Stimmt.de

Titelseite.indd
Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Jobben für die gute Sache

zurück zur Übersicht
Sandra Dudek (16) hat einen Tag beim Optiker mitgearbeitet und Susanne Schef (14) im Kindergarten geholfen. Das Geld, das sie an diesem Tag verdienten, haben die Teenager nicht für sich verwendet, sondern gespendet.
 

Hohe Beteiligung der Schüler

Eigentlich besuchen die Mädchen die Creutzfelder-Schule in Pfedelbach. Am 5. Dezember 2012 jedoch beteiligten sich beide an der Aktion "Mitmachen Ehrensache". 372 Schüler aus dem ganzen Hohenlohekreis nahmen daran teil. 2060 Arbeitsstunden und mehr als 9200 Euro kamen so für die gute Sache zusammen. Weitere 5000 Euro hat der Rotary Club Künzelsau-Öhringen als Spende draufgelegt. Am Montag wurden drei große Spendenschecks an Sozialprojekte überreicht. 
 
Ort der Übergabe war die Creutzfelder-Schule. "Ich freu' mich ganz besonders, dass wir die Schule sind, die die höchste Beteiligung hatte“, sagte Schulsozialarbeiterin Anette Glaser bei der kleinen Feierstunde, die musikalisch vom Schulchor (Leitung: Dorothee Wölfle-Pflästerer) umrahmt wurde. Allein 40 Prozent der im Hohenlohekreis an der Aktion beteiligten Schüler, so ergänzte Rektor Frieder Diem, besuchen die Schule.
 

Ferienjob angeboten

Allen, die für die gute Sache gejobbt hatten, sprach Olaf Türpe, Präsident des Rotary Clubs Künzelsau-Öhringen, seine Anerkennung aus: "Es ist schön, dass Jugendliche bereit sind, sich für soziale Zwecke selbstlos einzusetzen." Türpe berichtete, dass der Rotary Club aber nicht nur finanzieller Sponsor war, sondern dass man sich auch aktiv einbringen wollte: Immerhin 62 Arbeitsstellen hatten Otto Müller, Reinhold Wirth und Manfred Wenzel bei Mitgliedern des Serviceclubs für die Jugend organisiert.
 
Die Sache selbst in die Hand genommen hat Steffen Zirn. Der 13-Jährige, der die Bischof-von-Lipp-Schule in Mulfingen besucht, erzählte, dass er kurzerhand seinen Nachbarn in Stachenhausen nach einem Job in dessen Firma gefragt habe. Steffen hat sich am Aktionstag so gut angestellt, "dass man mir gesagt hat: Du kannst wiederkommen. Und einen Ferienjob hat man mir jetzt auch angeboten."
 

Berufsfindung mit Spaß

Zum zweiten Mal engagierte er sich bei Mitmachen Ehrensache. Martin Hellemann-Brenner von der Jugendagentur des Hohenlohekreises, wo die Fäden für die Aktion zusammen laufen, erzählte bei der Scheckübergabe, dass Steffen sogar offizieller Botschafter von Mitmachen Ehrensache sei. In seiner Schule hatte Steffen Zirn dafür andere Klassen besucht und fürs Jobben für die gute Sache geworben. Rückblickend meint der Siebtklässler: "Es ist ein gutes Gefühl zu helfen."
 
Sandra und Susanne ergeht es ähnlich. Beide können sich vorstellen, wieder mitzumachen. "Man hilft doch gern", sagt Susanne. Sandra ergänzt: "Mir hat's echt Spaß gemacht. Für die Berufsfindung später war es auch sehr interessant."
                                  

Galerien

Regionale Events