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Jugendpläne für Gartenschau

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Skatepark als Plaza oder Pool, Chillout-Wiese in der Cappelaue oder am Cappelrain, möblierte Treffpunkte im Hofgarten, Veranstaltungsbühne: Ideen gibt es viele, offene Fragen ebenfalls. Nach zweieinhalb Stunden Information und Diskussion füllen sich rasch die Namenslisten für vier Workshops, die nach Ostern beginnen sollen. Das zeigt: Die Öhringer Jugend will bei der Planung des Gartenschaugeländes mitreden und ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen einbringen.
 

Großer Andrang

Als die Öhringer Bürgerschaft im vergangenen Sommer und Herbst über die ersten Vorentwürfe für die Daueranlagen zu diskutieren begann, war die Generation der Jugendlichen noch weitgehend außen vor. Das änderte sich mit dem HZ-Talk im November, bei dem die Jugendlichen den Wunsch nach einem Workshop mit den Gartenschau-Planern äußerten.
 
Wie groß das Interesse ist, zeigte sich am Montagabend: An die 100 Jugendliche füllten das Jugendkulturhaus Fiasko, um mit Landschaftsarchitekt Stephan Lenzen, Inhaber des Büros RMP, und Projektleiter Joachim Evers ins Gespräch zu kommen.
 
"Die Senioren sind besser organisiert als ihr und beim Thema Generationengarten besser am Start", sucht Lenzen die Jugendlichen für die Mitarbeit am Generationengarten zu motivieren. "Das soll ein Begegnungsort werden", wirbt auch Evers für die Anlage im westlichen Hofgarten, die für die Planer ein zentraler Ort ihres Konzepts ist.
 

Vorstellungen der Jugendlichen

Schnell wird klar: Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehen ihren Platz nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zu Senioren und Kleinkindern. Katharina Kern beispielsweise denkt an "etwas komplett anderes, nur für uns, eine Chill-Ecke, wo man sich hinsetzen kann." Sitzgelegenheiten, Tisch, Stromanschluss, Grillstelle, Unterstand hat sie im Sinn.
 
Jan Scherer stellt sich "eine Wiese am See vor, wo ich mich hinflacken kann." Eine Veranstaltungsbühne steht auf der Wunschliste, dazu Trendsportanlagen wie ein neuer Skatepark (der alte soll der Ohrn-Renaturierung weichen) oder ein Slackline-Parcours.
 
 

Detaildiskussionen

Doch was soll wo hin, und was passt zusammen? Soll die Liegewiese in den Hofgarten, an die renaturierte Ohrn am Cappelrain oder in die Cappelaue zu Römerspielplatz und Skatepark? "Die Nähe zum Skatepark ist gar nicht gut", sagt BMX-Akrobat Florian Mörz. Er fürchtet, dass die Betonpiste von feiernden Jugendlichen mit Glasscherben übersät werden könnte.
 
Wollen die Jugendlichen ihren Treffpunkt lieber zentral, sprich: im Hofgarten, oder doch eher am Stadtrand haben? Da gehen die Meinungen auseinander. Wie aufwendig soll er gestaltet werden, fragt Planer Lenzen. "Nur eine Wiese ist für einen Landschaftsarchitekten nicht gut", sagt er. Denn da habe er kaum etwas zu tun. Doch eilig fügt er hinzu: "Das war bloß ein Witz."
 
Langsam schälen sich aus der Diskussion Themen heraus, die es sich intensiver zu besprechen lohnt. Stephan Lenzen schlägt Workshops vor. Das Interesse ist groß – außer an Lenzens Lieblingsthema: dem Generationengarten.
 
 

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