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Speedkletterin verpasst den Sieg

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Die vielen Anfragen auf ihrer Facebookseite hat Hanne Schächtele noch nicht gesichtet. Zwei Zeitungen haben angerufen. Ein Fernsehsender hat sich gemeldet. "Aber das sollte man vielleicht noch nicht verraten", sagt die 17-jährige Schülerin und lächelt. Sympathisch. Unaufgeregt. So wie am Freitagabend. Als sie sich zur besten Sendezeit bei der RTL-Show "Unschlagbar" in die Herzen der Zuschauer geklettert hat. Die wählten sie nach ihrem Sieg gegen ein Kapuzineräffchen an der 15 Meter hohen Steilwand ins Finale, wo sie die Prämie von 50 000 Euro nur um 1,29 Sekunden verfehlte.

 
Na klar. Das Finale gegen den Hakenleiterkletterer Tom Gehlert aus Thüringen ist sie noch viele Male gedanklich durchgegangen. 12,38 Sekunden brauchte sie an der Steilwand. "Das war fast optimal", sagt Hanne Schächtele. Diese Zeit hat sie bei der Probe nie erreicht. "Vielleicht lag es am Adrenalin, dass ich so schnell oben war", sagt die Elftklässlerin am Albert-Schweitzer-Gymnasium, wo sie nächstes Jahr Abitur machen wird.
 

Wie es der Sender erwartet hatte

Dass die deutsche Meisterin im Speedklettern statt der 50 000 Euro die Kandidatenkarte mit nach Hause bringt, nimmt die 17-Jährige sportlich. "Ich war dabei. Das war cool." Die Erinnerungen an ihren Auftritt bleiben. "Ich habe die Show die ganze Zeit über genossen. Bin eingetaucht und habe mich treiben lassen", erinnert sich die Schülerin.
 
Die Moderatoren Sonja Zietlow und Marco Schreyl seien recht nett gewesen. Obwohl die Kandidaten von den beiden Promis nur sehr wenig mitbekommen hätten. Bei der Probe stimmten sie die Moderation ab. Beim nächsten Treffen hielten dann schon die Kameras drauf. Das war der Zeitpunkt als Hanne Schächtele sagte: "Ich bin unschlagbar." Genau so, wie es der Sender von ihr erwartet hat. Dass sie das nicht ist, wusste sie schon vorher. "Die Männer sind im Speedklettern in etwas mehr als sechs Sekunden die Wand oben", sagt die Neckarsulmerin.
 

Klettern im Programm

Und wieso war sie dann in der Show? "RTL wollte Klettern im Programm haben", sagt die 1,65 Meter große Jugendvizeeuropameisterin im Sportklettern von 2011. So habe sich der Sender an den Deutschen Alpenverein gewandt. Der Verein wiederum, in dem sie Mitglied ist, sei Ende 2012 auf sie zugekommen. Nach Casting und Dreharbeiten für den Trailer war die Sache schließlich perfekt.
 
Auch wenn sie bei RTL den Sieg knapp verpasst hat, der Ausflug hat sich gelohnt. Denn Köln gefällt ihr jetzt so gut, dass sie dort studieren will. Sport, Erlebnis und Bewegung. Mit Master-Abschluss. Nächste Woche geht sie aber erst einmal Skifahren. Nach Oberstdorf. Wo Bruder Eric als Outdoor-Guide und Skilehrer arbeitet. "Und dann", sagt Hanne Schächtele und lächelt, "darf es endlich Frühling werden".
                             

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