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Große Hallen in den Böllinger Höfen

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Nächstes Jahr zu Weihnachten soll die Audi-Baustelle im Industriegebiet Böllinger Höfe fertig sein – jedenfalls was das Logistikzentrum angeht. Das, was in den nächsten Wochen und Monaten auf dem 25 Hektar großen Grundstück in die Höhe wachsen wird, gehört dazu – und auch ein Teil der Flächen, die Audi diesseits und jenseits der Alexander-Baumann-Straße in dem Heilbronner Industriegebiet eingeebnet hat. Die Arbeiten liegen im Zeitplan, heißt es in Neckarsulm.
 
Zehntausende Lastwagenladungen Erde hat das Unternehmen dafür wegschaffen lassen, allein 4000 Fuhren guter Mutterboden, der für die Bundesgartenschau zwischengelagert wird. "Mit den Erdarbeiten sind wir jetzt durch", sagt Werkleiter Fred Schulze. Inzwischen laufen die Arbeiten an den Fundamenten auf Hochtouren.
 
 

Pläne

Auf mehreren hundert Pfählen werden die Hallen gegründet, in denen die Zulieferteile für die Autoproduktion in Neckarsulm vorsortiert werden sollen. "Dafür braucht man viel Fläche", erklärt Schulze. Vorgerichtet und in der Reihenfolge, wie die Fahrzeuge übers Montageband laufen, sollen die Teile künftig von dort nach Neckarsulm geliefert werden.
 
Während sich Audi über die übrigen Pläne für das Grundstück weiter ausschweigt – Schulze: "Es sind noch keine Entscheidungen gefallen" – hat der Heilbronner Gemeinderat diese Woche den Bebauungsplanentwurf beschlossen, der einschließlich Anlagen auf mehr als 160 Druckseiten die Voraussetzungen für die Bauarbeiten regelt. Für die Erdarbeiten war der neue Bebauungsplan noch nicht notwendig.
 
 

Das Maximale rausholen

Bis zu 45 Meter hoch dürfen die Gebäude demnach werden, die Audi auf dem Gelände errichten möchte. Im westlichen Teil des Areals ist die Höhe aus Rücksicht auf das Stadtbild auf 30 Meter beschränkt, wobei das Niveau der Alexander-Baumann-Straße als Bezugshöhe festgelegt wurde. Bei Audi wird jedoch Wert auf die Feststellung gelegt, dass die Planungen des Unternehmens, die Grundlage für den Bebauungsplan sind, Maximalvorstellungen sind. Ob und wann die Bebauungsplangrenzen hinsichtlich der Gebäudehöhe und auch der zulässigen Dichte der Bebauung ausgereizt werden, steht noch nicht fest.
 
 

Sondererlaubnisse

Als "Beitrag zur Optimierung der Effizienz eines Betriebs und seiner Abläufe", wie es in den Unterlagen zum Bebauungsplan heißt, darf Audi auf dem Areal größere Hallen erstellen und eine dichtere Bebauung errichten, als es in Industriegebieten üblicherweise zulässig ist. Auch die bisher gültigen Vorschriften über Fassadengestaltung, Stützmauern oder Werbetafeln werden durch den Bebauungsplan auf "wenige grundlegende Vorgaben" beschränkt.
 
Nach Süden hin, also Richtung Frankenbach und Neckargartach, schreibt der Bebauungsplan Bäume vor. Dadurch soll eine "großzügige Eingrünung des Gebiets" erreicht werden, wie es heißt. Die Gebäude selbst müssen "aus betrieblichen Gründen" nicht begrünt werden – andernorts in den Böllinger Höfen war unter anderem eine Dachbegrünung vorgeschrieben.
 
 
                          

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