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Miteinander statt gegeneinander

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Den Boxsport als Breitensport etablieren und mit einer Spendenaktion die Kindergärten der Gemeinde unterstützen. Das ist das erklärte Ziel von Bernd und Christine Fernengel. In Erlenbach betreibt das Ehepaar ein Fitnessstudio und boxt selbst leidenschaftlich gern. Bernd Fernengel ist Trainer der Boxweltmeisterin Nikki Adler und gewann die 25-jährige Augsburgerin, um beim gemeinsamen Training interessierten Jugendlichen und Erwachsenen das Boxen näherzubringen.

 

Weg vom negativen Image

"Dem Boxsport haftet nach wie vor ein negatives Image an", sagt Bernd Fernengel. "Davon wollen wir weg. Bei uns wird nicht in einem dunklen Keller gegen den Boxautomaten geboxt." Boxen ist nicht nur körperlich anspruchsvoll, sondern auch verbunden mit einem sozialen Aspekt. "Beim Boxen bekommt man ein Gefühl für sein Gegenüber.

Um ein erfolgreicher Boxer zu sein, muss man mit seinem Partner arbeiten. Man fühlt ihn, man riecht ihn und man muss sich in ihn hineindenken", weiß Thomas Wiedemann, der für Technik- und Taktiktraining der Boxweltmeisterin verantwortlich ist.

Bei der Trainingsveranstaltung soll aber nicht nur das Boxen vorgestellt, sondern gleichzeitig die Kindergärten in Erlenbach und Binswangen unterstützt werden. "Die Teilnahme am Training ist für die Jugendlichen kostenlos. Die Erwachsenen zahlen einen Spendenbeitrag von zehn Euro", so Christine Fernengel. Der Spendenscheck wird anschließend der Gemeinde überreicht. "Dort weiß man am besten, wo das Geld benötigt wird."

 

Es entstehen schnell Freundschaften

Nikki Adler ist über Freunde zum Kickboxen gekommen und mit 17 Jahren zum Boxen gewechselt. Seit 2010 ist sie Profiboxerin. "Wir wollen den Kindern beim Boxen vor allem Spaß vermitteln. Beim spielerischen Aufwärmen und Partnerübungen entstehen schnell Freundschaften. Es geht nämlich beim Boxen nicht ums Gegeneinander, sondern ums Miteinander", so die WBU-Weltmeisterin im Supermittelgewicht.

30 Jugendliche und 15 Erwachsene haben sich zum Boxtraining mit Nikki Adler in Erlenbach angemeldet. "Ich trainiere selbst hier und fand das Motto 'Boxen für unsere nächste Generation' passt toll zum WVR-Projekt 'Sport und Rassismus' der Kinder", berichtet Tanja Schnell, die die Teilnahme der siebten Klasse der Weinsberger Realschule initiiert hat und nun gemeinsam mit Lehrer Christian Kirstein gekommen ist. Fast die halbe Klasse will mit Nikki Adler trainieren. "Besonders die Mädchen sind Feuer und Flamme. Aber das passt ja gut zu einer Weltmeisterin."

Die meisten kennen Boxen nur aus dem Fernsehen. "Hier können die Kinder aus erster Hand erfahren, wie viel Disziplin man als Profisportler mitbringen muss", so Klassenlehrer Christian Kirstein.

                                                                         

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