienwissenschaften an der Uni Bayreuth, als ich 2006 kurz vor Schluss meines Studiums, von diesem reizvollen Projekt bei Fechner Media erfuhr.  So bekam ich die tolle Chance, dieses Projekt seit der Stunde Null zu begleiten. Als Regie-Assistentin habe ich die Produktion während des sechs monatigen Dreh in elf Ländern und den achtmonatigen Schnitt in Berlin begleitet.

Im Film kommen einige  Protagonisten zu Wort. Nach welchen Gesichtspunkten haben sie diese Leute ausgewählt?
Anhand dieser Leute wollten wir eine Geschichte erzählen:  Hermann Scheer stand von Anfang an fest, er hatte ja durch sein Buch „Energie Autonomie“ die Vorlage und Idee zu diesem Film geliefert. Muhammad Yunus aus Bangladesh wurde zu diesem Zeitpunkt gerade mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Der Däne Preben Maegaard gründete 1983 das Nordic Folke Center. Seine Arbeit führte dazu, dass er heute in der größten energieautonomen Region der Welt lebt. Durch ihn bekamen wir auch Kontakt zu Ibrahim Togola der bei ihm seine Ausbildung absolvierte und jetzt in den Dörfern im afrikanischen Mali auch so ein Zentrum aufbaut.

Einer der Protagonisten, Fatih Birol, der Direktor der Internationalen Energieagentur, war ja einGegner. War er mit dieser Rolle einverstanden?

Das Perfide ist ja, dass selbst die Internationale Energieagentur von einer Energierevolution spricht. Nur sieht der Mix anders aus und beruht auf sauberen Kohlestrom mit Hilfe von Kohlesequestrierungsanlagen, auf Atomstrom und auf Erneuerbare Energien. Es gibt und wird nie eine Lösung für die Endlagerung des Atommülls geben.
Und der Anteil der Erneuerbaren Energien ist nach Vorstellung der Energieagentur mit 40 Prozent für Elektrizität unter den Forderungen der Europäischen Union. Das hat nichts mit Revolution zu tun. Wir haben Herrn Birol beinahe ungeschnitten zu Wort kommen lassen – eigentlich entlarvt er sich selbst!

Was hat Sie persönlich bei den Dreharbeiten am meisten beeindruckt?
Ein Drittel der Weltbevölkerung ist noch immer von der Versorgung mit elektrischer Energie ausgeschlossen. Dort passiert es, dass Babys und auch Mütter bei der Geburt nachts sterben, weil es kein Licht gibt, somit keine sanitären Anlagen, keine Medikamente im Kühlschrank. Das Recht auf Leben ist auch ein Recht auf  Energie – auf saubere Energie: Sonne, Wind und Wasser gehören allen Menschen.

Helden der neuen Energie

In vierjähriger Arbeit wurde "Die 4. Revolution" auf der ganzen Welt gedreht. Die Helden des Films sind Vorkämpfer in vielen Bereichen: Von der Idee des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus, mithilfe von Mikrokrediten Existenzen zu gründen, über Visionen des Trägers des Alternativen Nobelpreises Hermann Scheer, welcher die Energiewende wahr werden lassen möchte bis hin zu Unternehmern, welche die visionären Ideen erfolgreich in die Realität umsetzen.

Der Filmtitel "Die 4. Revolution" spielt auf die Fortsetzung von technischen Revolutionen in der Vergangenheit an: Der Agrarrevolution, der Industriellen Revolution und der Digitalen Revolution soll nun die Energiewende folgen.

Hier könnt ihr den Trailer zum Film sehen:





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