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Bei Botschaftern eingeschlichen

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Ob als Frau verkleidet auf dem Weiberfasching, als Weihnachtsmann auf dem Oberginsbacher Weihnachtsmarkt oder nachts um zwei Uhr beim Bäcker – für seine journalistischen Recherchen ist sich Daniel Stahl (25) aus Bieringen für nichts zu schade. "Man muss eben drauf stehen, Blödsinn zu machen", erzählt er, und die Freude an seiner Arbeit ist ihm anzusehen.


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Freier Mitarbeiter

Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich vor sieben Jahren. Direkt nach dem Abitur bekam er einen Praktikumsplatz bei der Heilbronner Stimme. Bis heute schreibt er für die Hohenloher Zeitung als freier Mitarbeiter. Es sei ein guter Start gewesen. Ob er das Journalistik-Studium in Bamberg ohne sein Praktikum bei der HZ gemacht hätte, weiß er nicht. "Die haben mir da am Anfang eben bei allem geholfen, und man wird auch gebraucht", lobt Stahl. Er habe inzwischen auch schon andere Praktika gemacht: "Da wird man dann in ein Zimmer gesetzt, und niemand kümmert sich um einen."


Ausgefallener Ort

Seit 2006 studiert Stahl an der "kleinsten Journalistenschule Deutschlands", in Bamberg. Nebenbei absolvierte er auch Praktika bei anderen Zeitungen, wie beispielsweise beim Lokalteil der Stuttgarter Zeitung in Zuffenhausen oder bei der Sächsischen Zeitung in Dresden.

Aber auch an ausgefalleneren Orten berichtete Stahl schon über das Geschehen. 2008 schrieb er für den Spikerooger Inselbooten, der vom einzigen Journalisten der Insel herausgegeben wird. "Das war total cool, man wird komplett versorgt, arbeitet mal einen halben Tag, und dann ist auch wieder gut."


Stipendium

Das Praktikum bekam Stahl durch sein Stipendium beim Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (IFP). Das Stipendium wird von der katholischen Bischofskonferenz bezahlt und läuft studienbegleitend. Dass er das Stipendium bekommen habe, sei auf sein Reporterglück zurückzuführen, sagt Stahl. Denn sein Auftrag war es, eine Reportage über einen Bamberger Chor zu machen, und gerade an dem Tag, als er da war, sei ein junges Ehepaar in der Kirche gewesen, um sich den Chor anzuschauen. "Da konnte man dann schön mit Händchenhalten und sowas anfangen." Ein weiteres Praktikum machte er in New York.


UN-Ausweis

Dort arbeitete er für eine Presseagentur. "Wie die Deutsche Presseagentur dpa. Die Agentur berichtet aber vor allem über Dritte-Welt-Länder", erklärt Stahl. "Die stehen wirklich für was, das ist echt gut." Das Interessante bei dieser Arbeit sei aber nicht unbedingt das Verfassen von Artikeln gewesen, meint Stahl, "ich wollte einfach mal sehen, wie es so läuft".

Die Agentur hat ihr Büro im Gebäude der UN, und begrüßt wurde Stahl so nach dem Motto: "Hier ist dein UN-Ausweis, viel Spaß damit", erzählt er. Eine große Einführung gab es nicht. Doch nach einer Woche habe er dann gewusst, wie der Hase läuft. "Da hab ich mich dann mal bei einem Botschaftertreffen eingeschlichen".

Jetzt hat er in Bamberg ein eigenes Pressebüro ins Leben gerufen. "Wir nennen uns ganz pragmatisch Journalistenbüro Stahl & Woldin". Genaue Pläne für seine Zukunft habe er zwar noch nicht, doch dass er Journalist werden will, das steht für Daniel Stahl außer Frage.


Praktikum

Die Hohenloher Zeitung beschäftigt immer wieder gerne Praktianten. Diese haben so die Möglichkeit, den Beruf des Journalisten hautnah zu erfahren, indem sie selbst Interviews führen, recherchieren, fotografieren und nicht zuletzt schreiben. HZ-Praktikanten nehmen Termine wahr, machen Umfragen zu aktuellen Themen, schreiben Berichte, Porträts und Reportagen und nehmen aktiv teil am Alltag der Redaktion.

Ein Praktikum erstreckt sich über mindestens vier Wochen. Ein Mindestalter von 18 Jahren und der Pkw-Führerschein sind Voraussetzung für eine Praktikantenstelle.

Wer Interesse hat, meldet sich einfach bei den HZ-Redaktionen in Künzelsau unter Telefon 07940/926231 (E-Mail) oder Öhringen unter 07941/916131 (E-Mail).






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