Stimmt.de

Titelseite.indd
Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Songs, die das Leben schreibt

zurück zur Übersicht

Das Haar zu einem mädchenhaften Pferdeschwanz gebunden, ein kurzes Kleid am Körper, eine dicke Strumpfhose darunter, in der Hand eine Gitarre. Schüchtern wirkt Eva Croissant, bekannt aus der Gesangs-Castingshow The Voice of Germany, auf der Bühne in der Freien Schule Anne-Sophie vergangenen Donnerstagabend. Mit klarer, ausdrucksstarker Stimme singt sie "...dass du immer noch rennst, obwohl du innerlich verbrennst." Das Publikum spendet kräftig Applaus.

 

Ehrliche Texte

"Ich freue mich sehr, den Abend eröffnen zu dürfen", sagt sie mit sympathischer Stimme und verrät, dass sie ein großer Fan von Hauptakteur Mark Forster ist. Zu jedem Lied gibt die Sängerin und Songwriterin einen Einblick in die Hintergründe. Ein Stück an die Stiefschwester, das "heute nicht mehr so böse gemeint ist", ein Song an den Kerl, den sie nun endlich los ist oder ein Lied für einen Freund und für den Mathelehrer, der ihr vorausgesagt hat, sie würde den Schulabbruch irgendwann bereuen. Mit ihren ehrlichen Texten und ihrer ausdrucksstarken Stimme schafft es die 22-Jährige, die Sympathie des Publikums zu gewinnen. Kräftiger Applaus weht ihr entgegen.

 

Baskenmütze und Hosenträger

Von ganz anderem Temperament zeigt sich Mark Forster. Lässig mit Bart, Brille, Schlabber-T-Shirt, Hosenträgern und Baskenmütze benutzt er die ganze Bühne als Spielplatz. Er rappt von einer Seite zur anderen und bearbeitet dabei sein Mikrophon. Ein gemütlicher Abend soll es hier in der Freien Schule Anne-Sophie werden. Er sei das erste Mal im Leben in Künzelsau, und dann nur in der Schule, aber die sei schön, witzelt er und erntet Gelächter.
Seine Songtexte handeln von Erinnerungen an Erlebtes. Mit Eva Croissant im Duett singt er "Ich und du". Er schildert die schnelllebige Zeit, in der jeder von einem Ort zum anderen rast, doch "Du und ich, wir haben alle Zeit der Welt, du und ich, tun nur das, was uns gefällt".

 

Am Keyboard

Bei seinem letzten Lied lässt er das Publikum in die Hocke gehen. Auf sein Kommando springen alle auf. Die Besucher toben und fordern Nachschub – und Forster trocken: "Ruhe bitte, ich muss mich konzentrieren." Er nimmt am Keyboard Platz und verabschiedet sich passend mit "Du fliegst davon".
Auch wenn Forsters Worte akustisch nicht immer klar herüberkommen, überzeugt der Künstler mit seiner frischen Authentizität, die ihn sehr sympathisch macht.

                                       
 

Galerien

Regionale Events