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Keine Angst, aber Respekt

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Was Matthias Betz in seiner Freizeit gerne macht, könnte man durchaus als waghalsig bezeichnen. Der 24-jährige Student aus Bad Rappenau nimmt am 2. März an einem Fahrrad-Rennen im schweizerischen Saas-Fee teil, bei dem die Sportler einen Gletscher hinab rasen. "Das ist auch nicht gefährlicher als Skifahren", sagt er überzeugt. Naja – das dürfte Ansichtssache sein.

 

Geschwindigkeitsrausch

"Glacier-Bike-Downhill" nennt sich diese Veranstaltung offiziell, sie findet jedes Jahr statt und ist international. Matthias Betz war auch 2012 schon dabei und verspürt seitdem unbändige Vorfreude auf eine Wiederholung. "Es hat einfach riesig viel Spaß gemacht", sagt er. Der Rausch der Geschwindigkeit ist es vor allem, der ihn reizt. "Die Strecke ist noch mal steiler, als sie auf den vielen Youtube-Videos aussieht."

 

Vorsicht

Auf der ungewohnten Unterlage von Schnee und Eis bewältigen die ausgeflippten Downhill-Mountainbikefahrer 1700 Höhenmeter. "Nach dem Massenstart auf dem Mittelallalin auf 3500 Metern Höhe geht es im halsbrecherischen Tempo dem Tal entgegen", schreibt der Veranstalter, die Saas-Fee Bergbahnen AG, auf seiner Webseite. Die Strecke ist für Skifahrer eine Blaue Piste und wird vor dem Rennen extra mit der Pistenraupe glattgebügelt.

Matthias Betz will es dieses Jahr zwar nicht ruhiger angehen lassen als sonst, aber doch mit etwas mehr Vorsicht. "Ich werde auf jeden Fall kein unnötiges Risiko eingehen." Heißt: volle Konzentration, vor allem in den Kurven.

 

Gefährlich

2012 hatte Betz einen Sturz erlitten. "Das war ziemlich krass", erinnert er sich. Er habe am Rand der sieben Kilometer langen Strecke einen anderen Fahrer überholen wollen und sei dabei von der Piste abgekommen. Dann ist das Vorderrad im Tiefschnee stecken geblieben und er hat sich überschlagen. Es habe 15 Minuten gedauert, bis er weiterfahren konnte. "Ich musste erst mal meine Brille im Schnee suchen", sagt er. Außerdem habe er sich die Rippen geprellt und tagelang Schmerzen gehabt. Weil bei dem Rennen so viel passieren kann, müssen sich die Teilnehmer selbst versichern und den Veranstalter von jeglicher Haftung freisprechen. Die Fahrer erreichen Geschwindigkeiten von deutlich mehr als 100 km/h.

 

Gepanzert

Matthias Betz geht perfekt gepanzert in das Abfahrtsrennen und schützt sämtliche Körperteile. Er trägt auch einen speziellen Helm und einen Nackenschutz. Außerdem will er einen der vorderen Plätze erreichen. Betz: "Angst habe ich nicht, Respekt habe ich schon."

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