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Schon 150 Mitglieder

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Die junge Bonfelder Kulturinitiative Blacksheep sorgt für Aufsehen. Erst wenige Monate alt, ist der Verein bereits 150 Mitglieder stark und plant fürs kommende Jahr ein Festival im Teilort. Vor dem ersten öffentlichen Konzert in der Alten Kelter von Bad Wimpfen sprach unser Redakteur Simon Gajer mit Franz Koroknay, dem kreativen Kopf des Vereins und einer der Macher des ehemaligen Bonfelder Festivals Folk im Schloss.

Ist der Vorstand vor diesem ersten Konzert aufgeregt, oder ist es ein alter Hut nach dem Motto: Wer das Bonfelder Folkfestival hinbekommen hat, schafft auch diesen Abend?

Franz Koroknay: Im Team sind sehr viele festivalerfahrene Leute. Da gibt es keine Nervosität, alles läuft routiniert und sehr ruhig ab und trotzdem mit der notwendigen Konzentration.

Wie läuft der Kartenvorverkauf für den Abend?

Koroknay: Wir haben in der ersten Woche rund 100 Karten verkauft. Das ist ganz gut.

Das ist eigentlich sehr gut.

Koroknay: Wir kalkulieren mit 200 bis 300 Leuten. Die Kelter ist zugelassen für maximal 800 Personen. Sie wird nicht voll. Es gibt ja auch Stehtische darin. Alles, was sich zwischen 200 und 300 Besuchern abspielt, wäre voll okay.

Warum geht ein Bonfelder Verein nach Bad Wimpfen in die Kelter?

Koroknay: Leider gibt es in Bad Rappenau keine vergleichbare Location. Möglich wäre die Bonfelder Halle. Problem ist aber: Es ist eine Sporthalle. Um darin eine halbwegs angenehme Konzertatmosphäre zu schaffen, braucht man einen Tag für den Aufbau und einen weiteren, um alles zurückzubauen. Das kann man für eine Veranstaltung durchaus ja mal machen, aber eine Dauerlösung ist das nicht. Die Alte Kelter mieten wir für einen akzeptablen Preis an. Es ist eine Bühne darin, und wir müssen nicht groß dekorieren. Übrigens sind wir am 2. November mit unserem Kulturbesen in der Bonfelder Halle, am zweiten Advent mit einem Konzert in der Kirche und mit einer Kinderveranstaltung im Schlosshof – wir machen also, wann immer es geht, unsere Veranstaltungen in Bonfeld.

Wie ist die Resonanz auf den Verein?

Koroknay: Umwerfend. Zur Auftaktveranstaltung kamen 200 Interessierte, kürzlich nahmen wir das 150. Mitglied auf. Die Bereitschaft zu helfen, ist enorm groß. Damit haben wir nicht gerechnet.

Steht das Festivals 2014?

Koroknay: Noch nicht. Zunächst müssen wir formell entscheiden, ob es stattfindet. Ich gehe davon aus: ja. Im Vorstand wird die Größenordnung diskutiert. Es gibt diverse Rechenbeispiele. Wir müssen ja schauen, dass wir mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. Ideen haben wir tolle. Es wird kein reines Folkfestival mehr sein, daher haben wir eine Unsicherheit: Kriegen wir mehr oder weniger Besucher? Wir sind mittendrin in der Diskussion und sprechen mit den Partnern, die uns unterstützen. Wir machen, anders als beim Folkfestival, nicht alles selbst. Als kleiner Verein wollen wir uns von der Arbeitsbelastung her gesehen nicht übernehmen.

Bis wann rechnen Sie mit einer Entscheidung?

Koroknay: In den nächsten Wochen wird sich das Konzept abzeichnen. Mitte Juli 2014 soll es stattfinden. Das ist etwas später als der gewohnte Folk-im-Schlosshof-Zeitpunkt – wegen der Fußball-WM.
Folk im Schlosshof gibt es nicht mehr. Sie stehen jetzt als musikalischer Berater dem neuen Festival Folk am Neckar in Mosbach beiseite.

Worauf freuen Sie sich dort am meisten?

Koroknay: Wir haben dieser Tage eine ganz frische Band aus Berlin entdeckt. Ganz junge Burschen, die hoch talentiert sind – The Folks. Es kommen aber auch Bekannte. Unsere Freunde von Cromdale sind wieder dabei, auch Fiddler’s Green, mit denen ich eng befreundet bin. Wir haben ein Programm gewählt mit Altbewährtem aus dem Schlosshof und einigen neuen Dingen aus Irland, Schottland oder Deutschland. Wir werden von Blacksheep das Festival arbeitstechnisch unterstützen. Das ist für uns eine willkommene Sache, um einige Dinge im Zusammenspiel auszuprobieren.

          

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