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Schlammschlacht

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"Lustig ist das Dämme bauen, denn da kann man sich versauen." – Das ist im Gaffenberg-Lied nicht nur so daher gesagt , sondern matschige Realität im evangelischen Waldheim im Heilbronner Stadtwald. Doch beim Dämmebauen bleibt es nicht. Am Köpferbach findet alljährlich die von Kindern und Betreuern heiß ersehnte Schlammschlacht statt. Jetzt war es wieder soweit.

Vollgelaufene Stiefel


Ausgerüstet mit Gummistiefeln und robusten Kleidern sind die Kinder begeistert am Werk. Zuerst bauen die zehn Gruppen, die sich zum Köpferbach aufgemacht haben, alle paar Meter einen Staudamm. Die sollen das Schlammwasser aufstauen. "Hier fehlen noch Stöcke und Steine", ruft ein Betreuer seinen Schützlingen zu. Manche Kinder haben extra ihre wasserdichten Schlammhosen angezogen – eine gute Entscheidung, wie sich herausstellt. Denn im kniehohen Schlammwasser bleibt es nicht bei vollgelaufenen Gummistiefeln und nassen Hosenbeinen. Erst recht nicht, wenn es richtig losgeht mit dem Vergnügen im Schlamm.


Taufe


"Auf die Knie!“" Mit lauten Rufen werden die Betreuer, die zum ersten Mal dabei sind, zur matschigen Taufe aufgefordert. Sie bekommen von den älteren Onkel und Tanten eine Ladung der braunen "Schokosoße" über den Kopf geschüttet. Die spritzen mit vollen Händen zurück, die Schlammschlacht beginnt.


"Aaahhh." Kreischend versuchen ein paar Kinder, dem kalten Schlammwasser zu entkommen. Doch "die allermeisten genießen es, sich mal so richtig austoben zu können", erklärt Oberonkel Michael Dullstein. Die Kleinen dürfen sich von oben bis unten mit Matsch einseifen. "Mir macht es Spaß, dass ich mich so richtig dreckig machen kann", erzählt Sophie. Tatsächlich bleibt bei den ganz Mutigen kaum ein Körperteil trocken. Die ganze Haut ist überzogen mit einer braunen Erdschicht.

Ersatzkleidung


Betreuer Jan Wozny (19) schätzt, dass die Schlammschlacht für 90 Prozent der Kinder der Höhepunkt auf dem Gaffenberg ist. Die Onkel und Tanten sind voll mit dabei. "Es ist wichtig, dass man die Kinder motiviert und selbst auch mitmacht", findet Luise Leyer (18). Neuling Mona Lang (18) ist gerade getauft worden, das Schlammwasser tropft ihr vom Kopf. Wie war es? "Nass, dreckig, kalt", sagt sie lachend.


Nicht alle Kinder möchten mitmachen. Lena Feeser (10) hält sich lieber zurück. Auf einem abgesägten Baumstamm mit Überblick über das schlammige Treiben bleibt sie unbespritzt. Auch verletzte oder gesundheitlich angeschlagene Kinder bleiben der Schlammschlacht fern.


"Iiihh, das ist so eklig", ruft ein Mädchen und versucht die vermatschten Gummistiefel auszuziehen. Wenn die große Schlacht vorbei ist, geht es schnell zurück auf das Freizeitgelände. "Dort werden alle mit dem Wasserschlauch abgespritzt", erklärt Dullstein. Dann schlüpfen die Kinder in ihre mitgebrachte trockene Ersatzkleidung. Diesen Tag werden sie garantiert ihr Leben lang nicht vergessen.



Mehr über die Gaffenberg Freizeit 2010 erfährst du [hier]





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