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Neues Sporthallenbad in Neckarsulm

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Der Blick Richtung Scheuerberg soll von überall in der Schwimmhalle einmal möglich sein. Alles ist darauf ausgerichtet. Auch die Entwürfe wucherten mit dieser pfundigen Aussicht. "Jetzt bin ich selbst gespannt, ob das am Schluss so rauskommt", gibt Klaus Grabbe zu. Der Neckarsulmer Baubürgermeister ist zum ersten Mal auf der Baustelle, seitdem die mächtigen Eisenträger die Form erkennen lassen. Als er mit Hochbauamtsleiter Patrick Rickenbrot den Blick über das Becken hinweg nach Norden wendet, kommt ihm ein zufriedenes "Aaaahhhh" über die Lippen. Eingerahmt von Stahlstützen präsentiert sich der Scheuerberg als perfekte Kulisse.
 

Bademodenschau über dem Wasser

Kulisse wofür? In erster Linie wird das Bad natürlich für den Sport gebaut. Acht 50 Meter lange Bahnen, dazu futuristisch anmutende Drei-Meter- und Ein-Meter-Türme. Doch das soll nicht alles sein. Rickenbrot weist auf die Vertiefungen hin, die im Becken zu erkennen sind. Neben dem Springerbecken ein Schlitz, der eine Teilung des Beckens zulässt. Eine weitere Vertiefung gibt es für den Hubboden, der wie die Trennwand bis auf Oberflächenniveau hochgefahren werden kann. "Dann kann man in Neckarsulm sozusagen übers Wasser laufen", scherzt Rickenbrot. Auch Klaus Grabbe findet, dass man mit solchen Möglichkeiten kreativ umgehen könne. "Da ist dann auch mal eine Bademodenschau möglich, vor dieser Kulisse." 
 
Bis dahin steht viel Arbeit bevor. Oben – etwa mit dem Verschweißen der Edelstahlbleche zu einem unverwüstlichen Becken –, aber vor allem in den Geschossen darunter. Mächtige Räume, die noch viel Platz für Rohre, Leitungen und sonstige Technik lassen, zeigen die Dimensionen des Bauwerks. Obwohl es offiziell nur für 300 Besucher ausgelegt ist, dürften sich in Ausnahmefällen durchaus bis zu 1000 Leute im Bad aufhalten. "Aber da wird es dann schon eng", sagt Grabbe.
 

Aquatoll geschlossen

Ein Durchgang soll das Spaßbad mit dem Sportbad verbinden. Gelungen ist bereits der Durchstich ins Aquatoll. Dort warten nun aber hunderte Steuer-, Strom- und Wasserleitungen darauf, durchtrennt und verlängert zu werden. Die Stränge sollen künftig unter dem Durchgang verlaufen. Im Juni steht diese Herausforderung an. "Dann wird das Aquatoll für drei Wochen geschlossen", sagt Rickenbrot. Die Kosten illustrieren den Aufwand, der betrieben werden muss: 650 000 Euro werden für den Durchgang veranschlagt, 1,3 Millionen für die Umbauten im Aquatoll.
 
Für die zwei Baufachleute ist das Großprojekt eine Herausforderung, aber keine Belastung. "Es macht auch Spaß, als Baumensch da mittendrin zu sein", sagt Grabbe. Da würden sich manche Kollegen in anderen Städten die Finger danach lecken. "Aber der Bau ist ja kein Selbstzweck. Er ist für die Menschen und die Vereine in der Stadt gedacht", sagt der Baubürgermeister. Zwei Tauchclubs, die Kanuten, die Triathleten und natürlich die Schwimmer warteten auf die Fertigstellung. Und er verspricht: "Ich glaube, das Bad wird den Schwimmsport in Neckarsulm grandios nach vorn bringen."
                     

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