Stimmt.de

Titelseite.indd
Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Gemeinsam auf Jesu Leidensspuren

zurück zur Übersicht

Der ökumenische Jugendkreuzweg hat in der Kurstadt vor Ostern Tradition. Auch wenn das Thema vom Denken her eher ein katholisches ist, gestalten hier aus gutem Grund katholische und evangelische junge Christen gemeinsam einen modernen Gottesdienst. In der Herz-Jesu-Kirche stehen einige von ihnen an der Tür und heißen ihre Gäste willkommen.

Wer sich unter Jugendkreuzweg nicht gleich Konkretes vorstellen kann, wird freundlich aufgeklärt: Ideengeber zu dieser Aktion ist das Sgrafitto, eine große, augenfällige Wanddekoration an der nördlichen Obergadenwand in der Kirche. Es zeigt schlicht und zeitgemäß alle 14 Kreuzwegstationen, ein Werk von Franz Xaver Hemmerle aus Freiburg.
 

Leidensstationen beleuchten

"Gemeinsam wollen wir jede einzelne der Leidensstationen beleuchten. Musik gehört dazu vom Band und live, die Stimmungen, Gedanken und Gefühle transportiert." Elisa Bauer und Deborah Bing aus Bad Rappenau verteilen auch das Text- und Liedheft an die Gläubigen, die zwar nicht gerade in Scharen, dafür aber mit viel Interesse und Sympathie für die Aktion gekommen sind.

Rund 50 Besucher sollten die Möglichkeit haben, lebhaft nachzuvollziehen, wie sich Jesus an den einzelnen Stationen seines Leidenswegs gefühlt haben muss. Natürlich bauen die Jugendlichen Brücken zur Neuzeit. "Das macht das Kreuzwegthema doch heute noch so spannend, dass sich vieles auf unsere Zeit übertragen lässt." Linda Gysinn aus dem evangelischen Jugendkreis ist es wichtig, dass diese Zusammenhänge deutlich werden.
 

Mit Herzblut und Einsatz

"Wir schauen dabei bewusst auf Jesu Wunden und wissen, dass es auch heute noch Menschen gibt, die anderen Leiden zufügen", erklärt Deborah Bing am Mikrofon. Die Bad Rappenauerin weiß, warum sie im Altarraum steht und hilft, diesen Abend zu gestalten. Sie ist wie ihre drei Mitstreiterinnen vom Jugendkreis evangelisch, doch das tut nichts zur Sache. Katholische Jugendliche legen sich mit ihnen gemeinsam in die Riemen und halten den Gottesdienst mit viel Herzblut und Einsatz. "Es ist schön, etwas gemeinsam zu machen. Schließlich glauben evangelische und katholische Christen beide an die Auferstehung, um die es hier geht", bekräftigt Elisa Bauer.
 

Todesstreifen überwunden

Die Jugendlichen sprechen von Grenzen, die es nicht mehr gibt, die wie die Berliner Mauer gefallen sind. "Doch sind die Wunden, die sie hinterlassen hat, auch schon verheilt?", fragt eine in den Raum hinein. Früher habe der Todesstreifen viele das Leben gekostet: "Jesus hat seinen persönlichen Todesstreifen überwunden."

Auf der Empore spielt eine Band. Gitarren, Schlagzeug und Querflöte malen Melodiebögen. Der Projektchor Cordials tritt auf. Ein Song der Rockgruppe Nickelback passt: "Versuche den Weg zu nehmen, den nicht jeder nimmt", heißt es da.

                                                                     

                                                                            

Galerien

Regionale Events