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Gericht ahndet Gewalttat an Schule

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Im Oktober hatte der Fall für Schlagzeilen gesorgt. Gleich sieben Jugendliche rotteten sich zusammen, um einen 15-jährigen Hauptschüler der Öhringer Weygangschule zu verprügeln. Die Täter wurden gestern vom Amtsgericht zu sozialen Kompetenztrainings verurteilt. Der Haupttäter (15) muss zudem 20 Stunden gemeinnützig arbeiten.

 "Sie waren alle geständig", berichtete Richterin Ursula Ziegler-Göller nach der nicht öffentlichen Verhandlung. Strafmildernd habe sich ausgewirkt, dass das Opfer nur leicht verletzt worden sei und den Haupttäter über Facebook als "Hurensohn" beleidigt habe. Diese verbale Entgleisung habe den Vorfall erst ausgelöst.

Tatort war im Oktober der Parkplatz der Richard-von-Weizsäcker-Schule, wo die Weygangschüler zeitweise unterrichtet werden. Als verwerflich stufte das Amtsgericht ein, dass die Attacke mit dem Handy gefilmt wurde und auf Youtube ins Internet gestellt werden sollte. Dazu kam es aber nicht mehr. Nachdem die Polizei die Ermittlungen aufgenommen hatte, warf einer der Täter die Speicherkarte seines Handys in den Müll.

 

Gewalt wird nicht geduldet

Das Gericht erkannte an, dass sich die Angeklagten vor der gesamten Klasse für ihren Angriff entschuldigt hatten. Zudem seien manche zu Hausmeistertätigkeiten verdonnert worden. Ein Jugendlicher, der bereits zum dritten Mal auffällig geworden war, absolviere auf Vermittlung seiner Eltern ein Anti-Aggressions-Training. Ihm stehe auch ein Erziehungs-Coach des Jugendamts zur Seite.

Nur zwei Wochen nach diesem Vorfall war an der Richard-von-Weizsäcker-Schule ein weiterer Jugendlicher verprügelt und dabei gefilmt worden. Ein 17-Jähriger aus einer BEJ-Klasse (Berufseinstiegsjahr) schlug und trat auf seinen Mitschüler (16) ein, zwei weitere Jugendliche unterstützten den Haupttäter. "Wir haben alle drei Täter von der Schule verwiesen", betont Schulleiter Helmut Albrecht. Gewalt werde an der Richard-von-Weizsäcker-Schule nicht geduldet, die Konsequenzen seien kompromisslos.

Zwei Täter wurden laut Albrecht an eine Künzelsauer Berufsschule verwiesen, ein anderer dem geschäftsführenden Schulamtsleiter in Heilbronn überstellt. Wann sich der 17-Jährige und seine Mittäter vor dem Öhringer Amtsgericht verantworten müssen, steht derzeit nicht fest.
 

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